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Gefahr für Tiere: Beliebtes Gewässer in Haltern von Blaualgen bedroht

Viele Ausflügler aus Dorsten kennen den Halterner Stausee und die Stever als idyllische Ziele für Spaziergänge, Radtouren oder einen Ausflug mit dem Hund. Doch aktuell warnt die Stadt Haltern am See gemeinsam mit der Gelsenwasser AG: In Teilen des Gewässers wurden bei Untersuchungen große Mengen sogenannter Blaualgen festgestellt, die giftige Stoffe bilden können.

Betroffen ist insbesondere der Abschnitt der Stever, der den Halterner Stausee mit der Talsperre Hullern verbindet. Hier sollen Hunde und andere Tiere derzeit weder baden noch daraus trinken. An mehreren Stellen entlang des Ufers werden Warnschilder angebracht, um Spaziergänger auf die Gefahr aufmerksam zu machen.

Blaualgen: Erbrechen, Durchfall, Vergiftung drohen

Blaualgen – eigentlich Cyanobakterien – können bei Tieren Erbrechen, Durchfall oder sogar schwere Vergiftungen auslösen. Auch für Menschen ist direkter Kontakt mit dem Wasser gesundheitlich riskant.

Nach Angaben von Gelsenwasser liegt der Sauerstoffgehalt im Wasser derzeit zwar hoch genug, um Fische nicht zu gefährden. Um das ökologische Gleichgewicht zu stabilisieren, wird seit dem 13. August zusätzlich Wasser aus dem Dortmund-Ems-Kanal in die Stever geleitet.

Die Stadt Haltern appelliert an alle Besucher, die Warnungen ernst zu nehmen. Das gilt auch für Hundebesitzer aus Dorsten, die die Stever gerne für ihre Gassirunden nutzen.

Gartenabfälle im Wald – Bitte nicht!

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Wald und Holz NRW warnt eindringlich davor, Gartenabfälle im Wald zu entsorgen. Rasenschnitt, Laub oder Blumenerde stören das ökologische Gleichgewicht, fördern die Ausbreitung fremder Pflanzenarten und gefährden sogar ganze Bäume.

Zudem ist die Entsorgung im Wald verboten und kann hohe Bußgelder nach sich ziehen.

Warum Grünabfall dem Wald schadet

Viele Gartenbesitzer unterschätzen die Wirkung von Grünabfällen. „Mit dem Grünabfall werden Zierpflanzen wie Indisches Springkraut, Kirschlorbeer oder Bambus in den Wald getragen. Dort können sie sich ausbreiten und verdrängen heimische Arten. Das verändert den Nährstoffhaushalt, die Bodenchemie und damit den gesamten Waldlebensraum“, erklärt Waldnaturschutzexperte Klaus Striepen von Wald und Holz NRW.

Gartenabfälle nicht im Wald entsorgen.
Ein großer Haufen Gartenabfälle gehört natürlich nicht in den Wald. ©Wald & Holz/Michael Blaschke

Auch der Waldboden leidet. Er lebt von Mikroorganismen, Wurzeln und unzähligen Bodentieren, die für einen ständigen Austausch von Luft sorgen. Werden sie mit Abfällen überschüttet, erstickt dieser Prozess. Die Folge: Organismen sterben, Wurzeln verfaulen und ganze Bäume können geschädigt werden.

Gartenabfälle im Wald
Bambus gehört nicht in diesen heimischen Waldlebensraum. ©Wald & Holz-Charlotte Geick

Klare Regeln und hohe Strafen

Das Abladen von Abfällen im Wald ist gesetzlich verboten. In Nordrhein-Westfalen können bei dieser Ordnungswidrigkeit Bußgelder von bis zu 25.000 Euro verhängt werden. Waldbesitzerinnen, Försterinnen und Förster werden durch die illegale Entsorgung zusätzlich belastet, da Pflege- und Schutzmaßnahmen erschwert werden.

Richtige Entsorgung von Gartenabfällen

Grünschnitt lässt sich sinnvoll im eigenen Garten nutzen. Rasenschnitt eignet sich als Mulchschicht für Beete, andere Abfälle können kompostiert werden. Kleinere Mengen gehören in die Biotonne, größere Mengen zu den Sammelstellen der kommunalen Abfallentsorgung. So bleibt der Wald sauber und gesund.

