Die Haldenwangschule Dorsten ist Schauplatz der Neujahrsansprache von Ministerpräsident Hendrik Wüst.
Der WDR zeichnete die Sendung in der Förderschule am Montag auf. Im Mittelpunkt steht ein konkretes Signal für Investitionen in Bildung: Das Lehrschwimmbecken soll saniert werden.

Der WDR hat am Montag die Neujahrsansprache von Hendrik Wüst in der Haldenwangschule Dorsten aufgezeichnet. Als Hintergrund wählte das Produktionsteam bewusst das Therapie- und Lehrschwimmbecken der Förderschule. Die Sanierung des Beckens soll eines der ersten Projekte sein, die aus dem Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur finanziert werden.

Bewusste Wahl des Drehorts
Das Lehrschwimmbecken der Haldenwangschule Dorsten steht seit Jahren vor einer notwendigen Sanierung. Bislang fehlten die finanziellen Mittel. Mit dem neuen Landesprogramm rückt das Projekt nun in greifbare Nähe. Das große Förderprogramm und die Chancen für Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen bilden einen Schwerpunkt der Neujahrsansprache.

Schule kehrt nach der Sanierung zurück
Das Schulgebäude der Haldenwangschule Dorsten ist in den vergangenen zweieinhalb Jahren umfassend renoviert und modernisiert worden. Während der Bauzeit wurden die Schülerinnen und Schüler im Schulzentrum an der Marler Straße unterrichtet. Nach den Weihnachtsferien kehren die meisten von ihnen im Januar an den Standort in Hervest zurück.
Das Lehrschwimmbecken blieb von der Sanierung bislang ausgenommen. Die Finanzierung war lange nicht möglich.
Rat beschließt Planung für das Schwimmbecken
Der Rat der Stadt Dorsten stellte in seiner letzten Sitzung des Jahres einstimmig die Weichen für das Projekt. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Sanierung des Lehrschwimmbeckens zu planen. Die Umsetzung ist für die Jahre 2026 und 2027 vorgesehen. Die Baukosten werden auf rund drei Millionen Euro geschätzt.

Wüst spricht von Erneuerung und Zusammenhalt
Ministerpräsident Hendrik Wüst erklärte, die Schwimmhalle der Haldenwangschule Dorsten zeige exemplarisch, worum es im neuen Jahr gehe, um Erneuerung und um Zusammenhalt. Der Schwimmunterricht sei derzeit nicht möglich, weil das Becken dringend sanierungsbedürftig sei.
Wüst betonte, jetzt könne das Bad saniert werden, damit die Schülerinnen und Schüler wieder die Chance hätten, schwimmen zu lernen. Möglich mache dies der Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur. In den kommenden zwölf Jahren investiere das Land rund 60 Milliarden Euro, unter anderem in Kitas, Schulen und Universitäten, in Straßen und Brücken sowie in Krankenhäuser und Sportanlagen. Es handele sich um das größte Investitionsprogramm in der Geschichte Nordrhein-Westfalens.

Rundgang durch die Haldenwangschule Dorsten
Nach der Aufzeichnung nahm sich der Ministerpräsident Zeit für einen Rundgang durch die Förderschule. Begleitet wurde er unter anderem vom parlamentarischen Staatssekretär und Landtagsabgeordneten Josef Hovenjürgen, von Halterns Bürgermeister Andreas Stegemann, von Infrador-Geschäftsführer und Stadtbaurat Holger Lohse sowie von Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff.
Kinderbürgermeister Vincent Becker, selbst Schüler der Haldenwangschule Dorsten, sowie das Schulleitungsteam mit Norah Winkels und Thomas Spliethoff stellten die Räume und ihre Nutzungsmöglichkeiten vor.
Stadt Dorsten erhält 34,5 Millionen Euro
Bürgermeister Tobias Stockhoff dankte dem Ministerpräsidenten für den Besuch: „Die Landesregierung hat die Verteilung der Bundesmittel schnell geregelt und uns Städten damit Luft verschafft, in den kommenden Jahren gezielt in unsere Infrastruktur zu investieren. Der Rundgang hat gezeigt, wie wichtig der Schwerpunkt Bildung ist.“
Dorsten erhält aus dem Nordrhein-Westfalen-Plan bis 2037 rund 34,5 Millionen Euro. Etwa die Hälfte der Mittel soll in Schulen, Kitas und Ganztagsangebote fließen. Die übrigen Gelder sind unter anderem für Klimaschutz, Verkehr, Digitalisierung, Sport und öffentliche Sicherheit vorgesehen.

Stockhoff dankt dem Land
„Die Landesregierung hat die Verteilung der Bundesmittel sehr schnell gesetzlich geregelt und uns Städten dabei Luft verschafft, in den nächsten Jahren unbürokratisch und kräftig in unsere Infrastruktur zu investieren. Der Rundgang durch die Haldenwangschule hat uns heute gezeigt, dass es richtig und wichtig ist, dabei einen besonderen Schwerpunkt auf den Bereich Bildung zu legen. Dass wir Gastgeber für die Neujahrsansprache des Ministerpräsidenten sein durften, zeigt, dass Land und Städte hier an einem Strang ziehen“, so Bürgermeister Stockhoff.
Zahlen und Fakten zur Haldenwangschule Dorsten
Die Haldenwangschule Dorsten in Hervest ist eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung. Rund 120 Kinder und Jugendliche werden dort von der Einschulung bis zur Berufsorientierung individuell gefördert. Die Stadt Dorsten kooperiert an diesem Standort mit der Stadt Haltern am See.
Aus dem Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur erhält Dorsten bis 2037 rund 34,5 Millionen Euro. Etwa die Hälfte der Mittel soll in Bildung fließen. Die übrigen Gelder sind unter anderem für Klimaschutz, Verkehr, Digitalisierung, Sport und öffentliche Sicherheit vorgesehen.
Die Neujahrsansprache von Ministerpräsident Hendrik Wüst wird am 1. Januar 2026 um 19.55 Uhr im WDR-Fernsehen ausgestrahlt und ist bereits im Laufe des Tages in der Mediathek abrufbar.




























