Neue Wasserstoffleitungen Dorsten-Marl und Dorsten-Duisburg

RVR startet Raumordnungsverfahren für die Wasserstoffleitungen Dorsten-Marl und Dorsten-Duisburg – Neues Wasserstoffnetzes in der Region

Erdgas- soll auf Wasserstofftransport umgestellt werden. Startpunkt der DoMa-Leitung wird im Umfeld der ehemaligen Zeche „Fürst Leopold 1/2“ in Dorsten und der Endpunkt nördlich des Chemieparks Marl liegen.

Für zwei geplante Wasserstoffleitungen zwischen Dorsten und Marl (DoMa) sowie zwischen Dorsten und Duisburg-Hamborn (DoHa) hat der Regionalverband Ruhr als Regionalplanungsbehörde das Raumordnungsverfahren eingeleitet. Die DoMa (Leitung Dorsten-Marl) verbindet die  Leitung Nummer 13, die von Erdgas- auf Wasserstofftransport umgestellt wird, vom Startpunkt in Dorsten mit der Anschlussmöglichkeit von Industriebetrieben im Chemiepark Marl. Sie ermöglicht den dort ansässigen Industriebetrieben mit einer möglichen Anbindung an die DoMa den Einstieg in eine klimaneutrale Produktion.

Wasserstoffleitung-Open-Grid-Dorsten-DoMa
©get-h2-netz

Die Leitungen sind zentrale Bausteine für die Realisierung einer klimaneutralen Industrie- und Stahlproduktion im Ruhrgebiet und darüber hinaus ein Teil des neuen Wasserstoffnetzes in der Region.

Die Open Grid Europe GmbH (OGE) als Vorhabenträgerin beabsichtigt mit den Projektpartnern Thyssengas (DoHa) und der Nowega GmbH (DoMa) im Zuge der Wasserstoffinitiative GET H2 Nukleus beide Wasserstoffleitungen zu realisieren.

Stahlproduktion in Duisburg soll angeschlossen werden

Der Startpunkt der DoMa-Leitung wird im Umfeld der ehemaligen Zeche „Fürst Leopold 1/2“ in Dorsten und der Endpunkt nördlich des Chemieparks Marl liegen. Die Leitung nach Duisburg-Hamborn (DoHA) startet am gleichen Punkt in Dorsten wie auch die Leitung DoMa. Mit ihr soll die Möglichkeit geschaffen werden, u.a. die Stahlproduktion in Duisburg an das Wasserstoffnetz anzubinden.

Trassenkorridor von etwa 600 Meter Breite

Wegen der überörtlichen Bedeutung wird für beide Leitungsvorhaben jeweils ein Raumordnungsverfahren mit integrierter Prüfung der Umweltverträglichkeit durchgeführt. In diesen Verfahren werden die beantragten Leitungsprojekte unter raumbedeutsamen Gesichtspunkten und im überörtlichen Maßstab geprüft. Die Raumordnungsverfahren schließen jeweils mit einer sogenannten raumordnerischen Beurteilung durch die Regionalplanungsbehörde beim RVR ab, in der jeweils ein raumverträglicher Trassenkorridor von etwa 600 Meter Breite ermittelt wird. Der genaue Trassenverlauf innerhalb dieses Korridors wird anschließend in einem nachfolgenden Planfeststellungsverfahren bestimmt. Die Planfeststellungsverfahren werden durch die jeweils zuständigen Bezirksregierungen durchgeführt.

Möglichkeit zur Stellungnahmen

Im Rahmen der Raumordnungsverfahren erfolgt vom 30. Mai bis zum 8. Juli 2022 eine Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung. In diesem Zeitraum besteht die Möglichkeit, Stellungnahmen zu beiden Vorhaben abzugeben. Die Verfahrensunterlagen können digital auf der Homepage des RVR unter http://www.rvr.ruhr/…/staatliche…/raumordnungsverfahren oder analog in der Bibliothek des Regionalverband Ruhr, Kronprinzenstraße 6, 45128 Essen (Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag: 9.00 bis 16.00 Uhr und Freitag: 9.00 bis 14.00 Uhr) eingesehen werden.

Weitere Informationen zu den Projekten DoHa und DoMa: www.get-h2-netz.de