Vor den Landtagswahlen präsentieren wir ein neues Format: Mit dem „Talk auf dem roten Sofa“ möchten wir Euch die Menschen hinter den Wahlplakaten vorstellen.
Jeden Samstag stellen wir beim „Talk auf dem roten Sofa“ eine neue Kandidatin oder einen neuen Kandidaten für den Dorstener Wahlkreis vor. Dieses Mal trafen wir Josef Hovenjürgen, Landtagskandidat der CDU.
Mit ihm sprachen wir über die Zukunft der Landwirtschaft, den Besuch von Friedrich Merz in Kiev, die Energiewende, Sicherheit in der Stadt und noch vieles mehr.
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Vor den Landtagswahlen präsentieren wir ein neues Format: Mit dem „Talk auf dem roten Sofa“ möchten wir Euch die Menschen hinter den Wahlplakaten vorstellen.
Jeden Samstag stellen wir beim „Talk auf dem roten Sofa“ eine neue Kandidatin oder einen neuen Kandidaten für den Dorstener Wahlkreis vor. Dieses Mal trafen wir Lutz Ludwig, Landtagskandidat der FDP.
Mit ihm sprachen wir über die Maskenpflicht an Schulen, Straßen und Radwege in Dorsten, die Energiewende, Sicherheit in der Stadt und noch vieles mehr.
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Vor den Landtagswahlen präsentieren wir ein neues Format: Mit dem „Talk auf dem roten Sofa“ möchten wir Euch die Menschen hinter den Wahlplakaten vorstellen.
Jeden Samstag stellen wir beim „Talk auf dem roten Sofa“ eine neue Kandidatin oder einen neuen Kandidaten für den Dorstener Wahlkreis vor. Dieses Mal trafen wir Maya Wischnewski, Landtagskandidatin der Grünen.
Mit ihr sprachen wir über die Digitalisierung an Schulen, Windräder in der Hohen Mark, den Nahverkehr, die Bundeswehr und noch vieles mehr.
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Vor den Landtagswahlen präsentieren wir ein neues Format: Mit dem „Talk auf dem roten Sofa“ möchten wir Euch die Menschen hinter den Wahlplakaten vorstellen.
Jeden Samstag stellen wir beim „Talk auf dem roten Sofa“ eine neue Kandidatin oder einen neuen Kandidaten für den Dorstener Wahlkreis vor. Den Anfang macht Sandy Meinhardt, Landtagskandidatin der SPD.
Mit ihr sprachen wir über die Probleme im Erziehungswesen, die Energiewende, die Ukraine und noch vieles mehr.
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Temperaturen von annähernd 40 Grad, eine Extremwetterwarnung und ein kurzfristig geändertes Programm: Der Bürgerschützenverein Wulfen hat sein Sommerfest am Samstag, 27. Juni, trotz der außergewöhnlichen Hitze gefeiert. Beim traditionellen Biervogelschießen fiel mit dem 289. Schuss die Entscheidung. Neuer Biervogelkönig ist Aron Badde. An seiner Seite regiert Königin Michelle Löbbing.
Aufgrund der angekündigten Hitzewelle hatte der Schützenverein das Programm kurzfristig angepasst. Der Beginn des Sommerfestes auf dem Platz an der Ecke Wittenbrink und Großer Ring wurde auf 17 Uhr verschoben.
Die Musiker hatten trotz Sitzplatz im Schatten mit der Hitze zu kämpfen. Foto: Alexander Fichtner
Das Antreten am Wappenbaum und der traditionelle kleine Umzug durch das Dorf zum Festplatz entfielen. Damit reagierte der Verein auf die Extremwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes und die erwarteten Temperaturen von rund 40 Grad.
Schattenplätze und Nebelduschen sorgen für Abkühlung
Auf dem Festplatz schufen die Verantwortlichen zusätzliche Schattenmöglichkeiten. Wassersprenger und eigens gebaute Nebelduschen sorgten für Abkühlung. Darüber hinaus gab der Verein kostenlos Mineralwasser aus.
Sonnenschutz war gegeben. Foto: Alexander Fichtner
Auch das vom Thron vorbereitete Programm für die jüngsten Besucherinnen und Besucher wurde an die Wetterbedingungen angepasst.
Beteiligung bleibt zunächst überschaubar beim Sommerfest
Zu Beginn des Sommerfestes war die Zahl der Gäste aufgrund der Hitze noch überschaubar. Thorsten Rathmann, stellvertretender Geschäftsführer des Schützenvereins Wulfen, zeigte dafür Verständnis.
„Wir gehen davon aus, dass im Laufe des Abends, wenn es kühler wird, noch weitere Wulfener zur Party kommen“, sagte Rathmann. Der Verein habe versucht, die Bedingungen so gut wie möglich an die hohen Temperaturen anzupassen.
Wasservernebler sorgten für angenehme Tempraturen. Foto: Alexander Fichtner
Mit den zusätzlichen Schattenplätzen und den Wasserverneblern lasse sich die Hitze auf dem Festplatz gut aushalten. Eine vollständige Absage sei aus Sicht des Vereins deshalb nicht notwendig gewesen.
Offenes Fest ohne Eintritt
Da das Gelände offen zugänglich war und kein Eintritt verlangt wurde, konnten die Besucher selbst entscheiden, ob und wie lange sie auf dem Festplatz bleiben wollten.
Biervogelschiessen. Foto: Alexander Fichtner
„Jeder kann selber entscheiden, ob er herkommt“, erklärte Rathmann. Wer die Temperaturen als zu belastend empfand, konnte das Gelände jederzeit wieder verlassen.
Der Verein habe bewusst darauf geachtet, dass die Gäste nicht auf engem Raum zusammenstehen mussten. Die zusätzlichen Schutzmaßnahmen schafften einen sicheren und angenehmen Aufenthalt.
Biervogelschießen als geselliger Höhepunkt
Trotz der Hitze begann am späten Nachmittag das traditionelle Biervogelschießen. Dabei steht vor allem der gesellige Charakter im Vordergrund. Eine vorherige Anmeldung war nicht erforderlich.
Jeder Teilnehmer kann einen Schuss abgeben und sich anschließend erneut in die Reihe stellen. Geschossen wird so lange, bis der hölzerne Vogel fällt.
Im Verlauf des Abends entwickelte sich das Schießen zum Höhepunkt des Sommerfestes. Nach zahlreichen Treffern und einem langen Wettbewerb fiel schließlich mit dem 289. Schuss die Entscheidung.
Aron Badde sichert sich die Königswürde
Den entscheidenden Treffer setzte Aron Badde. Mit dem 289. Schuss holte er den Biervogel von der Stange und sicherte sich damit die Königswürde.
Gemeinsam mit Michelle Löbbing bildet er das neue Biervogelkönigspaar des Bürgerschützenvereins Wulfen.
