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#138 Glosse von Anke – Tradition der Walpurgisnacht

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Glosse von Anke: Der Alltag ist schon ernst genug. Deswegen serviert die Dorstenerin Anke Klapsing-Reich zum Wochenende eine Portion Heiterkeit. 

Vergnügliche Episoden aus dem Berufs- und Familienleben. Denn mit einem Lächeln geht gleich alles leichter.

Hexerei

Nun, wie seid Ihr in den Wonnemonat Mai gestartet? Ich war am Abend des 30. April zum Hexentanz nach Düsseldorf eingeladen. Aus Zeitgründen habe ich auf den „Ritt“ auf meinem Reisigbesen verzichtet und bin lieber per Auto über die Autobahn angereist.

Traditionell werden in der sogenannten Walpurgisnacht an vielen Orten Feuer entzündet, um die Geister des Winters zu vertreiben und freudig den Frühling zu begrüßen. Gleichzeitig – so spricht die Legende – schwingen die Hexen auf ihrem Tanzplatz auf dem Harzer Brocken ihre dürren Beinchen.

Die heilige Walburga

Wie dem auch sei – die heilige Walburga, der die sogenannte Walpurgisnacht ihren Namen verdankt, hatte mit Hexen eigentlich wenig am Hut. Sie wurde um das Jahr 710 als eines von vielen Kindern einer wohlhabenden englischen Familie in Devon (Wessex) geboren, wurde sehr früh Ordensfrau und auf ihre Aufgabe als Missionarin in den heidnischen deutschen Landen vorbereitet. Später landete sie dann im mittelfränkischen Heidenheim, wo sie die Leitung des Doppelklosters übernahm und damit ihren Ruhm als bedeutende Frau des christlichen Europas begründete. Um das Jahr 779 herum starb Walburga. Gut 90 Jahre später wurde sie heiliggesprochen.

Welche Wunder hat sie denn bewirkt

Jetzt mag man sich fragen: Welche Wunder hat sie denn bewirkt? Hat sie böse Hexen vom Besen gestoßen, vom Satan befreit und zu gottesfürchtigen Dienerinnen bekehrt? Nichts dergleichen. Man sagt, sie habe ein Kind vor dem Verhungern gerettet und einen tollwütigen Hund beruhigt. Auch von Krankenheilungen wird berichtet.

Aber welches Wunderwerk verbindet sie denn dann mit der Tradition der Walpurgisnacht? Die Antwort ist so simpel wie enttäuschend: Der Tag ihrer Heiligsprechung war ein 1. Mai. Sozusagen ein zufälliges Termin-Zusammentreffen, das die verhexte Verbindung schuf. Tja, so kann man als Heilige zu Hexen kommen, wie die Jungfrau zum Kind.

Kind & Tier in der Galerie Türkis

Eine ungewöhnliche Kunstausstellung öffnet heute ihre Türen in der Galerie Türkis in Dorsten: „Kind & Tier“ bringt 25 Künstlerinnen und Künstler zusammen, deren Werke aus einer erfolgreichen Instagram-Kollaboration entstanden sind. Was als digitales Gemeinschaftsprojekt begann, wird nun für zwei Monate physisch erlebbar.

Die Idee entstand durch eine Initiative der Künstler der Galerie Türkis. Ole Keller und seine Kollegen haben erneut eine Künstlergruppe im digitalen Raum zusammenbrachten. „Wir haben diese Gruppe gegründet, um die Leute anzuschieben, dass sie wieder mehr malen“, erklärt Keller im Gespräch. Was bei der ersten Kollaboration mit 30 Teilnehmenden begann, wuchs in der zweiten Runde auf über 50 Kunstschaffende an.

Sehr dekorativ. Foto: Alexander Fichtner

Ein großes Projekt mit klaren Vorgaben

Die aktuelle Ausstellung Kind & Tier präsentiert Werke einer exklusiveren Gruppe – Kunstschaffende, die nicht nur aus der Region, sondern auch aus dem Umland stammen. Die einzige inhaltliche Vorgabe: Jedes Werk muss ein Kind und ein Tier darstellen. „Ich genieße einfach diese Vielfältigkeit, was an Kreativität da rausgekommen ist“, schwärmt Keller.

Bilder im Schaufenster. Foto: Alexander Fichtner

Nach einer ersten erfolgreichen Präsentation in einer Begegnungsstätte in Leverkusen entschieden die fünf Teilhaber der Galerie Türkis – Katja Lühmann, Ruth Ocken, Sina Franke-Kudlorz, Mario Ott und Ole Keller – die Werke auch in Bottrop zu zeigen. Alle fünf Künstler beteiligten sich selbst an dem Projekt und präsentieren eigene Arbeiten zum Thema.