Zweites Todesopfer nach schwerem Unfall in Haltern

Nach dem schweren Verkehrsunfall am Sonntag in Haltern ist nun auch eine weitere Person aus Dorsten ihren Verletzungen erlegen. Die 78-jährige Mitfahrerin verstarb am Dienstag im Krankenhaus.

Auf dem Bossendorfer Damm in Haltern hat es am Sonntag (11. August) einen schweren Verkehrsunfall gegeben. Ein 80-jähriger Mann aus Dorsten starb noch an der Unfallstelle.

Wie die Polizei heute mitteilte, erlag nun auch eine weitere Person aus Dorsten ihren schweren Verletzungen. Die 78-jährige Mitfahrerin verstarb gestern im Krankenhaus.

Nach bisherigen Erkenntnissen war das Auto einer Frau aus Bochum aus ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn geraten und frontal mit dem Wagen der Dorstener zusammengestoßen. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.

Diese Woche im Kino Dorsten: Das Kanu des Manitu

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In einer Kooperation mit dem Central-Kino Dorsten stellen wir jede Woche die neuen Filme im Kinoprogramm vor. Dieses Mal dabei: „Das Kanu des Manitu“ und „Was ist Liebe wert – Materialists.

Diese Woche gibt es im Kino Dorsten die Komödie „Das Kanu des Manitu“ und den romantischen Film „Was ist Liebe wert – Materialists“.


„Das Kanu des Manitu“

Foto: Constantin

Abahachi, der Häuptling der Apachen (Michael Bully Herbig), und sein weißer Blutsbruder Ranger (Christian Tramitz) kämpfen unermüdlich für Frieden und Gerechtigkeit – doch eine neue, aufstrebende Bande macht ihnen das Leben besonders schwer! Sie locken Abahachi und Ranger in eine Falle, um an das sagenumwobene „Kanu des Manitu“ zu gelangen. Erst in letzter Sekunde können sie von ihrem treuen Weggefährten, dem liebenswerten Griechen Dimitri (Rick Kavanian), und seiner neuen Fachkraft Mary (Jasmin Schwiers) gerettet werden. Doch wie sich herausstellt, war das alles Teil eines großen Plans und auch erst der Anfang. Mit vereinten Kräften (und allerlei Meinungsverschiedenheiten und Missverständnissen) stürzen sich die Helden in ihr größtes Abenteuer – und finden überraschende Antworten auf die allerwichtigsten Fragen des Lebens!

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Die Hauptrollen spielen Michael Bully Herbig, Rick Kavanian, Christian Tramitz, u.a. Regie führte Michael Bully Herbig.

„Das Kanu des Manitu“ läuft im Kino Dorsten täglich um 15.30 Uhr, 17.45 Uhr und 20 Uhr; Freitag und samstag zusätzlich um 22.30 Uhr; Sonntag auch um 13.15 Uhr. FSK:6.


„Was ist Liebe wert – Materialists“

Foto: Sony

Mit der Liebe kennt sich Lucy (Dakota Johnson) aus – also jedenfalls rein beruflich, denn die New Yorkerin arbeitet für eine renommierte Partnervermittlung. Sie ist absoluter Profi, und dieser Ruf eilt ihr auch voraus. Wer auf der Suche nach der großen Liebe ist, lässt sich von Lucy passende Dates arrangieren – vorausgesetzt, die eigene Brieftasche ist ausreichend gefüllt. Lucys Expertise und Gespür für perfekte Matches sind bei den Reichen und Einflussreichen äußerst gefragt. Doch ihr Leben gerät ins Wanken, als sie in ein Liebesdreieck verwickelt wird. Plötzlich ist sie hin- und hergerissen zwischen einem nahezu perfekten, wohlhabenden Mann (Pedro Pascal) und ihrem alles andere als perfekten Ex-Freund (Chris Evans).

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Die Hauptrollen spielen Dakota Johnson, Chris Evans, Pedro Pascal u.a.. Regie führte Celine Song.