Biervogelkönigspaar beim Tanz. Foto: Schützenverein Wulfen
So wurde das Sommerfest trotz extremer Temperaturen und eines deutlich veränderten Ablaufs zu einem besonderen Tag. Der Schützenverein zeigte, dass sich Tradition, Gemeinschaft und ein verantwortungsvoller Umgang mit außergewöhnlichen Wetterbedingungen miteinander verbinden lassen.
Ein Motorradhelm im Wasser hat am Sonntagabend (28. Juni) einen größeren Einsatz von Feuerwehr und Polizei an der Schleuse in Dorsten ausgelöst. Eine Spaziergängerin hatte den Helm unterhalb der Schleuse im Wasser entdeckt und die Einsatzkräfte alarmiert.
Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass es zuvor einen Unfall gegeben hatte und sich möglicherweise eine Person im Wasser befindet, wurde gegen 19.20 Uhr ein umfangreicher Sucheinsatz gestartet. Im Einsatz waren unter anderem Kräfte der Hauptwache, der Freiwilligen Feuerwehr Hervest-Dorf, die Taucherstaffel, die Drohnenstaffel, die Führungsunterstützung aus Holsterhausen sowie das Feuerwehrboot.
Der Bereich rund um die Schleuse wurde daraufhin aus der Luft, vom Wasser aus und durch Taucher kontrolliert. Gegen 21.30 Uhr wurde der Einsatz beendet. Nach bisherigen Informationen wurde keine Person gefunden. Auch Hinweise auf einen konkreten Unfall ergaben sich zunächst nicht.
Der Einsatz zeigt jedoch, wie ernst solche Beobachtungen genommen werden müssen. Gerade im Bereich von Schleusen und Kanälen können unklare Gegenstände im Wasser schnell den Verdacht auf einen Notfall auslösen. Die Spaziergängerin hatte deshalb richtig gehandelt, indem sie den Fund meldete. Erst im Frühjahr war in der Nähe eine Leiche gefunden worden.
Mehrere tödliche Badeunfälle am Wochenende
Zur Einordnung: Bundesweit hatte es am heißen Wochenende erneut mehrere tödliche Badeunfälle gegeben. Laut dpa kamen seit Freitag mindestens fünf Menschen bei Badeunfällen ums Leben. Auch deshalb weisen Behörden immer wieder auf die Gefahren an Flüssen und Kanälen hin. Im Schleusenbereich ist das Baden verboten; auch 100 Meter oberhalb und unterhalb von Brücken sowie an Wehren und Hafenanlagen gelten besondere Verbote.
Gerade an der Schleuse ist Baden besonders gefährlich. Strömungen, Sogwirkungen, Schiffsverkehr und schwer einschätzbare Wasserverhältnisse können selbst geübte Schwimmer in Lebensgefahr bringen.
Nach 14 Jahren Stillstand sprudelt die Fontäne an der Wassertreppe des Gemeinschaftshauses Wulfen wieder. Unter dem Titel „Kulturgarten anne Wassertreppe“ wird die Wiederbelebung am 11. Juli mit Musik, Kunst, kulinarischen Angeboten und zahlreichen Aktionen für Familien gefeiert.
Bereits am Wochenende haben Mitglieder des Fördervereins Pro GHW ein großes Banner am Bauzaun der Freifläche Wulfen angebracht. Es soll Passanten auf das bevorstehende Fest aufmerksam machen und auf einen besonderen Moment für den Stadtteil einstimmen: Nach 14 Jahren wird die Fontäne der Wassertreppe wieder dauerhaft in Betrieb genommen.
Die offizielle Eröffnung erfolgt um 16 Uhr durch Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff.
Fontäne sprudelt künftig mit Sonnenstrom
Möglich wurde die Wiederbelebung durch zahlreiche Spenden aus der Bürgerschaft, den Einsatz des Zentralen Gebäudemanagements der Stadt Dorsten und den Strom der neuen Photovoltaikanlage auf dem Gemeinschaftshaus.
Damit erhält die Wassertreppe nicht nur ihre ursprüngliche Funktion zurück. Die Fontäne soll künftig auch nachhaltig mit Sonnenenergie betrieben werden.
Die Wassertreppe am Wulfener Markt. Foto: Christian Gruber
Klangwald und Wasserorchester zum Mitmachen
Auf der Wiese neben der Wassertreppe entsteht für das Fest ein Klangwald mit Wasserorchester. Dort können Kinder, Jugendliche und Erwachsene selbst Klänge erzeugen und mit Wasser, Bewegung und unterschiedlichen Instrumenten experimentieren.
Das Wasserorchester verbindet Musik und spielerisches Entdecken. Die Besucher werden dabei nicht nur zu Zuhörern, sondern können selbst Teil des Klanggeschehens werden.
Dixieland, Rock und Pop bis in den Abend
Auch musikalisch bietet der „Kulturgarten anne Wassertreppe“ ein abwechslungsreiches Programm. Die Marching Band „Hardy’s Jazzband“ aus Gelsenkirchen zieht mit fröhlichem Dixieland Sound über den Wulfener Markt und sorgt für eine lebendige Atmosphäre.
Anschließend spielen die Wulfener Musiker von „too much strings“ tanzbare Klassiker aus Rock und Pop. Ein DJ führt das Musikprogramm bis in die späteren Abendstunden fort.
Bauzaungalerie zeigt Motive aus Wulfen
Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung dabei ist die künstlerische Gestaltung des Bauzauns an der Freifläche Wulfen. Für die sogenannte Bauzaungalerie hat dazu eine Jury großformatige Motive des Fototreffs Wulfen ausgewählt.Die Aufnahmen werden auf großformatige Folien gedruckt und an den Bauzaunelementen befestigt.
Der Banner hängt. Foto: Alexander Fichtner
Auch der Kindergarten Wulfener Markt beteiligt sich an der Gestaltung. Bunt bemalte Tafeln der Kinder sollen weitere Bauzaunelemente schmücken. Ergänzt wird die Galerie durch Informationen zur Entwicklung der Freifläche Wulfen.
Ein buntes Band für Barkenberg
Gemeinsam wollen die Besucher außerdem das „Bunte Barkenberger Band“ gestalten. Aus farbigen Stoffresten entsteht eine lange Wimpelkette, die sich über das Veranstaltungsgelände spannen soll.
Die Aktion steht für Gemeinschaft, Vielfalt und die Verbundenheit der Menschen im Stadtteil. Jeder kann sich beteiligen und ein Stück Stoff in das gemeinsame Band einarbeiten.
Internationale Speisen und Angebote im Biergarten
Auf der Café Terrasse und im Biergarten erwartet die Gäste ein vielfältiges kulinarisches Angebot. Der SuS Grün Weiß Barkenberg bietet Pommes, Speisen vom Grill und kalte Getränke an. Beim Kaffeetreff von Pro GHW gibt es Kaffee und Kuchen.
Darüber hinaus werden Zuckerwatte und Slush Eis angeboten. Die mÄnner Gruppe serviert Wein und Cocktails. Private Anbieter bereiten syrische und irakische Spezialitäten zu. Für eine süße Erfrischung sorgt zudem der Eiswagen der Trattoria Mamma Zeolla.