Foto: Alexander Fichtner

Kommunikation über soziale Medien

Besonders interessant ist die digitale Komponente des Projekts. Für viele teilnehmende Künstler übernahm Keller die Erstellung von „Reels“ – kurzen Videos für Instagram, die mit passender Musik unterlegt wurden und die fertigen Werke präsentieren. „Viele haben gar nicht so den Zugang, Reels zu erstellen – welche Musik darf ich nehmen, welche Texte überhaupt“, erklärt Keller. Die zentral erstellten Videos wurden dann von allen Teilnehmenden geteilt, sodass jeder die eigene Arbeit und die Zugehörigkeit zur Gruppe in seinem Profil zeigen konnte.

Viele Bilder sind zu finden. Foto: Alexander Fichtner

Vernissage mit persönlichem Austausch

Die feierliche Vernissage findet heute, am Samstag, den 3. Mai 2025, von 10 bis 15 Uhr statt. Bei freiem Eintritt und einem kleinen Sektempfang können Besucher die Werke in entspannter Atmosphäre entdecken. Mindestens zehn der beteiligten Künstler werden persönlich anwesend sein und über ihre Arbeiten sprechen.

„Uns geht es in erster Linie um das Zeigen, das Präsentieren“, betont Keller. „Einzelne Bilder sind auch zu verkaufen, aber das steht eigentlich nicht im Vordergrund.“ Die Galerie Türkis in der Freiheitsstraße 3 versteht sich als Förderer lokaler Kunst ohne Gewinnerzielungsabsicht – alle Beteiligten arbeiten ehrenamtlich.

Kind & Tier

Die Ausstellung „Kind & Tier“ läuft bis Anfang Juli 2025 und zeigt eindrucksvoll, wie digitale Netzwerke die kreative Zusammenarbeit fördern können. Für Oktober ist bereits die nächste thematische Kollaboration unter dem Titel „Hai und Mensch“ geplant – mit einem vorgegebenen Bild als Ausgangspunkt.

Foto: Alexander Fichtner

„Es ist wirklich eine tolle Sache, weil man ein Endziel hat“, resümiert Keller die Motivation hinter dem Projekt. „Wenn du eine Deadline hast, dann musst du ran und fertig werden.“ Eine Erfahrung, die offenbar viele Kunstschaffende schätzen – und die nun in Form einer vielfältigen Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert wird.

Oldtimertreffen, Streetfood-Festival und Kumpelmarkt im CreativQuartier

Am 1. Mai verwandelte sich das CreativQuartier Fürst Leopold in ein lebendiges Zentrum für Auto-Enthusiasten, Genussmenschen und Bergbau-Fans. Das Oldtimer- und Streetfood-Festival zog Hunderte Besucher auf das Gelände – begleitet vom beliebten KumpelMarkt, einem Floh- und Kunstmarkt mit besonderem Fokus auf Bergbaukultur.

Zwischen glänzenden Oldtimern, duftendem Essen und nostalgischen Ständen bot sich ein buntes Erlebnis für alle Generationen.

Vom Wüstenklassiker zum Publikumsliebling

Ein besonderes Highlight war ein seltener Chevrolet CC von 1965, der trotz sichtbarer Rostspuren zahlreiche Blicke auf sich zog. Der aktuelle Besitzer hatte das Fahrzeug direkt aus der Wüste der Vereinigten Staaten nach Deutschland importieren lassen. „Wir haben den Wagen online entdeckt und uns sofort verliebt“, erzählt der stolze Sammler. „Er hatte schon richtige Gebrauchsspuren, er fuhr ja schließlich jahrzehntelang durch die Wüste. Genau das macht seinen Charme aus.“ Die Geschichte des betagten Chevrolets unterstrich einmal mehr, wie viel Herzblut in vielen der ausgestellten Fahrzeuge steckt.

Streetfood vom Feinsten – von Arepas bis Butterscotch

Auch kulinarisch hatte das Festival einiges zu bieten. Rund um die Oldtimer präsentierten Food-Trucks internationale Spezialitäten – von frisch zubereiteter Pasta über venezolanische Arepas bis hin zu süßen Leckereien aus den Niederlanden. Ergänzt wurde das Angebot durch Stände mit kreativen Getränken wie handgemachtem Rum oder Butterscotch-Likör sowie Accessoires im Retro-Stil der 60er Jahre.