„Freakier Friday“ läuft im Kino Dorsten im Rahmen der Ladies Night am Mittwoch, 20.08.2025 um 20.15 Uh. FSK: 0.


Wahlplakate überall – wo dürfen die eigentlich hängen?

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Kommunalwahl 2025: Plakate im Dorstener Stadtgebiet prägen das Stadtbild

Die Kommunalwahl 2025 hat in Dorsten sichtbar an Fahrt aufgenommen. An nahezu jeder Straßenecke blicken die Bürgermeisterkandidaten der einzelnen Parteien von Laternenmasten, Straßenschildern und Bannern auf die Passanten. Farben, Slogans und Porträts bestimmen das Straßenbild – doch hinter dem bunten Wahlkampf steckt ein klar geregelter Rahmen.

Wo Plakate hängen dürfen

Die Stadt Dorsten schreibt vor, dass Wahlplakate nur mit Genehmigung angebracht werden dürfen. Erlaubt sind ausschließlich Lichtmasten und Masten von Straßennamensschildern – Bäume, Verkehrsschilder oder Schutzeinrichtungen sind tabu. Pro Laternenmast sind maximal zwei Plakate in der Größe DIN A0 übereinander erlaubt, an Straßenschildern nur ein Doppelplakat.

Sicherheit geht vor

Damit Verkehr und Sicht nicht behindert werden, gelten klare Abstände: Fünf Meter vor Kreuzungen, Einmündungen, Bahnübergängen und Kurven bleibt plakatfreie Zone. Auf Radwegen sind Wahlwerbeträger generell verboten. Fußgänger sollen mindestens 1,50 Meter Gehwegbreite zur Verfügung haben.

Sauberkeit und Fairness

Nach Ende der Wahlwerbung müssen nicht nur die Plakate, sondern auch das Befestigungsmaterial vollständig entfernt werden. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit einer kostenpflichtigen Entfernung durch die Stadt rechnen. Außerdem gilt: Plakate anderer Parteien oder Gruppen dürfen nicht verdreht oder verschoben werden.

Sperrzone vor Schulen und Wahllokalen

Wahlwerbung ist im Umkreis von 50 Metern um allgemeinbildende Schulen und Wahllokale verboten – gemessen ab der Grundstücksgrenze.

Mit diesen Vorgaben will die Stadt Dorsten sicherstellen, dass der Wahlkampf zwar sichtbar, aber zugleich geordnet und sicher abläuft.

Wichtig zu wissen: Wahlplakate müssen spätestens zehn Tage danach wieder verschwinden. Wer sie auch nach 14 Tagen noch hängen lässt, muss mit einer kostenpflichtigen Entfernung durch die Stadt rechnen.

Diese Regelungen gelten für das Anbringen von Plakaten und Bannern im Zusammenhang mit Wahlen – darunter Europa-, Bundestags-, Landtags- und Kommunalwahlen (Bürgermeister-, Landrats-, Kreistags-, Stadtrats-, Integrationsrats-, Integrationsausschuss- und RVR-Wahlen) – sowie für Volks- und Bürgerbegehren, Volks-, Bürger- und Ratsbürgerentscheide. Sie betreffen alle öffentlichen Straßen- und Wegeflächen sowie öffentlichen Plätze und Grünflächen im Stadtgebiet Dorsten.

Neue Kinderklinik in Marl eröffnet – Entlastung für Dorsten und die Region

Seit dem 1. August 2025 hat Marl eine eigene Kinderklinik. Auch für Dorstener Familien bedeutet das eine deutlich bessere kindermedizinische Versorgung in der Nähe.

Nach einer rund sechsmonatigen Vorbereitungsphase nahm die neue Fachabteilung der Knappschaft Kliniken Paracelsus Marl offiziell den Betrieb auf. Am Montag wurde die Einrichtung mit einem Festakt eröffnet. Unter den Gästen waren Marls Bürgermeister Werner Arndt und Andreas Schlüter, Erster Hauptgeschäftsführer der Knappschaft Kliniken GmbH.

„Während andere Kliniken aus wirtschaftlichen Gründen die Kindermedizin aufgeben, sehen wir es als unsere Pflicht, diesen Bereich zu stärken. Wir wollen nicht nur Kindern aus der Region helfen, sondern künftig auch Kindern aus dem Ausland, die keinen Zugang zu hochwertiger Medizin haben“, erklärte Schlüter.

