Im Format „Tier des Monats“ stellt Dorsten-Online gemeinsam mit dem Tierheim Dorsten Tiere vor, die ein neues Zuhause suchen – persönlich im Video und mit begleitendem Artikel. In der aktuellen Folge dreht sich alles um die jüngsten Bewohner des Tierheims: die Kitten.
Im Video spricht Moderatorin Marie Falke mit Tierpflegerin Sonja Czlapa über die kleinen Samtpfoten, ihre Entwicklung und worauf zukünftige Halter bei der Anschaffung achten sollten.
Moderatorin Marie Falke mit Tierpflegerin Sonja Czlapa. Foto: Borgwardt
Ein guter Start ins Katzenleben
Bevor die Kitten das Tierheim verlassen dürfen, werden sie sorgfältig auf ihr neues Zuhause vorbereitet. Gesundheit und eine gute Sozialisierung stehen dabei an erster Stelle.
Bei ihrer Vermittlung sind die jungen Katzen bereits altersgerecht grundimmunisiert, regelmäßig entwurmt, gechippt und tierärztlich betreut.
Außerdem gilt für alle vom Tierheim vermittelten Kitten eine Kastrationspflicht. Damit die neuen Besitzer dabei unterstützt werden, erhalten sie einen Kastrationsgutschein für die behandelnde Tierärztin des Tierheims.
Foto: Tierheim Dorsten
Kitten werden nicht alleine vermittelt
Ein besonders wichtiger Grundsatz des Tierheims lautet: Kein Kitten soll alleine aufwachsen.
Katzen sind soziale Tiere und lernen gerade in den ersten Lebensmonaten viel voneinander. Deshalb vermittelt das Tierheim seine Kitten grundsätzlich paarweise – entweder gemeinsam mit einem gleichgeschlechtlichen Geschwisterchen oder Spielpartner oder zu einer bereits vorhandenen, etwa gleichaltrigen Katze.
Eine Einzelvermittlung findet nicht statt.
Foto: Tierheim Dorsten
Artgerechte Haltung ist wichtig
Auch bei Wohnungskatzen legt das Tierheim großen Wert auf eine artgerechte Haltung. Dazu gehören ausreichend Platz, Klettermöglichkeiten, Rückzugsorte und genügend Raum zum Spielen und Erkunden.
Wer sich für ein Kitten entscheidet, übernimmt Verantwortung für viele Jahre. Umso wichtiger ist es, die Bedürfnisse der Tiere bereits vor dem Einzug zu berücksichtigen.
Jeder Stubentiger ist anders
So niedlich die kleinen Katzen auch sind – jedes Kitten bringt seinen ganz eigenen Charakter mit.
Während einige sofort neugierig auf Menschen zugehen und ihre Umgebung erkunden, brauchen andere etwas mehr Zeit, um Vertrauen zu fassen. Auch schüchterne Tiere haben die Chance auf ein passendes Zuhause verdient, in dem sie ohne Druck ankommen dürfen.
Deshalb achtet das Tierheim bei jeder Vermittlung darauf, dass Charakter und Bedürfnisse der Tiere möglichst gut zu ihren neuen Menschen passen.
Foto: Tierheim Dorsten
Interesse an einem Kitten?
Wer einem oder zwei Kitten ein Zuhause schenken möchte, kann sich direkt an das Tierheim Dorsten wenden. Das Team beantwortet gerne Fragen zur Haltung, Eingewöhnung und zur Auswahl passender Tiere.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme gibt es auf der Website des Tierheims:
Im Tierheim Dorsten kümmern sich hauptamtliche Tierpflegerinnen und Tierpfleger, ein Auszubildender, ein Bundesfreiwilligendienstleistender sowie zahlreiche Ehrenamtliche um die Tiere.
„Wir freuen uns über jede Unterstützung, die wir erhalten können“, heißt es aus dem Team.