Kumpelmarkt begeistert mit Bergbau-Nostalgie

Parallel dazu bot der Kumpelmarkt für Fans des Steinkohle-Erbes einen besonderen Anziehungspunkt. Künstlerische Unikate, Sammlerstücke und nostalgische Flohmarkt-Schätze aus der Bergbauzeit luden zum Stöbern ein – eine liebevolle Hommage an die industrielle Geschichte der Region.

Festival im CreativQuartier läuft noch bis Sonntag

Während das Oldtimertreffen und der Kumpelmarkt am 1. Mai stattfanden, geht das Streetfood-Festival noch bis Sonntag, 4. Mai, weiter. Wer also Lust auf internationale Spezialitäten in besonderem Ambiente hat, kann das Wochenende noch für einen Besuch im CreativQuartier nutzen.

Mai-Feier in Maria Lindenhof: Friedliches Fest für Familien und Freunde

Am Donnerstagnachmittag, dem 1. Mai, verwandelte sich der Bürgerpark Maria Lindenhof in einen lebendigen Treffpunkt für Jung und Alt. Zahlreiche Familien und Jugendliche nutzten den sonnigen Feiertag, um gemeinsam zu grillen, zu tanzen und den Frühling zu feiern.

Hunderte junge Menschen zogen mit Bollerwagen und Musikboxen in den Park und brachten ausgelassene Stimmung mit. Einige Gruppen veranstalteten sogar kleine Raves mit Konfetti und Nebelmaschinen – ein buntes Spektakel, das den Park in eine fröhliche Feiermeile verwandelte.

Trotz einer einzelnen Festnahme blieb die Veranstaltung insgesamt ruhig. Die Polizei musste nicht eingreifen, und das Fest verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle. Der 1. Mai im Maria Lindenhof war somit ein gelungenes Beispiel für ein friedliches, generationsübergreifendes Miteinander.

Schadstoffmobil fährt vom 6. bis 9. Mai durch Dorsten

Das Schadstoffmobil startet zur nächsten Tour. Die Sammeltour von Schadstoffen und Elektrokleingeräten findet vom 6. bis 9. Mai 2025 statt. Am Wertstoffhof können Schadstoffe ganzjährig abgegeben werden.

In vielen Haushalten finden sich Sonderabfälle wie Reinigungsmittel, Desinfektionsmittel, Spraydosen, Pflanzenschutzmittel, Batterien u. ä., die gefährliche Inhaltsstoffe enthalten. In jedem Fall: Sonderabfälle, Altbatterien und Elektroschrott gehören nicht in den Hausmüll.

Zehn Haltepunkte für gefährliche Abfälle

An zehn Haltepunkten können Dorstener Haushalte kostenlos gefährliche Abfälle abgeben. Die Abfälle müssen dabei nach Art, Menge und Größe der Gebinde (max. 20 kg) haushaltsüblich sein. Gewerbliche Anlieferungen sind nicht zulässig.

Nicht angenommen werden: Fahrrad-Akkus, KFZ-Batterien, Feuerlöscher, Gasflaschen.
Ergänzt wird dieses Entsorgungsangebot zudem durch die Annahme von Druckerpatronen, CDs und gebrauchten Elektrokleingeräten (Kantenlänge max. 40 cm) wie z. B. Toaster, Computer, Kaffeemaschine, Staubsauger.

Der Entsorgungsbetrieb warnt dabei vor falscher Entsorgung von Lithium-Ionen-Akkus und Batterien. Hier entsteht hohe Brandgefahr. Bei Beschädigungen kann es zudem zu Kurzschlüssen kommen. Ein Kurzschluss kann dann zum Brand oder zur Explosion führen und schwerwiegende Folgen für Mensch und Umwelt haben.

Am Wertstoffhof, An der Wienbecke 15, können ganzjährig Schadstoffe abgeben werden.
Weitere Infos unter: www.dorsten.de/schadstoffmobil oder unter der Rufnummer 02362 66-56 04.