Ein Leuchtturmprojekt für die Region

Bürgermeister Arndt betonte die Bedeutung der neuen Einrichtung für den gesamten Kreis Recklinghausen. Familien müssten nun nicht mehr nach Datteln, Gelsenkirchen oder Coesfeld fahren, um ihre Kinder behandeln zu lassen. Ab sofort können sie vor Ort sowohl ambulante als auch stationäre Versorgung erhalten.

Das medizinische Spektrum reicht von der Akut- und Grundversorgung bis hin zu geplanten Eingriffen. Behandelt werden Kinder und Jugendliche vom Säuglingsalter bis zum vollendeten 18. Lebensjahr. In der neuen Kinder-Notaufnahme werden unter anderem Atemwegs- und Bauchinfektionen, Fieberkrämpfe oder Verletzungen versorgt.

Kindgerechte Räume und moderne Ausstattung

Die Station ist familienfreundlich gestaltet. Eltern können ihre Kinder während des gesamten Aufenthalts begleiten und auch in der Klinik übernachten. Die zehn Patientenzimmer sind farbenfroh mit Tiermotiven dekoriert. Jedes Zimmer steht unter einem eigenen Motto wie Dschungel, Arktis oder Dinosaurier. Außerdem gibt es einen neu gestalteten Spielplatz und eine sichere Umzäunung am Kliniksee.

Seit Jahresbeginn wurden 15 Kilometer Datenkabel verlegt, 34 Kinderbetten angeschafft, Überwachungsmonitore installiert und Untersuchungsräume modernisiert. Schon vor der offiziellen Eröffnung zeigte sich der Bedarf. Am ersten Wochenende wurden 24 Kinder in der Notaufnahme behandelt, inzwischen sind es über 200 Fälle, darunter 15 stationäre Aufnahmen.

Blick in die Zukunft

Ab Oktober übernimmt Dr. med. Andreas Wemhöner die Leitung als Chefarzt. Geplant sind Angebote in den Bereichen Kinderkardiologie, Diabetologie, Sportmedizin und Neonatologie. Auch eine Erweiterung der Bettenkapazitäten sowie ein Neubau sind vorgesehen.

Für Dorstener Familien bedeutet die Eröffnung kürzere Wege, schnelle Hilfe im Notfall und eine wohnortnahe medizinische Betreuung.

Fußball-Sommercamp in Wulfen gestartet

Am Montag ist auf der Anlage des 1. SC BW Wulfen das beliebte Fußball-Sommercamp gestartet. 46 fußballbegeisterte Kinder im Alter von fünf bis dreizehn Jahren nehmen teil, vom jüngsten Jahrgang 2020 bis zum ältesten Jahrgang 2012.

Das Camp findet bereits zum fünften Mal statt und läuft noch bis Donnerstag.

46 Kinder trainieren mit Profis

Geleitet wird das Fußball-Sommercamp von Maurizio Mastroieni von der Grenzland-Fußballschule. Unterstützt wird er von einem erfahrenen Team, zu dem auch Spieler aus der Regional- und Landesliga gehören. Die Nachwuchskicker bekommen an den vier intensiven Trainingstagen nicht nur professionelle Tipps und Tricks für ihre weitere Laufbahn, sondern auch jede Menge Motivation und Spaß am Spiel vermittelt.

Foto: Ralf Meier

Auch für die Verpflegung steht ein eingespieltes Team bereit. Jörg Grosche und Jörg Kirstein vom SC BW Wulfen kümmern sich darum, dass niemand hungrig oder durstig bleibt. Bei den sommerlichen Temperaturen sind vor allem die großen Getränkespender in den Trainingspausen heiß begehrt. Auch für den nötigen Energienachschub ist gesorgt.

Foto: Ralf Meier

Die Teilnahmegebühr von 139 Euro umfasst neben der Verpflegung auch ein Camp-Trikot, eine Trinkflasche, eine Urkunde sowie die Teilnahme an einer Schusskraftmessung. Damit steht den jungen Talenten eine rundum professionelle und abwechslungsreiche Fußballwoche bevor, die sportlich wie organisatorisch keine Wünsche offenlässt.