Zahlreiche Aktionen für Kinder und Jugendliche
Für junge Besucher gibt es rund um das Gemeinschaftshaus ein umfangreiches Mitmachprogramm. Neben dem Wasserorchester stehen ein Spielmobil mit zahlreichen Fahrzeugen, ein Kinderdeckenflohmarkt, Dosenwerfen und Fußball Dart auf dem Programm.
Außerdem können sich Kinder Klebetattoos machen lassen oder beim Bastelangebot „Irgendwas mit Kindern“ kreativ werden.
Organisiert werden die Aktionen gemeinsam mit dem Gemeinschaftshaus Wulfen, dem Kinder und Jugendzentrum, dem SuS Grün Weiß Barkenberg und der BiBi am See.
Ein Fest für die Gemeinschaft
Mit dem „Kulturgarten anne Wassertreppe“ soll dabei nicht nur die Rückkehr der Fontäne gefeiert werden. Die Veranstaltung bringt Musik, Kunst, Begegnung und bürgerschaftliches Engagement zusammen.
Die Wassertreppe wird damit erneut zu einem Ort, an dem sich Menschen aus Wulfen und Barkenberg treffen, gemeinsam feiern und die Entwicklung ihres Stadtteils mitgestalten können.
Mit einem abwechslungsreichen und informativen Familiensonntag hat der Löschzug Altstadt am Sonntag sein 150-jähriges Bestehen gefeiert. Bei bestem Wetter strömten zahlreiche Besucher – darunter besonders viele Familien mit Kindern – auf das Festgelände und erlebten einen Tag voller Unterhaltung, Mitmachaktionen und spannender Einblicke in die Arbeit der Feuerwehr.
Foto: Emily Flade
Die Stimmung war dabei den ganzen Tag über hervorragend. Ob an den Informationsständen oder bei den Vorführungen – überall herrschte reges Treiben. Das Jubiläum zeigte zudem eindrucksvoll, wie eng die Feuerwehr mit den Menschen in Dorsten verbunden ist.
Spannende Mitmachaktionen und wichtige Aufklärung
Ein besonderes Highlight war die große Mitmachstation für Kinder und Erwachsene. Hier konnten die Besucher selbst in die Rolle der Feuerwehr schlüpfen und ein nachgebautes „brennendes Haus“ mit einem echten Feuerwehrschlauch löschen. Spielerisch wurde so vermittelt, wie ein Löscheinsatz abläuft und welche Technik dabei zum Einsatz kommt.
Foto: Emily Flade
Doch nicht nur das Mitmachen stand im Mittelpunkt. Die Feuerwehr nutzte den Tag auch, um wichtige Aufklärungsarbeit zu leisten. Besonders eindrucksvoll war die Vorführung eines Fettbrandes. Ein Feuerwehrmann setzte einen Grill kontrolliert in Brand und erklärte den Zuschauern, dass sich ein solcher Brand auch in jeder Küche entwickeln kann. Anschließend wurde veranschaulicht, was passiert, wenn Wasser auf einen Fettbrand gegossen wird: Eine meterhohe Stichflamme schoss in die Höhe und machte deutlich, wie gefährlich dieser Fehler sein kann. Die eindrucksvolle Demonstration sorgte für staunende Gesichter und vermittelte gleichzeitig lebenswichtige Informationen.
Foto: Emily Flade
Feuerwehrtechnik, Musik und kulinarische Angebote
Neben den Vorführungen konnten zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge aus nächster Nähe besichtigt werden. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, sich die moderne Technik erklären zu lassen und dabei mit den Einsatzkräften ins Gespräch zu kommen.
Beispiel Brand. Foto: Emily Flade
Beispiel Brand. Foto: Emily Flade
Für die musikalische Unterhaltung sorgte das Dorstener Feuerwehr-Blasorchester, das den gesamten Tag über mit seinem abwechslungsreichen Programm für eine angenehme Atmosphäre sorgte.
Auch kulinarisch hatte das Jubiläumsfest einiges zu bieten. Die liebevoll gestaltete Kuchentheke mit einer großen Auswahl an selbstgebackenen Kuchen erfreute sich großer Beliebtheit. Ebenso waren die Bierwagen den ganzen Tag über hervorragend besucht und wurden zu beliebten Treffpunkten für viele Gäste.
Ein rundum gelungenes Jubiläumsfest
Für die kleinen Besucher wartete zudem eine große Hüpfburg, die den ganzen Tag über bestens genutzt wurde. Gemeinsam mit den zahlreichen Spiel- und Mitmachangeboten machte sie den Familiensonntag zu einem echten Erlebnis für Kinder.
Foto: Emily Flade
Das 150-jährige Jubiläum des Löschzugs Altstadt war damit weit mehr als nur ein Feuerwehrfest. Es war ein Tag der Begegnung, der Information und des gemeinsamen Feierns. Die Mischung aus spannenden Vorführungen, wertvoller Brandschutzaufklärung, Unterhaltung und einem familiären Miteinander machte die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg und wird den zahlreichen Besuchern sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.
Foto: Emily Flade
Hier gibt es noch mehr zur Geschichte des Löschzug Altstadt
Das gelungene Festwochenende zeigte eindrucksvoll, wie lebendig der Löschzug Altstadt auch 150 Jahre nach seiner Gründung ist. Was 1876 mit einfachen Löscheimern, Handdruckspritzen und viel Bürgersinn begann, ist heute eine moderne, gut ausgebildete Feuerwehr mit starken Fahrzeugen, Technik und einem unveränderten Kern: Menschen helfen Menschen. Wer noch tiefer in die Geschichte des Löschzuges eintauchen möchte, findet in unserer Sonderseite viele historische Bilder, spannende Archivgeschichten und den großen Rückblick auf 150 Jahre Feuerwehr in der Dorstener Altstadt.
Es war wieder soweit. Die Extraschicht 2026 klopfte an, und Dorsten machte die Tür auf. Mehr als zehn unterschiedlicher Performer, ein großes Angebot an Kunst und Kultur sowie zahlreiche Stände und Büdchen. Auch in diesem Jahr begeisterte die Dorstener Extraschicht mit ihrem vielfältigen Programm
Stände mit viel Ruhrpott-Romantik
Das ganze CreativQuartier erstrahlte in vielen bunten Ständen, jeder mit seiner eigenen Geschichte. Zum Beispiel verkaufte ein Ehepaar selbstgebaute Lampen und selbst bemalte Steine. Alle möglichen Alltagsgegenstände und historischen Eye-Catcher wurden zu einer Lampe umgeschraubt. „Zuerst habe ich mit Whiskyflaschen angefangen. Dann kam immer mehr Variation hinzu. Ich halte Ausschau nach allen möglichen Gegenständen mit historischen Hintergrund, zum Beispiel habe ich bei mir eine alte Bibel aus dem 19. Jahrhundert“, erklärt der begeisterte Lampenbauer.