Ein 26 Jahre alter Mann aus Dorsten muss sich ab Mittwoch, 22. Juli, vor dem Landgericht Essen verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Vergewaltigung, schweren sexuellen Missbrauch eines Kindes und die Abgabe von Betäubungsmitteln an eine Minderjährige vor.
Angeklagter soll 13-Jährige am Kanal kennengelernt haben
Laut Anklageschrift habe der damals 24 Jahre alte Beschuldigte die 13-Jährige im Sommer 2024 am Kanal in Dorsten kennengelernt. Danach hätten sich beide mehrfach getroffen.
Bei einem Treffen am 8. September 2024 sowie bei einem weiteren Treffen im selben Monat soll der Mann das Mädchen zu sexuellen Handlungen gedrängt haben. Obwohl die 13-Jährige jeweils erklärt habe, dass sie dies nicht wolle, soll der Angeklagte sexuelle Handlungen an ihr vorgenommen und sie zu einer sexuellen Handlung an ihm veranlasst haben.
Anklage wirft Dorstener Verkauf von MDMA vor
Darüber hinaus soll der Mann der Minderjährigen am 8. September 2024 eine Tablette MDMA (bekannt als Ecstasy) verkauft haben. Nach Angaben des Landgerichts habe sie am folgenden Tag eine Hälfte der Tablette in der Schule konsumiert.
Die zur Last gelegten Taten sollen sich zwischen dem 8. September und dem 1. Oktober 2024 in Dorsten ereignet haben. Verhandelt wird vor der 24. Großen Strafkammer des Landgerichts Essen. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt der Angeklagte als unschuldig.
Mit einem großen Einmarsch der Mannschaften ist am Samstag die 40. Sportplatzolympiade des SV Dorsten-Hardt eröffnet worden. Im Hermann-Grefer-Sportpark zogen zahlreiche Kinder mit Fahnen, Schildern und farbigen Trikots über den Platz. Dabei waren nicht nur echte Länder wie Argentinien, Kroatien, die Niederlande, Kamerun, Marokko, Jamaika, Polen, Griechenland, Japan oder Schottland vertreten. Auch fantasievolle Mannschaftsnamen wie Traumland, Märchenland oder Abenteuerland gehörten zum bunten Teilnehmerfeld.
Trotz bewölkten Himmels war die Stimmung auf dem Sportgelände gut. Schon beim Einmarsch wurde deutlich, was die Sportplatzolympiade seit Jahrzehnten ausmacht: Bewegung, Teamgeist, Ferienfreude und ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Die Kinder der Jahrgänge 2012 bis 2020 starten in dieser Woche in ihren Teams bei Turnieren, Wettspielen, Sportabzeichen-Aktionen und vielen weiteren Programmpunkten.
Einmarsch als Höhepunkt des Auftakts
Bereits am Vormittag wurden die teilnehmenden Kinder in die Spielermeldelisten eingetragen. Anschließend wurden die Mannschaften gebildet, T-Shirts ausgegeben und Gruppenfotos gemacht. Gegen Mittag formierten sich die Gruppen zum Abmarsch, bevor am frühen Nachmittag die offizielle Eröffnung folgte.
Foto: Nele de Cilia
Der Einmarsch ins Stadion gehört traditionell zu den besonderen Momenten der Sportplatzolympiade. Begleitet von Betreuern und Helfern zogen die Kinder in langen Reihen über den Kunstrasen. Viele trugen kleine Fahnen, andere hielten die Schilder ihrer Mannschaften hoch. Durch die Mischung aus Ländergruppen und Fantasieländern entstand ein farbenfrohes Bild, das an eine kleine olympische Eröffnungsfeier erinnerte und zugleich den spielerischen Charakter der Veranstaltung betonte.
Zur Eröffnung gehörten auch die Begrüßung der Teilnehmer und Gäste, das olympische Feuer sowie das Aufziehen der Lagerfahne. Damit war der Startschuss für eine ganze Woche Sport, Spiel und Ferienprogramm auf der Hardt gegeben.
