Wenn der Strom weg ist, zählt jede Minute. Auch bei einem längeren Stromausfall können Bürgerinnen und Bürger im Kreis Recklinghausen Hilfe rufen. Dafür gibt es sogenannte Notfall-Infopunkte bei Stromausfall. Kreis, Städte, Polizei und Hilfsorganisationen haben dafür vorgesorgt. Gleichzeitig kommt es auf die eigene Vorbereitung an.
Was wäre, wenn hier tagelang der Strom ausfällt? Die aktuellen Ausfälle in Berlin zeigen, wie schnell gewohnte Strukturen zusammenbrechen können. Im Kreis Recklinghausen ist für diesen Fall vorgesorgt. Seit 2019 gibt es ein kreisweites System von Notfall-Infopunkten bei Stromausfall, an denen Notrufe auch ohne Telefon und Internet abgesetzt werden können.

„Manchmal ist die Frage lebenswichtig, wie man Hilfe rufen kann, wenn der Strom über einen längeren Zeitraum ausfällt oder die Telefonnetze ausgefallen sind. Im Kreis Recklinghausen werden in solchen Fällen die Notfall-Infopunkte besetzt“, sagt Landrat Bodo Klimpel. „Im Januar 2019 haben der Kreis, die zehn kreisangehörigen Städte und die Polizei den Startschuss dafür gegeben.“
Über 80 Anlaufstellen für Notrufe im Kreisgebiet
Die Feuerwehren haben kreisweit mehr als 80 Standorte festgelegt. Dort können Bürgerinnen und Bürger im Ernstfall Notrufe absetzen. Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, DRK, THW und DLRG nehmen die Informationen auf und leiten sie per Funk an die Leitstelle weiter. Von dort werden die Rettungskräfte wie gewohnt alarmiert.
Ob und wann die Notfall-Infopunkte bei Stromausfall besetzt sind, wird unter anderem über die Warn-App NINA bekanntgegeben. Die Alarmierung erfolgt durch die Kreisleitstelle, anschließend rücken die Einsatzkräfte aus und richten die Infopunkte ein.
Rote Schilder zeigen den Weg
Erkennbar sind die Notfall-Infopunkte an großen roten Schildern mit der weißen Aufschrift „Notfall-Infopunkt“. Sie dienen im Ernstfall als zentrale Anlaufstelle, wenn Telefonnetze oder andere Kommunikationswege nicht mehr funktionieren.
Online-Infos und Tipps zur Vorsorge
Eine Übersicht aller Standorte sowie hilfreiche Hinweise zur Vorbereitung auf einen Stromausfall gibt es auf der Internetseite des Kreis Recklinghausen. Dort finden sich auch Tipps, wie sich Haushalte vorbereiten können oder wie eine Überlastung des Stromnetzes nach dem Ausfall vermieden wird.
Wichtig ist zudem die persönliche Vorsorge. Wer regelmäßig Medikamente einnehmen muss, sollte rechtzeitig für ausreichend Nachschub sorgen. Auch Trinkwasser und haltbare Lebensmittel sollten in angemessenen Mengen vorhanden sein.
Weitere Hinweise zur Vorsorge stellt auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bereit. Zusätzlich hat das Land Nordrhein-Westfalen vor wenigen Wochen einen Selbstschutzguide veröffentlicht, der ebenfalls online abrufbar ist.




