Lampen. Steine, Shirts, Gemälde und vieles mehr wurde auf der Extraschicht verkauft. Foto: Christian Haug
Seine Partnerin arbeitet ebenfalls kreativ. „Ich male die Steine in den Farben diverser Fußballvereine an. Von Schalke, Dortmund und Bochum ist alles aus dem Ruhrgebiet vertreten. Ich habe auch einen Stein von Bayern München hier, aber die Raute ist so schwer zu malen, das male ich nicht noch einmal“, lacht die Malerin.
Gemälde aus Steinkohle, Frühstücksbrettchen mit Pott-Sprüchen und faire Kleidung mit Ruhrgebiet Charm. Egal wo man hinsah, das Ruhrgebiet nahm auf der Extraschicht eine große Rolle ein. Auch die vielfältigen Show- und Musikacts präsentierten die vielfältige Kultur im Ruhrgebiet.
Beeindruckende Drum-Musik in der Galerie der Traumfänger
Neben den vielen gemütlichen Buden waren die vielen Perfomer ein weiteres Highlight der Extraschicht. In der Kaue, der Galerie der Traumfänger und im Vinylcafe konnte man immer mal wieder spannende Auftritte erleben. Zum Beispiel Birgit Mühlram mit atemberaubenden Tanz und Artistik Einlagen und Joe Hart & Partner mit Blues Musik.
Joe Hart & Partner war einer von vielen talentierten Music-Acts. Foto: Christian Haug
Die Gravity Drumshow in der Galerie der Traumfänger war ebenfalls ein großer Zuschauer Magnet. Die LED- und Percussionshow überzeugte mit rhythmischer Präzision und ausgefallenen Choreographien. Obwohl nur zwei Trommler auf der Bühne spielten, zogen sie die volle Galerie in ihren Bann.
Die legendäre Dampfmaschine in der Maschinenhalle öffnete ebenfalls ihre Türen. Auch die Interessensgemeinschaft „RuhrPOTTFotografie“ war vor Ort und stellte eine Fotogalerie aus. Das Thema: Bilder aus dem Ruhrgebiet und der Industriekultur.
Sickpack und Lippegold im Vinylcafe
Die beiden Bands Sickpack und Lippegold spielten energiegeladene Rock im Vinylcafe Schwarzes Gold. Die Progrock Band Lippegold spielte Rockcover von bekannte deutschen Songs, zum Beispiel „Tage wie diese“ von den Toten Hosen. Trotz den hohen Temperaturen füllte sich die gemütliche Location innerhalb weniger Minuten.
Auch das Team des Vinylcafes legte sich ordentlich ins Zeug. Foto: Christian Haug
Und wer es lieber ruhig mag, konnte sich draußen in den Außenbereich setzen. Das Vinylcafe Team schenkte Essen und Kühlgetränke aus, die Musik schoss aus den Boxen und man schloss nebenbei nette Bekanntschaften. Extraschicht bedeutet auch, zusammen zu sein und gemeinsam zu feiern.
Buntes Feuerwerk als Highlight der Extraschicht
Pünktlich um 22.45 Uhr strahlte der Dorstener Himmel auf. Knapp zehn Minuten lang schossen dutzende Raketen hinter dem Förderturm in den Himmel. Die ganze Fürst-Leopold Allee füllte sich mit hunderten Dorstenern, alle schauten in den wolkenlosen Nachthimmel. Ein feierlicher Abschluss für eine gelungene Extraschicht.
Am 5. Juli präsentiert der Dorstener Nachwuchsregisseur Christopher Meier-Wilkening um 11 Uhr im CENTRAL KINO CENTER seinen zweiten Spielfilm „Zu Kino Sag Ich Nie No“. Der Film entstand vor Ort und macht das Kino selbst zur Bühne. Im Interview mit den Heimatmedien spricht Hauptdarsteller Tobias Krebs über seine Rolle als Dennis, den besonderen Drehort, Improvisation am Set und die Leidenschaft hinter unabhängigen Filmproduktionen.
Im Mittelpunkt von „Zu Kino Sag Ich Nie No“ steht der ausgebrannte Erbe eines Kinos, der im Laufe eines chaotischen Arbeitstags gezwungen ist, sich seiner eigenen Gleichgültigkeit gegenüber dem Filmbetrieb zu stellen. Zwischen skurrilen Begegnungen, unerwarteten Wendungen und einer Vielzahl unterschiedlichster Gäste beginnt er, sich Schritt für Schritt wieder daran zu erinnern, was Kino eigentlich bedeutet.
Was als routinierter Tag beginnt, entwickelt sich zu einer persönlichen Reise zurück zur Leidenschaft für Film und Leinwand mit einigen Überraschungen, die nicht nur den Protagonisten, sondern auch das Publikum erwarten. Darüber hat der auch aus Tatort bekannte Darsteller mit uns ausführlich gesprochen.
Heimatmedien: Tobias, Du spielst in „Zu Kino Sag Ich Nie No“ die Hauptrolle Dennis. Was hat Dich an dieser Figur besonders gereizt und wie viel Tobias Krebs steckt in Dennis?
Tobias Krebs: Als ich das Drehbuch zum ersten Mal gelesen habe, habe ich relativ schnell gemerkt, dass Dennis und ich in einigen Punkten gar nicht so unterschiedlich sind. Mein eigener Wunsch, Schauspieler zu werden, entstand ebenfalls aus der Liebe zum Film. Bei Dennis ist es die Liebe zum Kino – und damit natürlich auch zu den Geschichten, die dort erzählt werden.
Für mich besitzt das Kino bis heute einen ganz besonderen Zauber. Es ist ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, um gemeinsam Geschichten zu erleben, zu lachen, mitzufühlen und für einen Moment aus ihrem Alltag herauszutreten. Gerade in einer Zeit, die immer schneller und digitaler wird, finde ich es sehr wertvoll, sich für zwei Stunden in einen Kinosessel zu setzen und sich vollkommen auf einen Film einzulassen.
Genau diese Leidenschaft trägt auch Dennis in sich. Deshalb konnte ich viele seiner Gedanken und Gefühle sehr gut nachvollziehen und hatte von Anfang an einen persönlichen Zugang zu dieser Figur.
Das Kino als zentraler Ort der Handlung
Heimatmedien: Der Film spielt nicht nur im Central Kino Dorsten, sondern macht das Kino zu einem zentralen Teil der Handlung. Wie war es für Dich, an dieser eher ungewöhnlichen Location zu drehen, statt in einer klassischen Filmkulisse?
Tobias Krebs: In einem echten Kino zu drehen, war tatsächlich etwas ganz Besonderes. Natürlich hat jede Location ihren eigenen Charakter, aber an einem Ort zu arbeiten, der nicht nur Kulisse ist, sondern gleichzeitig die Seele der Geschichte widerspiegelt, gibt dem Film noch einmal eine zusätzliche Authentizität.
Ich glaube auch, dass gerade dieser Film mit einer künstlichen Filmkulisse deutlich weniger Charme gehabt hätte. Man spürt einfach, dass das Central Kino ein lebendiger Ort ist, der eine eigene Geschichte und Atmosphäre mitbringt.