Ferienklassiker seit 1987
Die Sportplatzolympiade des SV Dorsten-Hardt ist längst ein fester Bestandteil der Sommerferien in Dorsten. Seit 1987 wird das Vereinsgelände in den Ferien für Kinder geöffnet. Aus einer Idee, den Sportplatz auch während der schulfreien Zeit sinnvoll zu nutzen, ist über die Jahre ein großes Ferienangebot geworden, das inzwischen mehrere Generationen verbindet.
Viele Eltern kennen die Sportplatzolympiade noch aus ihrer eigenen Kindheit. Einige der heutigen Helfer und Betreuer standen früher selbst als Kinder bei der Eröffnung auf dem Platz. Gerade dieser familiäre Charakter prägt die Veranstaltung bis heute.
In diesem Jahr feiert die Sportplatzolympiade ihre 40. Auflage. Dass der Auftakt weiterhin mit so viel sichtbarer Begeisterung begangen wird, zeigt, welchen Stellenwert die Veranstaltung auf der Hardt und darüber hinaus hat.
Sport, Spiel und Musik bis Freitag
Nach der Eröffnung ging es am Samstag mit einem „Spiel ohne Grenzen“ weiter. Am Abend standen eine Siegerehrung, eine Kinderdisco und Live-Musik auf dem Programm.
In den kommenden Tagen warten weitere Turnierspiele, Sportabzeichen, leichtathletische Einzelwettkämpfe, Wasserspaß, Wettspiele, eine Hüpfburg, Aktionen mit der Feuerwehr und Unterhaltungsangebote auf die Kinder. Am Freitag, 24. Juli, endet die Sportplatzolympiade mit Siegerehrungen, der Ausgabe von Sportabzeichen und Urkunden sowie Musik am Abend.
Die Teilnahme an der Sportplatzolympiade ist kostenlos. Für das Mittagessen von Montag bis Freitag können sich Kinder gegen einen Beitrag von 3,50 Euro pro Tag jeweils zwei Tage vorher am Verkaufsstand anmelden. Unterstützt werden Essensausgabe und Zubereitung in diesem Jahr von der Manuel Neuer Kids Foundation.
Sportplatzolympiade auf der Hardt - Fotos: Nele de Cilia
Musik, Trommelrhythmen und jede Menge Applaus prägten am Samstag den Dorstener Kultursommer auf dem Gelände des Reitervereins Lippe-Bruch Gahlen in Östrich. Vor allem Eltern und Großeltern waren gekommen, um die Auftritte ihrer Kinder und Enkel zu verfolgen. Die Resonanz fiel zwar überschaubar aus, die Stimmung vor der Bühne war dennoch herzlich und die Akteure wurden mit viel Beifall belohnt.
Foto: Ute Heidermann-Rösler
Trommelgruppe Kinder de Musikschule und eröffnen das Programm
Den Auftakt der Veranstaltung machten die Kinder Musikschule Dorsten dund die Trommelgruppe Altstadt Groove. Rhythmus pur lieferte die Trommelgruppe Altstadt Groove. Mit ihren mitreißenden Beats brachte sie das Publikum zum Mitwippen und sorgte für viel Begeisterung.
Das Programm hatten der Heimatverein Gahlen, die AG Östrich und das Östricher Bürgerforum gemeinsam zusammengestellt.
Foto: Ute Heidermann-Rösler
Bürgermeister Tobias Stockhoff erinnerte daran, dass es sich um die dritte und letzte Veranstaltung des Dorstener Kultursommers in diesem Jahr handelte. Besonders beeindruckt zeigte er sich von den jungen Musikerinnen und Musikern.
Foto: Ute Heidermann-Rösler
„Ihr seid hier mein absolutes Highlight für den Kulturtag 2026. Ihr habt noch einmal einen Riesenapplaus verdient. Dankeschön. Und hier darf ich sagen: Ihr seid ein ganzes Stück musikalischer als der Bürgermeister.“
Für diese Worte gab es viel Gelächter und einen kräftigen Applaus aus dem Publikum.