Neue Website der VHS Dorsten pünktlich zum Semesterstart

Pünktlich zum Beginn des neuen Semesters am 22. August präsentiert sich die Website der Volkshochschule Dorsten in völlig neuer Gestaltung. Unter der Adresse www.vhs-dorsten.de können Interessierte bereits jetzt einen Eindruck vom modernen und nutzerfreundlichen Auftritt gewinnen. Ab Semesterbeginn wird dort das vollständige Programm für die kommenden Monate übersichtlich abrufbar sein.

Saskia Mendler, Sam Rudolf und Projektleiterin Dr. Sonja Kalinowski zeigen sich zufrieden mit dem erfolgreichen Relaunch. „Unsere neue Website ist klar strukturiert, zeitgemäß und vor allem nutzerfreundlich gestaltet. Das ist ein echter Gewinn für alle, die sich für unser Bildungsangebot interessieren“, betont VHS-Leiter Carsten Feldhoff.

Noch sind einige Details in Arbeit, wie Dr. Kalinowski erklärt. „Einige Ergänzungen folgen noch, doch zur Veröffentlichung des Programmhefts wird fast alles fertig sein.“ Derzeit finden Besucherinnen und Besucher auf der Website eine Auswahl an Kursen aus dem vergangenen Frühjahrssemester. Da das Herbstsemester offiziell am 22. August startet, ist auch die Anmeldung zu den neuen Kursen erst ab diesem Datum möglich.

Mit dem neuen Internetauftritt will die VHS Dorsten den Zugang zu ihren Bildungsangeboten noch einfacher und attraktiver gestalten.

Dorsten erarbeitet Leitlinie für mehr Bürgerbeteiligung

In Dorsten arbeiten seit Beginn des Jahres rund 30 Menschen aus Bürgerschaft, Politik und Verwaltung gemeinsam an einem Ziel: der Entwicklung einer Leitlinie für die Bürgerkommune Dorsten. Dieses Dokument soll künftig verbindlich regeln, wie Bürgerinnen und Bürger in städtische Entscheidungen einbezogen werden. Es soll allen Beteiligten Orientierung geben und für mehr Transparenz sorgen.

Den Anstoß gab ein Ratsbeschluss aus dem Jahr 2019. Bürgermeister Tobias Stockhoff betont, dass der Prozess kein Selbstzweck sei. „Wir wollen Bürgerbeteiligung nicht dem Zufall überlassen. Die Leitlinie schafft Verlässlichkeit, Klarheit und ein gemeinsames Verständnis darüber, wie wir das Engagement unserer Bürgerinnen und Bürger am besten einbinden“, sagt er.

Dorsten geht bei Bürgerbeteiligung einen eigenen Weg

Dorsten geht dabei einen besonderen Weg. Während viele Städte zunächst eine Leitlinie schreiben und diese dann vorstellen, sammelte Dorsten bereits im Vorfeld praktische Erfahrungen. So gab es schon Stadtteilkonferenzen, Spielplatzplanungen und Ehrenamtsprojekte mit Bürgerbeteiligung. Nun sollen diese Erfahrungen gebündelt und dauerhaft verankert werden.

Die Arbeitsgruppe besteht aus jeweils zehn Vertreterinnen und Vertretern aus Bürgerschaft, Politik und Verwaltung. Sie wurden in einem transparenten Verfahren ausgewählt, das auf Vielfalt und Fachkenntnis achtet.

Der Moderator Joachim Thiehoff lobt die Zusammenarbeit. „Die Gruppe arbeitet sehr konstruktiv zusammen. Alle sind bereit, sich für diese Leitlinie einzusetzen.“ Auch Barbara Simon aus der Politik hebt die wertschätzende Atmosphäre hervor.