Der Fahrplan

Dienstag, 6. Mai

  • 9.30 – 10.15 Uhr Holsterhausen (An der Vogelstange / Emmelkämper Weg)
  • 10.40 – 11.10 Uhr Dorf-Hervest (Dorfstraße vor dem Feuerwehrgerätehaus)
  • 11.50 – 12.30 Uhr Alt-Wulfen (Parkplatz der Sportanlage Wittenbrink 11)
  • 12.50 – 13.20 Uhr Deuten Birkenallee/Söltener Landweg. (am Glascontainer)

Mittwoch, 7. Mai

  • 09.30 – 10.15 Uhr Rhade (Dillenweg 120 / Parkplatz der Sportanlage)
  • 10.45 – 11.30 Uhr Lembeck (Am Hagen / Parkplatz der Sportanlage)
  • 12.30 – 13.00 Uhr Barkenberg (Wulfener Markt)  

Freitag, 9. Mai

  • 09.30 – 10.15 Uhr Hardt (Storchsbaumstraße 59 / Parkplatz der Sportanlage des SV Dorsten-Hardt)
  • 10.45 – 11.30 Uhr Altstadt (Parkplatz Lippetal / vor dem Feuerwehrgerätehaus)
  • 12.00 – 12.30 Uhr Altendorf-Ulfkotte (Parkplatz der Sportanlage Gildenweg)

Geringfügige Zeitverschiebungen sind möglich.

„Wir sind und bleiben der verlässliche Partner in unserer Region“

Vereinte Volksbank weiter auf Erfolgskurs: Gesamtkundenvolumen und Bilanzsumme wachsen erneut.

Die Vereinte Volksbank bleibt auf Erfolgskurs. Das gilt zum einen für Bilanzsumme und Gesamtkundenvolumen: Beide wachsen beständig. Das gilt vor allem auch für die weiterentwickelten Finanzdienstleistungen, von denen die Mitglieder, Kunden in Dorsten, Kirchhellen und Bottrop profitieren. „Wir sind weiterhin der qualifizierte Ansprechpartner für die Bedürfnisse der Menschen und Unternehmen in unserer Region, so Vorstandsmitglied Ingo Hinzmann: „Unsere Kollegen unterstützen erfolgreich beim Suchen und Finden von Lösungen. Ob in der Filiale, am Telefon oder digital – auf jeden Fall immer persönlich.“

Auch für Vorstandsmitglied Wissing ist diese gelebte Nähe ein wesentlicher Pluspunkt der Vereinte Volksbank: „Wir sichern die Bargeldversorgung vor Ort und bieten zusätzlich unsere sehr gut bewertete Banking-App an. Wir beraten zur nachhaltig erfolgreichen Geldanlage und ermöglichen gleichzeitig den Kauf und die Finanzierung der Wunsch-Immobilie.“

Strategie geht für die Vereinte Volksbank auf

Dass diese Strategie gut funktioniert, zeigen auch die vorläufigen Geschäftszahlen des Genossenschaftsinstituts: Um 1,9 Prozent auf 2,05 Milliarden Euro stieg die Bilanzsumme zum Stichtag 31. Dezember 2024 im Vergleich zum Vorjahr. Das Gesamtkundenvolumen legte noch deutlicher zu, und zwar um 5,6 Prozent auf 4,31 Milliarden Euro. „Mit anderen Worten: Wir haben im vergangenen Jahr für unsere Mitgliedern und Kunden zusätzliche 226 Millionen Euro bewegt, entweder als Investition in Anlageprodukte oder eben als Kredite“, so Wissing weiter.

„Wichtig war und ist natürlich, dass wir in jeder Situation als verlässlicher Partner wahrgenommen werden und unsere Region weiterentwickeln. Hier ist unsere wichtigste Währung das gegenseitige Vertrauen“, ergänzte Ingo Hinzmann. Dazu sei es unerlässlich, „in der Beratung der Privat- und Firmenkunden weiterhin ganzheitlich und nachhaltig zu agieren. Wir könnten auch sagen: genossenschaftlich zu beraten“.

Während die Zahl der Kunden der Vereinten Volksbank weiter wächst, blieb die Mitgliederzahl mit 34.370 nahezu konstant. 715 Personen wurden im vergangenen Jahr Anteilseigner. Es gelte jetzt, vor allem mehr jüngere Menschen von der Idee und den Vorteilen der Mitgliedschaft überzeugen.

„Unsere Verbundenheit mit unserer Region, die Nähe zu den Menschen vor Ort und unser Engagement sowohl bei Finanzdienstleistungen als auch als aktiver Teil unserer Gesellschaft werden wir noch bekannter machen“, machte der Vorstand klar: „Wir wissen, dass auch viele junge Menschen dies zu schätzen wissen – und überhaupt in dieser Zeit das Bedürfnis nach Sicherheit und Gemeinschaft groß ist. Da sind wir als Vereinte Volksbank mit unseren genossenschaftlichen Werten genau der richtige Ansprechpartner.“

Neue SB-Standorte auch in Dorsten

Nicht nur, aber auch deshalb werde man weiter in die Filialstandorte investieren. Erste Schritte seien die neuen SB-Standorte, die jetzt abseits von bewohnten Immobilien die Bargeldversorgung sicherstellen. „Wir schaffen darüber hinaus für unsere Mitglieder und Kunden positive Erlebnisse, wenn sie zum Beispiel unsere Regionalmarktzentren in Dorsten, Kirchhellen und Bottrop betreten. Auch hier denken wir über weitere Investitionen nach“, so die beiden Vorstandsmitglieder Ingo Hinzmann und Martin Wissing.