Vielfältiges Programm bis in den Abend
Zum weiteren Programm gehörten die Poetry-Slammer der Pottpoesie, Didi and Friends, Danny and the Chicks mit Rock’n’Roll sowie die Premiere des Dorstener Improvisations Orchesters. Der Eintritt war frei.
Mit der Veranstaltung in Östrich ging der Dorstener Kultursommer 2026 zu Ende.
Veranstaltungen Dorsten, Ferienangebote und Freizeitideen für den Sommer: Dieser Überblick sammelt aktuelle Termine, verweist auf kostenlose und niedrigschwellige Angebote für Familien und führt direkt ins Freizeitspezial 2026.
Die Sommerferien müssen nicht weit weg stattfinden. In Dorsten gibt es in den kommenden Wochen Schützenfest, Musik, Märkte, Lesungen, Familienangebote, Tier- und Naturthemen sowie kurze Ausflüge vor der Haustür. Diese Auswahl wird während der Ferien aktualisiert: abgelaufene Termine nehmen wir heraus, neue Hinweise ergänzen wir.
Freizeitspezial 2026: Sommerideen für Dorsten
Das Freizeitspezial 2026 bündelt Ideen für Dorsten und die Region: Natur, Radwege, Wasser, Spielplätze, Ausflüge, Schlechtwetter-Ideen und Ziele für Familien. Wer Ferientage ohne lange Suche planen möchte, findet dort außerdem das PDF des Specials zum Durchblättern.
Für Familien, die in den Ferien nicht verreisen oder bewusst vor Ort bleiben, lohnt zusätzlich der Blick in den Artikel Ferienprogramm Dorsten 2026: Angebote für Familien zu Hause. Dort geht es um offene Kinder- und Jugendeinrichtungen, Vereine, die Jugendförderung, mobile Angebote wie das DoKiMo und Möglichkeiten, die auch ohne großen Urlaubsplan Feriengefühl schaffen können.
Nicht jedes Angebot ist für jedes Alter oder jeden Zeitraum passend. Aber gerade Jugendhäuser, Vereine, Kirchengemeinden, Stadtbibliothek, Kulturrucksack, Sportvereine und Einrichtungen im Stadtteil sind gute erste Anlaufstellen, wenn Familien nach kostenlosen oder niedrigschwelligen Ferienideen suchen.
Veranstaltungen Dorsten: die nächsten Termine
Die folgenden Termine sind nach Datum sortiert. Details, Änderungen und mögliche Anmeldehinweise stehen jeweils im verlinkten Kalendereintrag.
16. August: Modellbahnbörse in der Kaue Sammler, Modellbahnfreunde und Besucher können ab 11 Uhr in der Kaue im CreativQuartier Fürst Leopold stöbern und sich austauschen.
Neben den festen Terminen lohnt der Blick auf einfache Ferienklassiker: Radfahren entlang von Lippe und Kanal, ein Nachmittag im Bürgerpark Maria Lindenhof, Wasser- und Spielplätze, ein Besuch im Atlantis Dorsten, kleine Touren in die Hohe Mark oder Ausflüge in die Nachbarorte. Viele dieser Ideen funktionieren spontan und lassen sich gut mit einem Kalendertermin verbinden.
Wer neue Veranstaltungen melden möchte, findet im Veranstaltungskalender die Kontaktdaten der Redaktion. Für diesen Überblick gilt: Er soll während der Sommerferien frisch bleiben und Dorstener Familien, Jugendlichen und Freizeitfans schnell zeigen, was als Nächstes ansteht.
Die Pfarrei St. Matthäus setzt ihre Sommerkirche auch in diesem Jahr fort. Während der Sommerferien werden die Sonntagsgottesdienste an wechselnden und teilweise ungewöhnlichen Orten in den drei Gemeinden der Pfarrei gefeiert. Den Auftakt bildet am Sonntag, 19. Juli, eine Heilige Messe auf dem Hof Schürmann in Wulfen.