Bürgerinnen und Bürger bringen eigene Perspektiven ein. So möchte die Ehrenamtspreisträgerin Alina Haarnagell dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche stärker berücksichtigt werden. Frank Hesse aus der Altstadtkonferenz berichtet von einer positiven Entwicklung innerhalb der Gruppe. „Am Anfang war es für viele ungewohnt. Inzwischen ist ein richtiges Team entstanden.“

Von der Theorie in den Alltag

Rieke Kolocek aus der Stadtverwaltung betont, dass das Ergebnis alltagstauglich sein muss. Geplant sind unter anderem eine stets aktuelle Vorhabenliste, eine übersichtliche Projektkarte, klar definierte Beteiligungsformate und verbindliche Verfahren, mit denen Bürger Beteiligung anregen können.

Bürgermeister Stockhoff weist zugleich darauf hin, dass Beteiligung nicht in allen Fällen uneingeschränkt möglich ist. Rechtliche, finanzielle und organisatorische Grenzen müssten beachtet werden. Transparenz sei daher besonders wichtig, ebenso wie die klare Unterscheidung zwischen echter Beteiligung und bloßer Information.

Der Prozess pausiert derzeit, um eine Einflussnahme durch den Kommunalwahlkampf zu vermeiden. Im Herbst soll die Arbeit fortgesetzt werden. Die Verabschiedung der Leitlinie durch den Stadtrat ist für Anfang 2026 geplant.

Aktuelle Tempokontrollen in Dorsten bis 17. August

Mit mobilen Tempokontrollen geht die Stadt Dorsten weiterhin konsequent gegen Raser im Stadtgebiet vor. Um für mehr Transparenz zu sorgen, werden die Messstellen im Vorfeld bekanntgegeben.

Die Radarwagen der Stadt Dorsten werden in der Woche vom 11. bis 17. August 2025 die folgenden Straßen besonders im Blick haben:

  • Pliesterbecker Straße
  • Markeneck
  • Hauptstraße

Dazu führt der Kreis Recklinghausen Messungen durch an folgenden Straßen:

  • Lippramsdorfer Straße

Darüber hinaus müssen Verkehrsteilnehmer natürlich im gesamten Stadtgebiet mit weiteren Geschwindigkeitsmessungen rechnen.

Dorsten wählt 2025 – Die sechs Bürgermeisterkandidaten im Überblick

Die Kommunalwahlen in Dorsten stehen im September an. Wir haben alle Bürgermeisterkandidaten gleichzeitig angeschrieben und ihnen einen umfangreichen Fragenkatalog mit 31 Punkten geschickt.

Als Einreichfrist für ihre Antworten haben wir den 13. August gesetzt. Die Themen reichen von kommunalen Finanzen, Stadtentwicklung, Umwelt und sozialer Teilhabe bis hin zu aktuellen Herausforderungen und offenen Baustellen in der Stadt. Wer bis zu diesem Datum keine Antworten einreicht, nimmt nicht am Kandidaten-Fakten-Check teil.

Den Auftakt der Serie bildet die Vorstellung jedes einzelnen Kandidaten mit einem Blick auf die persönliche Vita. Ab dem 14. August erscheinen auch diese Porträts nacheinander. Anschließend folgen die Antworten aller sechs Bewerber auf die 31 Fragen, täglich zu einem neuen Themenbereich. Ziel ist es, den Wählerinnen und Wählern ein klares Bild von Haltung und Plänen der Kandidaten zu geben.

Themen im Fokus

Im Mittelpunkt stehen kommunale Finanzen, Stadtentwicklung, Umwelt, soziale Teilhabe und aktuelle Herausforderungen in Dorsten. Auch offene Baustellen in der Stadt sowie Fragen zu demokratischer Verantwortung werden thematisiert.

Darüber hinaus gibt es persönliche Fragen zu den Lebensläufen der Kandidaten. Sie reichen vom beruflichen und privaten Hintergrund bis hin zu der Frage, was jeder von ihnen am Ende der Amtszeit erreicht haben möchte. Auch zugespitzte Szenarien gehören dazu, wie etwa: „Wären Sie lieber ein beliebtes Stadtoberhaupt mit wenig Wirkung oder ein konsequenter Entscheider mit klarer Haltung?“

Die Bürgermeisterkandidaten 2025

  • Für die CDU tritt Tobias Stockhoff an.
  • Die SPD wird von Julian Henning Fragemann vertreten.
  • Bündnis 90/Die Grünen schicken Claas Römer ins Rennen.
  • Für die AfD kandidiert Jürgen Chmielecki.
  • Die PARTEI setzt auf Boris Benkhoff.
  • Die Linke schickt Maurice Fröhlich ins Feld.