Natürlich bringt eine echte Kinolocation auch Herausforderungen mit sich. Da der reguläre Kinobetrieb weiterlief, mussten wir unsere Dreharbeiten um die Vorstellungen herum planen. Das bedeutete oft sehr frühe Morgenstunden oder lange Nächte. Das war körperlich durchaus anstrengend, aber gleichzeitig hat genau diese besondere Drehatmosphäre den Film auch ausgemacht.
Dreharbeiten im Central Kino Dorsten. Foto: Christopher Meier-Wilkening
Heimatmedien: Christopher Meier-Wilkening sagte, Du hättest den Humor des Drehbuchs sofort verstanden und verinnerlicht. Was war für Dich der Schlüssel, damit diese Comedy auf der Leinwand funktioniert?
Tobias Krebs: Ich glaube, dass Comedy vor allem dann funktioniert, wenn die Figuren und ihre Reaktionen glaubwürdig bleiben. Mir war wichtig, Dennis trotz aller absurden Situationen, in die er gerät, nicht als überzeichnete Comedyfigur zu spielen, sondern als einen Menschen, der seine Situation ernst nimmt. Gerade daraus entsteht häufig der Humor.
Christopher und ich haben im Austausch außerdem schnell festgestellt, dass der Film an einigen Stellen das Durchbrechen der vierten Wand braucht – also den direkten Kontakt der Figur mit dem Publikum. Dadurch entsteht ein besonderer Erzählstil, der den Humor des Films zusätzlich unterstützt.
Grundsätzlich war der kreative Austausch mit Christopher während des gesamten Prozesses sehr wertvoll. Mir ist es bei der Arbeit immer wichtig, dass man miteinander spricht, Ideen austauscht und auch unterschiedliche Sichtweisen zulässt. Am Ende entsteht ein Film immer als Gemeinschaftsarbeit – und Kommunikation ist sowohl am Set als auch im Leben der Schlüssel dafür.
Vom „Tatort“ zum Independent-Film
Heimatmedien: Ein größeres Publikum kennt Dich unter anderem als „Polizist Tim“ aus „Tatort – Die große Angst“. Was unterscheidet die Arbeit an einem etablierten TV-Format wie dem Tatort von einem unabhängigen Kinofilm wie „Zu Kino Sag Ich Nie No“?
Tobias Krebs: In der Vorbereitung unterscheidet sich die Arbeit für mich tatsächlich gar nicht so sehr. Egal, ob es sich um eine große TV-Produktion oder einen unabhängigen Film handelt – ich versuche immer, mich intensiv mit meiner Figur auseinanderzusetzen und verschiedene Techniken zu nutzen, um die Rolle möglichst glaubwürdig auszuarbeiten.
Am Set selbst merkt man natürlich Unterschiede, vor allem in der Größe der Produktion. Bei großen Film- und Fernsehproduktionen gibt es oft größere Teams und mehr personelle sowie technische Möglichkeiten. Ein Low-Budget-Film arbeitet dagegen mit anderen Voraussetzungen.
Ein gutes Beispiel dafür ist die Location: Während bei größeren Produktionen ein Drehort häufig vollständig für die Dreharbeiten gesperrt wird, mussten wir uns hier nach dem laufenden Kinobetrieb richten. Dadurch entstanden, wie schon erwähnt, ungewöhnliche Drehzeiten – häufig spät in der Nacht oder früh am Morgen. Gleichzeitig haben wir aber auch bei diesem Film technisch sehr professionell gearbeitet und beispielsweise teilweise mit zwei Kameras gedreht.
Was mich an solchen unabhängigen Produktionen besonders begeistert, ist die enorme Leidenschaft aller Beteiligten. Viele Menschen haben neben ihrem normalen Alltag unzählige zusätzliche Stunden investiert, weil sie an dieses Projekt geglaubt haben. Joris aus dem Team hat beispielsweise oft nach der Arbeit im Kino noch beim Dreh unterstützt. Damit steht er exemplarisch für diesen Einsatz.
Am Ende geht es bei einem Film immer darum, gemeinsam eine Vision zu verwirklichen. Diese Leidenschaft und dieser Zusammenhalt waren bei „Zu Kino Sag Ich Nie No“ in jeder Minute spürbar.
Spontanität beim Dreh
Heimatmedien: Bei den Dreharbeiten wurde laut Regisseur immer wieder improvisiert. Gab es eine Szene oder einen Moment, bei dem Du gemerkt hast, dass genau diese Spontaneität den Film besser macht?
Tobias Krebs: Mir fallen tatsächlich mehrere Momente ein, weil sich gerade beim Dreh oft Situationen ergeben, die man vorher nicht planen kann. Ein besonders schönes Beispiel ist die Überfallszene. Einer der Räuber trägt dort eine LED-Maske, die eigentlich bedrohlich wirken sollte. Während der Dreharbeiten zeigte die Maske allerdings plötzlich immer wieder völlig unerwartete Motive an – statt eines furchteinflößenden Ausdrucks erschien plötzlich ein Weihnachtsmann oder ein Teddybär.
Genau solche unvorhersehbaren Momente können einer Comedy eine zusätzliche Ebene geben. Statt die Situation als Problem zu sehen, haben wir sie aufgegriffen und in die Szene integriert. Diese Spontaneität macht Film oft lebendig und sorgt für Augenblicke, die man so nicht auf dem Papier schreiben könnte.
Die Überfallszene ist mir aber noch aus einem anderen Grund besonders in Erinnerung geblieben: Obwohl die Polizei natürlich vorab über den Dreh informiert war – was bei Szenen mit Waffen selbstverständlich essenziell ist –, gingen dennoch besorgte Anrufe von aufmerksamen Anwohnern ein. Die Polizei kam daraufhin vorbei und überprüfte, ob es sich tatsächlich nur um Requisitenwaffen handelte. Auch das war ein Moment, der zeigt, wie realistisch manche Drehsituationen wirken können.
„Zu Kino Sag Ich Nie No“ ist am Sonntag, 5. Juli, um 11 Uhr im Dorstener CENTRAL KINO CENTER zu sehen. Die Ticketreservierung ist ab sofort online möglich.
Nele Wennemann vom Team Lembeck hat bei den erstmals ausgetragenen NRW-Kriteriumsmeisterschaften des Radsportverbandes Nordrhein-Westfalen ein starkes Ergebnis erzielt. In Münster-Hiltrup sicherte sich die 26-Jährige den Titel als NRW-Kriteriumsmeisterin in der Rennklasse Frauen Elite.
Nele Wennemann glänzt bei den NRW-Kriteriumsmeisterschaften in Münster-Hiltrup
Bei den erstmals ausgetragenen NRW-Kriteriumsmeisterschaften des Radsportverbandes Nordrhein-Westfalen hat Nele Wennemann vom Team Lembeck ein außergewöhnliches Ergebnis erzielt.