Der Gottesdienst beginnt um 10.30 Uhr an der Adresse Buchenhöfe 117. Er findet auch bei schlechtem Wetter auf dem Hof statt. Im Anschluss lädt der Heimatverein Wulfen zu einem Frühschoppen ein. Angeboten werden gekühlte Getränke, Pommes mit Currywurst sowie Bratwurst im Brötchen.
Sonntagsgottesdienste an wechselnden Orten
Während der gesamten Sommerferien finden die Vorabendmessen samstags um 17.30 Uhr ausschließlich in der St.-Matthäus-Kirche statt. Die Sonntagsmessen werden dagegen an verschiedenen Orten in den drei Gemeinden der Pfarrei gefeiert.
Sollte das Wetter einen Gottesdienst unter freiem Himmel nicht zulassen, wird die Messe, sofern nichts anderes angekündigt wurde, in die Kirche der jeweiligen Gemeinde verlegt. Nach Möglichkeit soll das Läuten der Kirchenglocken über eine Verlegung informieren.
Für sämtliche Freiluftgottesdienste bietet die Pfarrei einen Fahrdienst an. Anmeldungen nimmt das Pfarrbüro unter Telefon 02369/4145 entgegen.
Die weiteren Termine der Sommerkirche
Samstag, 25. Juli, 17.30 Uhr: Vorabendmesse in der St.-Matthäus-Kirche
Sonntag, 26. Juli, 10.30 Uhr: Gottesdienst am Barkenberger See
Samstag, 1. August, 17.30 Uhr: Vorabendmesse in der St.-Matthäus-Kirche
Sonntag, 2. August, 10.30 Uhr: Gottesdienst auf dem Schulhof in Deuten, anschließend Umtrunk mit Imbiss
Samstag, 8. August, 17.30 Uhr: Vorabendmesse in der St.-Matthäus-Kirche
Sonntag, 9. August, 10.30 Uhr: Gottesdienst am AWO-Seniorenzentrum Am See
Samstag, 15. August, 17.30 Uhr: Vorabendmesse in der St.-Matthäus-Kirche
Sonntag, 16. August, 10.30 Uhr: Gottesdienst am Schloss Lembeck, anschließend Umtrunk mit Imbiss
Samstag, 22. August, 17.30 Uhr: Vorabendmesse in der St.-Matthäus-Kirche
Sonntag, 23. August, 10.30 Uhr: Gottesdienst am Heimathaus Wulfen, Rhönweg 11, anschließend Umtrunk mit Imbiss. Die Messe findet auch bei schlechtem Wetter dort statt.
Samstag, 29. August, 17.30 Uhr: Vorabendmesse in der St.-Matthäus-Kirche
Sonntag, 30. August, 10.30 Uhr: Gottesdienst auf dem Hof Badde, Dülmener Straße 205. Die Jagdhornbläser gestalten die Messe musikalisch mit. Anschließend gibt es einen Umtrunk mit Imbiss.
Der Dorstener Kultursommer zieht weiter in die Stadtteile. Am Samstag, 18. Juli 2026, macht die von der Stadt Dorsten und der Vereinten Volksbank getragene Veranstaltungsreihe Station in Östrich. Von 16 bis 22 Uhr verwandelt sich das Gelände des Reitervereins Lippe-Bruch Gahlen an der Nierleistraße 22 in einen Treffpunkt für Musik, Poesie und kreative Beiträge aus Dorsten und der Region.
Nach dem großen Auftakt mit der Big Band der Bundeswehr im Lippetal setzt der Kultursommer damit sein Jubiläumskonzept fort. In seiner 10. Auflage rückt die Reihe nicht nur große Bühnenmomente in den Mittelpunkt, sondern auch besondere Orte in den Stadtteilen. In Östrich soll daraus ein bewusst offenes Kulturfest werden, bei dem nicht nur zugeschaut, sondern auch mitgemacht werden kann.