50. Jubiläum: Schützenfest St. Marien 2025 lässt das Marienviertel feiern

Vom 9. bis 11. Mai 2025 verwandelt sich das Marienviertel in ein Festgelände: Der Schützenverein St. Marien feiert sein 50-jähriges Bestehen – mit viel Musik, Tradition und einem besonderen Gemeinschaftsgefühl. Drei Tage lang steht das Viertel im Zeichen des Schützenfest St. Marien 2025. Mit Kaiserschießen, Festumzug und Königsschießen wird das Jubiläum feierlich begangen.

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Bereits am 3. Mai stimmt sich der Verein mit einer feierlichen Vorparade auf das Jubiläum ein. Nach dem Marsch durch das Viertel findet unter der Pfarrwiese ein geselliges Zusammensein statt – ein erstes Highlight vor dem großen Festwochenende.

Foto: Petra Bosse

Vom Kaiserschießen am Freitag über das Biervogelschießen und Livemusik am Samstag bis hin zum festlichen Königsschießen mit großem Umzug am Sonntag bietet das Programm für jeden etwas – musikalisch, traditionell und gesellig. Auch die Gastvereine aus der Region werden erwartet, um das Schützenfest St. Marien gemeinsam mit dem Marienviertel zu feiern.

Ein Schützenfest mit Geschichte

Hinter dem diesjährigen Jubiläum liegt eine außergewöhnliche Zeit: Der letzte König legte 2019 sein Amt nach wenigen Wochen nieder – und Klaudia I. Gellings übernahm die Regentschaft allein. Aufgrund der Corona-Pandemie blieb sie noch zwei weitere Jahre im Amt – ein Novum in der Vereinsgeschichte.

Foto: Schützenverein St. Marien

Auch 2023 musste das Schützenfest St. Marien erneut abgesagt werden, da die Festwiese wegen des Ukrainekriegs als Flüchtlingsunterkunft diente. Seither ist der Thron vakant. Doch zum Jubiläum wurde eine besondere Lösung gefunden: erstmals wird ein Kaiserschießen veranstaltet, bei dem sich alle ehemaligen Majestäten beteiligen können.

Foto: Petra Bosse

„Sonst hätten wir keinen amtierenden König gehabt, um die anderen Abordnungen zu empfangen“, erklärt Vorsitzender Simon-Daniel Kißmer-Imping. „So aber können wir das Fest würdevoll gestalten – mit einem Kaiser, der unsere Schützentradition hochhält.“

Das Kaiserpaar wird die Gastvereine am Samstagabend empfangen – und das Fest gemeinsam mit dem Vorstand feierlich begleiten.

Schützenverein St. Marien: Vereinsgeschichte mit Herz

Der Schützenverein St. Marien wurde am 22. Juni 1975 von 23 ehemaligen Mitgliedern des Bürgerschützenvereins Hervest-Dorsten gegründet. Als erstes gemeinsames Fest traf man sich auf dem Hof Krampe – der Ursprung des traditionellen Sommerfestes. Bereits 1976 errichtete der junge Verein das Ehrenmal am Marienfriedhof, 1977 folgte das erste Schützenfest.

Foto: Petra Bosse

Ein besonders emotionales Zeichen ist das Vereinswappen, das von der Künstlerin Tisa von der Schulenburg entworfen wurde. Ihr Motto: „Die Liebe ist stärker als der Tod“ – ein Leitgedanke, der bis heute im Verein spürbar ist.

Heute zählt der Verein rund 200 Mitglieder und ist aus dem Dorfleben im Marienviertel nicht mehr wegzudenken.

