Passanten lobten in einer Befragung vor allem das Einzelhandelsangebot und die Attraktivität der Dorstener Altstadt.
Kernaussagen einer nicht repräsentativen Umfrage des Kölner Institus für Handelsforschung
Doch die City zieht kaum junge Leute an, zeigen die Ergebnisse der Studie eines Marktforschungsunternehmens. 37 Prozent der Befragten bewerteten die Attraktivität der Dorstener Altstadt als „befriedigend“, 46 Prozent als „gut“ und sieben Prozent gaben ihr sogar die Note „sehr gut“.
Das ist wohl die Kernaussage einer nicht repräsentativen Umfrage des Kölner Institus für Handelsforschung (IFH), in die die Antworten von 220 im September 2020 befragten Passanten eingeflossen sind. Die Studie ist Bestandteil des Projekts „Vitale Innenstädte 2020“, an dem bundesweit 207 Städte und Gemeinden teilgenommen haben.
Ort zum Wohlfühlen und Leute treffen
Die besten Zustimmungswerte erhält die Innenstadt demnach mit den Noten „gut“ bis „sehr gut“ in den Kategorien Sitz- und Verweilmöglichkeiten sowie Sicherheit. 86 Prozent der befragten Passanten, von denen drei Viertel in Dorsten leben, nehmen die City als „Ort zum Wohlfühlen und Leute treffen“ wahr. Im Vergleich zu anderen Städten mit 50.000 bis 100.000 Einwohnern schneidet die Altstadt aber in den Bereichen Freizeit- und Kulturangebot sowie Sehenswürdigkeiten und Erlebniswert deutlich schlechter ab.
Gutes Einzelhandelsangebot
Die Innenstadt wird in erster Linie zum Einkaufen (73 Prozent) besucht. So bewerteten die Befragten das Einzelhandelsangebot als „gut“. Die Angebote an Lebensmitteln, Drogeriewaren, Apotheken, Büchern und Schuhen/Lederwaren erhielten sogar die Noten „gut“ bis „sehr gut“. 21 Prozent der Befragten gaben an, die Altstadt wegen des gastronomischen Angebots aufzusuchen.
Kaum junge Leute in der City
Die Studie zeigt aber auch, dass die Dorstener City weitgehend von jungen Leuten gemieden wird. So lag das Durchschnittsalter der befragten Innenstadtbesucher mit 55 Jahren über dem Bundesdurchschnitt von 45 Jahren. „Die Altersgruppe bis zu 40 Jahren ist deutlich unterrepräsentiert“, so die Auswertung.
Die Befragten gaben an, die Altstadt nicht lange (46 Prozent für ein bis zwei Stunden, 35 Prozent unter einer Stunde), dafür aber häufiger zu besuchen. 42 Prozent fahren mit dem Auto oder dem Motorrad in die City, 27 Prozent gehen zu Fuß, 22 Prozent nutzen für den Weg das Fahrrad und neun Prozent öffentliche Verkehrsmittel. Die innerstädtischen Parkmöglichkeiten erhalten die Note „befriedigend“.
Auswärtige Besucher scheinen mit der Altstadt übrigens zufriedener als die Dorstener selbst zu sein. In vielen Kategorien benoten sie die Innenstadt besser als die einheimischen Befragten. 62 Prozent aller Teilnehmer sehen die City aber als „zukunftsorientiert aufgestellt“.




