Ziel der Serie

Mit dieser Serie wollen wir die Haltung und Pläne der Bewerber für die Wählerinnen und Wähler transparent machen. Den Auftakt bildet der Kandidaten-Fakten-Check Dorsten 2025, der am 14. August startet.

Dorsten diskutiert: Strategien gegen Rechtspopulismus

Am vergangenen Samstagvormittag füllte sich der Treffpunkt Altstadt in Dorsten mit Stimmen, die sonst selten im gleichen Raum zu hören sind. Das Bündnis Dorsten gegen Rechts hatte zum Workshop mit dem Politikwissenschaftler Dr. Hiddemann geladen. Thema: „Mit Rechtspopulisten streiten – Strategien gegen Demokratiefeindlichkeit“.

Die Atmosphäre war konzentriert, aber offen. In der Vorstellungsrunde teilten die Teilnehmenden persönliche Erfahrungen – von hitzigen Debatten am Gartenzaun bis zu frostigen Begegnungen im Familienkreis. Es wurde schnell deutlich: Die Bruchlinien ziehen sich nicht nur durch Politik und Medien, sondern mitten durch Freundeskreise, Nachbarschaften und sogar Familien.

Der Referent

Pfarrer Dr. Frank Hiddemann gilt als Kenner der politischen Gesprächskultur – und als jemand, der weder Schärfe noch Humor scheut, wenn es darum geht, demokratische Werte zu verteidigen. Der Politikwissenschaftler hat in den letzten Jahren zahlreiche Formate entwickelt, die Menschen befähigen, rechtspopulistische Argumentationsmuster zu erkennen und ihnen wirksam zu begegnen. Seine Stärke liegt in der Verbindung von wissenschaftlicher Präzision und praktischer Alltagstauglichkeit: Er erklärt, wie populistische Rhetorik funktioniert, und zeigt zugleich, wie man mit klarer, ruhiger Sprache den Dialog zurückerobern kann. In Dorsten gelang es ihm, Theorie und Praxis so zu verknüpfen, dass selbst komplexe Analysen greifbar wurden – und manchmal ein Lächeln im Raum aufblitzte.

Workshop in Dorsten

Dr. Hiddemann eröffnete den Workshop in Dorsten mit einem Impulsvortrag, der zwischen Analyse und praxisnahen Hinweisen pendelte. Er zeichnete nach, wie Rechtspopulisten gezielt gesellschaftliche Spaltungen ausnutzen und welche rhetorischen Kniffe dabei besonders wirksam sind. Dazu gab es Literaturempfehlungen – vom Soziologen Antonio Gramsci bis zu aktuellen Studien über digitale Echokammern.

Im dritten Teil wurde es praktisch: In Kleingruppen entwarfen die Teilnehmenden Kommunikationskonzepte für ihr persönliches Umfeld oder für Veranstaltungen. Wie reagiert man, wenn am Stammtisch die Stimmung kippt? Was tun, wenn im Verein plötzlich rassistische Sprüche fallen? Die Ideen reichten von gezielten Nachfragen, um Parolen ins Leere laufen zu lassen, bis hin zu klaren, kurzen Gegenargumenten, die im Gedächtnis bleiben. Zum Abschluss wurden die Gruppenarbeiten in Dorsten vorgestellt.

Abschlussplädoyer:

„Demokratie lebt vom Streit – aber einem Streit, der Regeln kennt. Rechtspopulismus gedeiht dort, wo wir schweigen. Wer widerspricht, hält die Türen der offenen Gesellschaft auf. Das erfordert Mut, manchmal auch Geduld, und oft schlicht die Bereitschaft, das Gespräch nicht den Lautesten zu überlassen. Die kulturelle Hegemonie wird nicht in Talkshows zurückgewonnen, sondern im Alltag – am Gartenzaun, im Vereinsheim, auf der Familienfeier. Heute haben wir dafür Werkzeuge bekommen. Jetzt liegt es an uns, sie zu benutzen.“

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