Die 26-Jährige, die für das Team Siena Garden Racing fährt und für das Team Lembeck lizenziert ist, gewann auf dem Rundkurs „Rund um die Marktallee“ in Münster-Hiltrup den Titel als NRW-Kriteriumsmeisterin in der Rennklasse Frauen Elite.
Anspruchsvoller Rundkurs über 52,8 Kilometer
Das Rennen der Frauen Elite führte über eine Distanz von insgesamt 52,8 Kilometern. Gefahren wurde auf einem nur etwa 800 Meter langen und sehr schnellen Rundkurs.
Die Fahrerinnen mussten dabei höchste Konzentration zeigen. Das Samstagabendrennen lockte zahlreiche Zuschauer an die Strecke und sorgte für eine besondere Atmosphäre rund um die Marktallee.
Bis zuletzt blieb die Spannung hoch. Immer wieder gingen bange Blicke zum Himmel, denn bei Nässe gilt der enge Kurs als besonders anspruchsvoll und gefährlich.
Punkte zählen während des gesamten Rennens
Ein Kriterium unterscheidet sich deutlich von einem klassischen Straßenrennen. Nicht allein die Reihenfolge im Zieleinlauf entscheidet über Sieg und Platzierungen.
Stattdessen sammeln die Fahrerinnen in mehreren Wertungssprints während des gesamten Rennens Punkte. Dadurch sind sie permanent gefordert, besonders in den Wertungsrunden.
Taktisch starkes Rennen von Nele Wennemann
Nele Wennemann zeigte ein engagiertes und taktisch kluges Rennen. Gemeinsam mit Katharina Hinz von der RSG Hannover setzte sie sich frühzeitig entscheidend vom Hauptfeld ab.
Beide Fahrerinnen konnten sogar einen Rundengewinn verbuchen. Am Ende sicherte sich Katharina Hinz aufgrund der höheren Gesamtpunktzahl den Sieg. Nele Wennemann belegte einen starken zweiten Platz.
Da sie die beste Fahrerin aus Nordrhein-Westfalen war, gewann Nele Wennemann den Meistertitel der Frauen Elite.
Goldmedaille für eine Fahrerin aus der Heimat
Besonders bemerkenswert ist, dass Nele Wennemann erst vergleichsweise spät zum Radsport fand. Inzwischen feiert sie mit großer Leidenschaft und viel Engagement beachtliche Erfolge.
Die Siegerehrung wurde von NRW-Vizepräsident Stephan Rokitta durchgeführt. Rokitta ist zugleich 1. Vorsitzender des RSC Dorsten.
Für ihn war es eine besondere Ehre und große Freude, einer Fahrerin aus seiner Heimat die Goldmedaille überreichen zu dürfen.
Die aktuelle Hitzewelle sorgt im Atlantis Dorsten für volle Becken, lange Warteschlangen und eine spürbar angespanntere Stimmung. Bei Temperaturen deutlich über 30 Grad suchen viele Menschen Abkühlung im Freizeitbad. Gleichzeitig merkt das Team vor Ort, dass die Geduld mancher Gäste schneller nachlässt als an normalen Sommertagen.
Atlantis-Geschäftsführer Frank Schellhaus berichtet, dass es am Vortag in der Warteschlange zu Reibereien gekommen sei. Geschubst worden sei nicht, aber die Situation sei teilweise kurz davor gewesen. Einige Gäste seien laut geworden. „Es ist ein deutlicher Unterschied zu 25 Grad“, sagt Schellhaus. „Die Leute sind bei dieser Hitze einfach viel gereizter.“
Security ist bei besonderem Andrang nicht unüblich
Am gestrigen Freitag habe das Atlantis deshalb spontan ab etwa 15 Uhr auf einen externen Sicherheitsdienst zurückgegriffen. Am Samstag werde der Einsatz sogar noch aufgestockt, kündigte Schellhaus an.
Atlantis-Geschäftsführer Frank Schellhaus. Foto: Borgwardt
Unüblich ist das nicht. Auch zu besonderen Zeiten mit erhöhtem Besucherandrang, etwa an Pfingsten, zu Beginn der Sommerferien oder an sehr heißen Tagen, setzt das Atlantis bei Bedarf auf zusätzliche Unterstützung. Hauptziel sei es, dass sich alle Gäste sicher fühlen können: Familien, Kinder, Jugendliche, ältere Besucher und alle, die einfach einen entspannten Badetag verbringen möchten.
„Wir fahren eine Null-Toleranz-Politik und verweisen Gäste des Bades, die sich nicht an die Haus- und Badeordnung halten möchten oder gar andere Gäste belästigen“, stellt Schellhaus klar. Bei Bedarf würden auch Hausverbote ausgesprochen.
Hausrecht durchsetzen, Check-in entlasten
Der Sicherheitsdienst hilft dem Bad vor allem dabei, das Hausrecht durchzusetzen und den reibungslosen Ablauf beim Check-in und Check-out zu gewährleisten. Dazu gehört auch, dass sich niemand vordrängelt oder versucht, ohne zu bezahlen das Bad zu verlassen.
Gerade bei langen Warteschlangen und hoher Belastung sei eine sichtbare Präsenz wichtig. Die Security soll nicht einschüchtern, sondern deeskalierend wirken, Ordnung schaffen und Situationen gar nicht erst kippen lassen.
Für das Atlantis-Team bedeutet die Unterstützung eine wichtige Entlastung. „So wird unser Personal unterstützt, damit die Wasserflächen beaufsichtigt werden können“, erklärt Schellhaus. Denn besonders an vollen Tagen müssen die Mitarbeiter im Bad selbst den Überblick behalten.
Sicherheit im Wasser hat Vorrang
Bei heißem Wetter werden im Atlantis Dorsten in der Regel bis zu 1700 Besucher eingelassen. Die genaue Zahl entscheidet der jeweilige Schichtführer vor Ort. Entscheidend ist dabei nicht allein die rechnerische Kapazität, sondern die Sicherheit im gesamten Bad.
Im vollen Bad müsse darauf geachtet werden, dass niemand andere gefährdet, dass nicht zu wild getobt wird und dass es an Beckenrändern, Rutschen oder Sprungbereichen nicht zu riskanten Situationen kommt. Wer sich nicht benimmt, muss das Bad verlassen.
Das Ziel sei klar: Alle Gäste sollen sich sicher fühlen können. Gerade Familien mit Kindern und ältere Besucher sollen ihren Aufenthalt genießen können, ohne sich durch rücksichtsloses Verhalten anderer bedrängt zu fühlen.
Außenbereich des Atlantis Dorsten. Foto: Atlantis
Kostenloses Wasser für wartende Gäste
Um die Wartezeit bei der Hitze angenehmer zu machen, hat das Atlantis Dorsten außerdem eine kleine Kooperation mit der Stiftsquelle gestartet. Wartende Gäste erhalten kostenloses Wasser, während sie vor dem Eingang auf den Einlass warten.