Foto: Petra Bosse

Der Festablauf im Überblick

Samstag, 3. Mai – Vorparade

  • 15 Uhr: Antreten beim Wirtshaus Lunemann
  • 15.15 Uhr: Abmarsch zum Friedhof St. Marien
  • 15.45 Uhr: Kranzniederlegung und Marsch durch das Marienviertel
  • Anschließend: Gemütliches Beisammensein unter der Pfarrwiese

Freitag, 9. Mai – Kaiserschießen & Party

  • 18 Uhr: Eröffnung durch die Böllergruppe, Anmeldung zum Kaiserschießen
  • 18.30 Uhr: Kaiserschießen mit musikalischer Begleitung durch den Spielmannszug Holsterhausen-Dorf
  • Anschließend: Kaiserparty im Festzelt mit DJ Andy

Samstag, 10. Mai – Biervogelschießen & Livemusik

  • 13 Uhr: Anmeldung zum Biervogelschießen
  • 18 Uhr: Eintreffen der Gastvereine auf der Wiese am Luner Weg/Möllenweg. Der Kaiserthron trifft sich bei der Gaststätte Lunemanns
  • 19 Uhr: Abmarsch ins Zelt unter Führung des Spielmannszugs Holsterhausen-Dorf
  • 19.30 Uhr: Einmarsch des Kaiserthrons unter Führung des Fanfarendorps Hervest-Dorsten
  • 20 Uhr: Begrüßung der Gastvereine durch den 1. Vorsitzenden
  • 20.30 Uhr: Beginn des Kaiserballs
  • Musikalischer Höhepunkt: Livemusik mit der sechsköpfigen Band „JustNow“

Sonntag, 11. Mai – Königsschießen & großer Festumzug

  • 11 Uhr: Anmeldung zum Königsschießen, musikalisch begleitet von der Blasmusik St. Marien. Danach Königsschießen und anschließende Krönung
  • 15 Uhr: Antreten zum großen Jubiläumsumzug durch das Marienviertel
  • Anschließend: Feierlicher Ausklang im Festzelt

Erfolgreiche „Tanz in den Mai“-Feier in der Galerie der Traumfänger

Mit einer rauschenden 90er-Party hat die Galerie der Traumfänger, die große Festhalle im CreativQuartier Fürst Leopold, am Mittwochabend ihre dritte „Tanz in den Mai“-Veranstaltung gefeiert. Unter dem Motto „Back To The 90s“ wurde die Halle zur bunten Zeitkapsel – inklusive Konfettiregen, Neonfarben und kultigen Hits.

Die Gäste ließen sich von der mitreißenden Atmosphäre anstecken und feierten ausgelassen in den Mai. Zu den Klängen von Britney Spears, Snap!, den Backstreet Boys oder den Vengaboys tanzten die Dorstener bis tief in die Nacht.

„Wir wollten den Spirit der 90er wieder aufleben lassen – und das ist uns definitiv gelungen“, befanden die Veranstalter mit Blick auf die voll besetzte Tanzfläche. Die Galerie der Traumfänger bebte unter den Beats und der Energie der Feiernden – und machte damit einmal mehr deutlich, dass sie sich als feste Größe im kulturellen Veranstaltungskalender der Region etabliert hat. Der dritte „Tanz in den Mai“ machte da keine Ausnahme.

Der große Höhepunkt des Abends: ein riesiger Konfettiregen, der die Halle in ein buntes Lichtermeer tauchte und für echte Gänsehautmomente sorgte.

Dorsten durch Kinderaugen: Mia und Elyas treffen Bürgermeister Stockhoff

Seit Ende 2020 vertreten Dorstener Kinderbürgermeister*innen die Interessen der Grundschulkinder. Aktuell im Amt: Mia Henkel und Elyas Ahmetovic. Gemeinsam mit ihren Klassen trafen sie Bürgermeister Tobias Stockhoff – und hatten viele Fragen.

Austausch auf Augenhöhe

Mia Henkel von der Don-Bosco-Schule in Lembeck und Elyas Ahmetovic von der Bonifatiusschule in Holsterhausen haben seit Beginn ihrer Amtszeit als Kinderbürgermeisterin und Kinderbürgermeister zahlreiche Einblicke in die Stadtpolitik erhalten. Ein besonderer Moment war der persönliche Austausch mit Bürgermeister Tobias Stockhoff.

Kinderbürgermeister Dorsten 2025
Foto: Stadt Dorsten

Elyas besuchte mit seiner Klasse das Rathaus. Im großen Ratssaal durften die Kinder viele Fragen stellen – etwa zur Arbeit eines Bürgermeisters, zu seinen Aufgaben oder auch ganz direkt:
„Wie alt bist du? Warum wolltest du Bürgermeister werden?“

Mia empfing Bürgermeister Stockhoff in ihrer Schule in Lembeck. Auch dort interessierten sich die Kinder für persönliche und politische Themen. Der Bürgermeister nahm sich Zeit, erklärte unter anderem den Unterschied zwischen politischen Parteien – „So ähnlich wie bei Fußballmannschaften, jede hat ihre eigene Strategie“, erklärte er anschaulich.