Das ist bei den aktuellen Temperaturen mehr als eine freundliche Geste. Viele Besucher kommen bereits erhitzt am Bad an, stehen dann noch in der Sonne und müssen Geduld mitbringen. Wasser soll helfen, die Situation zu entspannen und gesundheitliche Belastungen zu vermeiden.
Über 1000 Wassereis für die Mitarbeiter
Auch für die Mitarbeiter ist die Hitzewelle eine besondere Herausforderung. Sie arbeiten an stark frequentierten Tagen unter hohem Druck, müssen freundlich bleiben, Abläufe koordinieren, Gäste beruhigen und gleichzeitig die Sicherheit im Blick behalten.
Für das Team wurden deshalb mehr als 1000 Wassereis bestellt. Zudem habe Schellhaus die klare Order ausgegeben, dass alle auf sich achten sollen. Bei diesen Temperaturen sei es besonders wichtig, genug zu trinken, Pausen zu nutzen und Warnzeichen ernst zu nehmen.
Sauna läuft trotz Sommerhitze weiter
Überraschend gut läuft nach Angaben von Schellhaus auch der Saunabereich. Was auf den ersten Blick kurios klingt, hat für manche Gäste offenbar seinen eigenen Reiz. „Wer aus einer 80-Grad-Sauna kommt, empfindet 35 oder 36 Grad Außentemperatur plötzlich als angenehm“, erklärt Frank Schellhaus.
Auch die FKK-Liegewiese im Sauna-Außenbereich werde derzeit gut genutzt. Während viele Besucher vor allem Abkühlung im Wasser suchen, genießen Saunagäste die Hitze offenbar auf ihre eigene Weise.
Der Sauna- und Wellnessbereich ist trotz der Hitze gut besucht. Foto: Borgwardt
Atlantis Dorsten bleibt bei Hitze ein Magnet
Das Atlantis Dorsten hatte erst im März nach umfangreichen Arbeiten wiedereröffnet. Rund 1,5 Millionen Euro wurden investiert, unter anderem in zwei neue Großrutschen. Schon in den ersten Wochen nach der Wiedereröffnung konnte das Bad deutlich steigende Besucherzahlen verzeichnen.
Die aktuelle Hitzewelle zeigt nun, wie wichtig ein funktionierendes Sicherheits- und Besuchermanagement ist. Wenn sehr viele Menschen gleichzeitig Abkühlung suchen, braucht es klare Abläufe, ausreichend Personal und konsequentes Handeln.
Für die kommenden heißen Tage bleibt das Atlantis Dorsten damit ein gefragtes Ziel. Wer das Bad besuchen möchte, sollte sich auf Wartezeiten einstellen, ausreichend trinken und Geduld mitbringen. Und für alle gilt: Wer sich nicht an die Regeln hält oder andere Gäste belästigt, muss gehen.
In Nordrhein-Westfalen nimmt die Waldbrandgefahr zu. Auch im Regierungsbezirk Münster ist die Lage wegen Trockenheit und großer Hitze angespannt. Wer im Wald unterwegs ist, sollte aufmerksam sein und wichtige Verhaltensregeln beachten.
Waldbrandgefahr in NRW: Was bei Feuer im Wald zu tun ist
Wer im Wald Feuer oder Rauch entdeckt, sollte den Wald sofort auf dem kürzesten Weg verlassen. Anschließend muss schnellstmöglich die Feuerwehr über die europaweite Notrufnummer 112 alarmiert werden.
Wichtig ist dabei eine möglichst genaue Ortsangabe. Die Feuerwehrleitstelle benötigt den Ort des Brandes oder den Namen der nächstgelegenen Ortschaft. Hilfreich sind auch Rettungspunkte, Nummerierungen an Bänken, markante Punkte oder spezielle Hinweistafeln im Wald.
Oft kann die Leitstelle zudem das Handy orten, um den Standort genauer zu bestimmen.
Genaue Angaben helfen der Feuerwehr
Neben dem Ort ist auch die Größe des Brandes wichtig. Je genauer die Angaben sind, desto besser kann die Feuerwehr den Einsatz vorbereiten.
Wer gefahrlos außerhalb des Waldes warten kann, sollte mit der Leitstelle einen Treffpunkt vereinbaren. Von dort aus können Einsatzkräfte zum Brandherd gelotst werden.
Waldbrandgefahr in NRW: So lassen sich Brände vermeiden
Waldbesucherinnen und Waldbesucher können viel dazu beitragen, Waldbrände zu verhindern. Dazu gehören vor allem einfache, aber wichtige Regeln:
Vom 1. März bis 31. Oktober gilt im Wald ein gesetzliches Rauchverbot. Feuer und Grillen sind im und am Wald nicht erlaubt. Es muss ein Mindestabstand von 100 Metern eingehalten werden.
Waldzufahrten und Waldwege müssen für die Feuerwehr frei bleiben. Feuerwehrfahrzeuge benötigen eine Breite von rund drei Metern sowie zusätzlichen Platz zum Rangieren.
Autos sollten nicht im hohen Gras abgestellt werden. Die Abwärme des Fahrzeugs kann ausreichen, um trockenes Gras zu entzünden.
Zigaretten dürfen nicht aus dem Fahrzeug geworfen werden. Beim Waldbesuch ist erhöhte Aufmerksamkeit wichtig. Kleine Entstehungsbrände sollten nur dann gelöscht werden, wenn dies gefahrlos möglich ist. Brandherde und Rauchfahnen müssen sofort unter 112 gemeldet werden.
Menschliches Verhalten ist häufige Ursache
Die Waldbrandgefahr in NRW hängt von mehreren Faktoren ab. Neben anhaltender Trockenheit spielen auch die Bodenbeschaffenheit und die Art des Waldes eine Rolle.
Wälder auf sandigem Boden sind stärker gefährdet als Wälder auf lehmigem Untergrund. Besonders anfällig sind reine Fichtenwälder, vor allem dann, wenn sie durch den Borkenkäfer geschädigt sind. Mischwälder gelten als weniger gefährdet.
Statistiken zeigen, dass Waldbrände häufig durch Menschen verursacht werden. Fahrlässigkeit und Vorsatz, also Brandstiftung, waren im Jahr 2025 für rund 71 Prozent der Waldbrände ursächlich.
Bei den 413 im Jahr 2025 durch Fahrlässigkeit verursachten Bränden gingen rund 47 Prozent auf unvorsichtiges Verhalten von Waldbesucherinnen und Waldbesuchern, Camperinnen und Campern oder Kindern zurück. In 37 Prozent der Fälle waren wirtschaftliche Aktivitäten wie Landwirtschaft oder Holzernte die Ursache.
Natürliche Ursachen wie Blitzschlag spielten dagegen nur eine geringe Rolle. Sie waren für 2,5 Prozent der Waldbrände verantwortlich.
Rund 39 Hektar Wald in NRW vernichtet
Im Jahr 2025 wurden in Nordrhein-Westfalen etwa 39 Hektar Wald durch Brände vernichtet. Das entspricht einer Fläche von rund 558 Fußballfeldern.