Ein Höhepunkt war das Anprobieren der Amtskette. Die Kinder erfuhren dabei auch mehr über das Stadtwappen und die Aufgaben der Verwaltung.

Wünsche und Ideen aus erster Hand

In Lembeck ging es zudem um konkrete Anliegen: Eine Schule soll zur Kita umgebaut werden – und der Wunsch nach einer neuen Rutsche wurde ebenfalls geäußert. Mia schilderte die Ideen ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler offen, während Bürgermeister Stockhoff Einblick in die Entscheidungsprozesse gab: „Wir können nicht alles sofort umsetzen, aber jede Idee zählt.“

Karneval mit den Stadtprinzessinnen

Ein weiteres Highlight war der Rosenmontagsumzug in der Dorstener Innenstadt. Mia und Elyas durften auf dem Wagen der Stadtprinzessinnen Simone I. und Zoé I. mitfahren.
„Das war ein toller Tag – wir haben so viele Kamelle geworfen!“, berichtete Elyas begeistert.

Kinderbürgermeister Dorsten 2025
Foto: Stadt Dorsten

Verabschiedung beim Weltkindertag

Im September 2025 endet die Amtszeit der beiden Kinderbürgermeisterinnen. Beim Weltkindertag am 21. September rund um den Treffpunkt Altstadt werden sie offiziell verabschiedet – und die neuen Amtsinhaberinnen vorgestellt.

Bis dahin stehen für Mia und Elyas noch einige Termine an. Schon jetzt steht fest: Ihr Engagement hat viele Begegnungen ermöglicht – und gezeigt, wie Kinder aktiv mitgestalten können.

„Crash of Generations“: Vinylcafé feiert ausgelassen in den Mai

Mit einem mitreißenden Mix aus Rock, Gothic und tanzbaren Klassikern lockte das Dorstener Vinylcafe am Mittwoch zahlreiche Gäste zur „Crash of Generations“-Party. Zwei DJs sorgten dabei für beste Stimmung und eine gut gefüllte Tanzfläche.

Zwei DJs – ein Soundtrack über Jahrzehnte hinweg

Anlässlich der „Tanz in den Mai“-Feier brachte das Vinylcafe verschiedene Generationen zusammen – verbunden durch einen musikalischen Abend voller Kult-Hits. DJ Hermann und DJ Phil legten Songs aus den 80er- und 90er-Jahren auf. Dabei spannten sie einen Bogen von rockigen Klängen über elektronische Beats bis hin zu dunkleren Gothic-Tönen.

Stimmungsvolles Ambiente und ausgelassenes Publikum

Der abwechslungsreiche Musikmix kam beim bunt gemischten Publikum bestens an: Es wurde getanzt, mitgesungen und gefeiert – ganz im Zeichen der musikalischen Nostalgie. Die gelungene Kombination aus stimmungsvollem Sound und dem gemütlichen Ambiente des Cafés sorgte für ausgelassene Stimmung bis in die frühen Morgenstunden.

Gelungener Tanz in den Mai am Wulfener Wappenbaum

Am Mittwochabend, dem 30. April 2025, herrschte rund um den Wappenbaum in Wulfen beste Volksfeststimmung. Bei warmem Frühlingswetter kamen zahlreiche Besucher zusammen, um gemeinsam in den Mai zu tanzen. Das traditionelle Maifest fand bereits zum 15. Mal statt und lockte mit Musik, guter Laune und einem abwechslungsreichen Programm.

Pünktlich um 18 Uhr eröffnete Reiner Schulze-Tenberge, Vorsitzender des Wulfener Wappenbaum Vereins, gemeinsam mit seinem Stellvertreter Thorsten Schadwinkel das Fest. Begleitet wurde der Auftakt von der Wulfener Blasmusik und dem Spielmannszug. Die musikalische Begleitung sorgte gleich zu Beginn für eine fröhliche und einladende Atmosphäre.

Auch Bürgermeister Tobias Stockhoff und Landrat Bodo Klimpel besuchten das Fest. Beide zeigten sich beeindruckt vom großen ehrenamtlichen Engagement der Wulfener Vereine und dem kontinuierlichen Wachstum des Festes. „Es ist wirklich bewundernswert, was der Wulfener Wappenbaum Verein hier aufgebaut hat“, lobte Tobias Stockhoff.

Geselligkeit, Kulinarik und Kinderfreude

Auf dem Platz herrschte eine fröhliche, entspannte Volksfestatmosphäre. Die Besucher freuten sich über leckere Würstchen und Nackensteaks vom Grill. An der Wein- und Sektbar sowie an den Getränkeständen wurden kühle Erfrischungen ausgeschenkt. Für eine süße Abwechslung sorgte ein mobiler Eistruck, der vor allem bei Familien gut ankam.

Kinder nutzten die große Wiese zum Herumtollen und Spielen. Überall sah man Menschen im Gespräch, an Stehtischen, auf Bänken oder den fest installierten Sitzgelegenheiten rund um den Platz. Viele Gäste trafen alte Bekannte, tauschten Erinnerungen aus und genossen das Miteinander.

Schalke-Maskottchen Erwin sorgt für Überraschung

Ein besonderes Highlight für die kleinen Gäste war der Besuch von Erwin, dem beliebten Maskottchen des FC Schalke 04. Geduldig schrieb er Autogramme auf Bälle und Karten und stellte sich für Fotos zur Verfügung. Die Kinder waren begeistert und nahmen dieses besondere Erlebnis gerne mit nach Hause.

Tanz in den Mai bis tief in die Nacht

Am Abend übernahm ein DJ das Musikprogramm und sorgte für ausgelassene Stimmung. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, das Tanzbein zu schwingen oder einfach bei Musik und Gesprächen den Frühlingsabend zu genießen. Bis 1 Uhr in der Nacht wurde ausgelassen gefeiert.

Ein Fest von Wulfenern für Wulfener

Das Maifest wäre nicht möglich ohne den Einsatz der inzwischen 26 beteiligten Vereine. Zahlreiche Ehrenamtliche halfen beim Aufbau, betreuten die Stände, versorgten die Gäste und kümmerten sich auch um den späteren Abbau. Reiner Schulze-Tenberge bedankte sich bei allen Helfern sowie bei den Sponsoren und Spendern.

„Dieses Fest zeigt, wie stark unser Zusammenhalt in Wulfen ist. Ich bin stolz auf alle, die dazu beigetragen haben“, so der Vereinsvorsitzende am Ende des Abends.

Mit dieser gelungenen Veranstaltung hat der Wulfener Wappenbaum Verein erneut gezeigt, wie lebendig Dorfleben sein kann. Das Maifest 2025 wird vielen lange in Erinnerung bleiben.

Buchvorstellung: Dorsten erinnert sich an Tisa von der Schulenburg

Das Buch „Begegnung mit Tisa“ von Erika Reichert und Edelgard Moers widmet sich dem Leben und Wirken einer besonderen Frau, die als Künstlerin und Ordensschwester viele Menschen berührt hat. Es versammelt persönliche Erinnerungen und Einblicke in ein bewegtes Leben zwischen Kunst, Glaube und sozialem Engagement.

Tisa von der Schulenburg wurde auf Schloss Tressow in Mecklenburg geboren. Über fünf Jahrzehnte lang wirkte sie aber schließlich in Dorsten, wo sie später zur Ehrenbürgerin ernannt wurde.

120 Jahre Tisa von der Schulenburg

Anlässlich ihres 120. Geburtstag im Jahr 2023 wurden in Dorsten und Tressow Veranstaltungen abgehalten, bei denen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen von ihren persönlichen Erfahrungen mit Tisa berichten.

Ergänzt wurden diese Beiträge durch Filmausschnitte und Fotografien, die das Engagement der Künstlerin und Ordensfrau eindrucksvoll dokumentieren. Ihr Einsatz für Mitmenschlichkeit, Gerechtigkeit und die Würde jedes Einzelnen war vielen bis heute ein Vorbild. Aus dem Wunsch heraus, die Erinnerung zu wahren, entstand die Idee zu diesem Buch.

Mehr als zwanzig Autorinnen und Autoren schildern darin ihre ganz persönlichen Begegnungen mit Tisa. Darüber hinaus berichten Lehrerinnen und Projektleiterinnen, wie sie gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern das Leben und Wirken der Künstlerin im Unterricht aufgearbeitet haben.

Im Mittelpunkt steht dabei oft das soziale Engagement Tisas, das sich auch in ihren Kunstwerken widerspiegelt. Insbesondere ihr Mitgefühl mit benachteiligten Menschen.

Insgesamt zeigt das Buch, wie stark sich sowohl jüngere als auch ältere Generationen mit dem Erbe der Künstlerin auseinandersetzen. Dadurch bleibt Tisa von der Schulenburg auch heute ein lebendiger Teil der Erinnerungskultur in Dorsten.

Das Buch ist im Europäischen Universitätsverlag in Bochum erschienen und ist ab sofort erhältlich.

Mehr zu Tisa von der Schulenburg gibt es hier.

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