Laut dem offiziellen Waldzustandsbericht NRW 2025 des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz stieg die betroffene Schadensfläche im Vergleich zum feuchten Vorjahr 2024 wieder an. Grund dafür war eine sehr trockene Frühjahrs- und Frühsommerwitterung.
Waldbrandgefahrenindex zeigt aktuelle Lage
Der Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes beschreibt das meteorologische Potenzial für Waldbrände. Er zeigt die Waldbrandgefahr in fünf Stufen an. Stufe 1 steht für eine sehr geringe Gefahr, Stufe 5 für eine sehr hohe Gefahr.
Von März bis Oktober veröffentlicht der Deutsche Wetterdienst auf einer digitalen Karte den aktuellen Wert sowie eine Vorhersage für die vier Folgetage.
Die zuständigen Behörden können auf dieser Grundlage die Lage einschätzen. Das Dezernat für Bevölkerungsschutz bei der Bezirksregierung Münster tauscht sich bei erhöhter Gefahr regelmäßig mit dem Landesbetrieb Wald und Holz aus.
So können mögliche Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung gemeinsam mit den örtlichen Behörden vorbereitet werden. Entscheidend bleibt jedoch immer die konkrete Lage vor Ort.
Der Allgemeine Bürgerschützenverein Wulfen reagiert auf die extreme Hitze und ändert kurzfristig das Programm seines Sommerfestes am Samstag, 27. Juni. Das ursprünglich geplante Antreten am Wappenbaum sowie der kleine Umzug durch das Dorf zum Festplatz fallen aus. Stattdessen beginnt das Sommerfest auf dem Platz Ecke Wittenbrink/Großer Ring erst um 17 Uhr.
Grund für die Entscheidung ist die aktuelle Hitzewelle mit Temperaturen um 40 Grad. Auch der Deutsche Wetterdienst erwartet für Nordrhein-Westfalen zum Wochenende verbreitet extreme Wärmebelastung. Ab Samstagnachmittag können zudem Gewitter aufziehen.
Ganz abgesagt wird das Sommerfest aber nicht. Der Verein will den Festplatz stattdessen bestmöglich auf die Wetterlage vorbereiten. Geplant sind zusätzliche Verschattungsmöglichkeiten, Abkühlangebote wie Nebelduschen und Wassersprenger sowie die kostenlose Ausgabe von Mineralwasser.
Auch das vom Thron vorbereitete Programm für die Kinder wird den Wetterbedingungen angepasst. Der Bürgerschützenverein bittet darum, die kurzfristigen Änderungen im Ort weiterzugeben. Trotz der schwierigen Wetterlage hoffen die Schützen auf ein schönes Sommerfest am Großen Ring.
Der VfL Rot-Weiß Dorsten hat seine für Samstag, 27. Juni, geplanten Feierlichkeiten zum Vereinsjubiläum abgesagt. Grund ist die enorme Hitze in Dorsten.
Die für Samstag geplante Jubiläumsveranstaltung des VfL Rot-Weiß Dorsten findet nicht statt. Der Verein hat den Tag der offenen Turnhalle wegen der aktuellen Hitzelage abgesagt. Ursprünglich sollte am 27. Juni von 10 bis 16 Uhr auf dem Vereinsgelände und in der Sporthalle Petrinum gefeiert werden.
Geplant waren Vorführungen aus den verschiedenen Abteilungen, eine Hüpfburg, ein Spielmobil sowie Essen und Getränke. Anlass der Veranstaltung waren gleich mehrere Jubiläen: 80 Jahre VfL Rot-Weiß Dorsten, 25 Jahre Vereinsheim und 100 Jahre Handball.
Die Feierlichkeiten sollen zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Ein neuer Termin steht derzeit noch nicht fest. Der Verein will darüber rechtzeitig informieren.
Greife ich zum Telefonhörer, bewegt sich zeitgleich die auf dem Schreibtisch abgelegte Papier-Korrespondenz des Tages in die Höhe, die an meinen verschwitzten Unterarmen klebt. Die zurzeit ungewohnten tropischen Temperaturen machen die Büroarbeit zum Sauna-Besuch – allerdings nicht hüllenlos auf der Holzbank liegend, sondern angezogen im Bürostuhl sitzend. Das kann nicht gesund ein.
Ich erinnere mich noch an meine Studentenzeit. Da nutzten wir regelmäßig den günstigen Studententarif für den Besuch der Saunalandschaft im Holiday Inn. Eines Tages musste der Bademeister eine Chinesin retten, die komplett angezogen auf der obersten Bank in der Sauna an einem Hitzestau zu kollabieren drohte. Es bedurfte großer Überredungskunst, bis sie wenigstens freiwillig ihre Handtasche abgab. Als sie sich weigerte, weitere Dinge abzulegen, wurde sie dann kurzerhand im Noteinsatz aus der Sauna getragen.
Mich hat bislang noch keiner aus dem Büro getragen. Ich muss selbst für meine Rettung sorgen. Gestern habe ich schon nach einem Behältnis für ein kühles Fußbad unter dem Schreibtisch gefahndet, aber kein geeignetes Gefäß entdecken können (die Kaffeekannen sind einfach nicht für Schuhgröße 39 ausgelegt). Die Bürotür geöffnet zu lassen, ist eine Option, aber die erschöpften Menschen in schweißtriefender Kleidung auf dem Flur vorbeischleichen zu sehen, ziehen einen mental mächtig runter.
Mentale „coole“ Tricks
Apropos mental: Coole Tricks können hilfreicher wirken, als man denkt. Vielleicht sollte ich einen Gletscher zum Deskop-Hintergrund wählen und jede Viertelstunde darauf starren. Als Teammaßnahme könnten wir in unserem Amt den Pinguin des Tages wählen: Wer um 16 Uhr die geringste Litermenge Schweiß aus seiner Tastatur schüttet, gewinnt einen Schal! Erheiternd wäre es sicherlich auch, einen Ventilator mit Wackelaugen zum Mitarbeiter des Monats zu küren, gefrorene Erbsen als Kühlkompresse zu verwenden oder als Schreibtisch-Snack zu deklarieren – Hilfe, sind diese Ideen noch normal oder schon absurde Ausgeburten meines dehydrierten Hirns …?
„Schaut mal, ich bin für heute gut gerüstet!,“, reißt mich meine Kollegin von der anderen Seite des Flures aus meinen Gedanken. Neugierig und den am Unterarm klebenden Vertrag für die nächste Puppentheater-Aufführung ignorierend, eile ich in ihr Büro und entdecke sie neben einem brummenden Turm-Ventilator, der sich gemächlich im Halbkreis dreht. Zusätzlich wedelt sie sich mit einem klassischen Fächer Luft zu und nebelt sich per Knopfdruck auf eine bunte Spraydose – pffft – mit einem kühlenden Gesichtswasser ein.
Ich möchte wetten, dass sie unter dem Tisch auch noch ihre nackten Füße schwimmen lässt – in dem letzten brauchbaren Eimer, den sie mir vor der Nase weggeschnappt hat.