Programm reicht von Djembe bis Rock ’n’ Roll
Das Programm haben der Heimatverein Gahlen AG Östrich und das Östricher Bürgerforum gemeinsam zusammengestellt. Es zeigt, wie breit Kultur vor Ort verstanden werden kann. Junge Musiker von JeKits Dorsten präsentieren ihr Können, Altstadtgroove bringt mit Djembe-Rhythmen Bewegung auf das Gelände, und Didi and Friends sorgen für handgemachten Gitarrensound.
Auch die Pottpoesie ist mit Poetry Slam vertreten. Am Abend übernehmen Danny and the Chicks die Bühne und bringen Rock ’n’ Roll nach Östrich. Damit reicht die Mischung von Nachwuchsförderung über rhythmische Mitmachenergie bis hin zu klassischen Bühnenauftritten.
„Danny and the Chicks“ und bringen Rock ’n’ Roll nach Östrich. Foto: Band
Offene Bühne für neue Talente
Ein wichtiger Baustein des Nachmittags ist die Offene Bühne. Sie richtet sich an Nachwuchskünstler, aber auch an Wiedereinsteiger, die nach längerer Pause wieder Bühnenerfahrung sammeln möchten. Ob Musik, Texte oder andere kreative Beiträge: Der Kultursommer bietet in Östrich einen niedrigschwelligen Rahmen, um sich vor Publikum auszuprobieren.
Damit passt die Veranstaltung gut zum neuen Ansatz des Kultursommers. Die Reihe will Kultur nicht nur präsentieren, sondern in die Stadt hineintragen. Gerade in den Stadtteilen entstehen dadurch Begegnungen, die über ein klassisches Konzert hinausgehen.
Simon Middelkopp. Foto: Jonas Middelkopp
Premiere für das Dorstener Improvisationsorchester
Ein besonderer Programmpunkt ist die Premiere des ersten Dorstener Improvisationsorchesters. Dabei sollen Musiker spontan zusammenkommen und ohne Vorbereitung, ohne Noten und ohne festes Arrangement ein oder mehrere Musikstücke entstehen lassen. Wer ein Instrument mitbringt und Lust auf gemeinsames Musizieren hat, kann sich beteiligen.
Das Motto lautet: Musik lebt vom Mitmachen. Der Auftritt könnte damit zu einem der ungewöhnlichsten Momente des Kultursommers werden. Statt perfekter Planung steht die gemeinsame Kreativität im Vordergrund.
Eintritt ist frei
Bei gutem Wetter findet die Veranstaltung unter freiem Himmel statt. Sollte das Wetter nicht mitspielen, steht die Schenke des Reitervereins als Ausweichmöglichkeit zur Verfügung. Der Eintritt ist frei. Speisen und Getränke werden vor Ort verkauft.
Weitere Informationen gibt es bei der Stadtagentur Dorsten im Stadthaus an der Lippestraße 41, telefonisch unter 02362 66-3066 oder per E-Mail an [email protected].
Da in meinem Haushalt keine schulpflichtigen Kinder mehr wochenlang belustigt werden müssen, kann ich die vor mir liegende NRW-Sommerferienzeit entspannt durcharbeiten. Keine kilometerlangen Autoschlangen, keine zermürbenden „Wie lange noch?“ und „Ich muss mal Pippi“ von der Rücksitzbank. Ja, alles hat seine Zeit.
Unsere Sommerferienplanung in der Familie war damals gut strukturiert. Sie folgte immer demselben Muster: Die erste Woche kämpfte Sohnemann bei der Sportplatzolympiade auf der Hardt um Medaillen. Wehe uns, wenn wir vorschlugen, direkt zu Beginn in den Familienurlaub zu starten: „Auf gar keinen Fall“, lautete die garantierte Antwort vom Nachwuchs, „da bin ich bei der Sporti!“ – Wie schön, dass diese Tradition auch heute noch in vielen Dorstener Familien weiterlebt.
Ab der zweiten Woche durften wir dann in den Familienurlaub starten. Nach zwei Wochen Meer, Strand, Sightseeing, gut Essen und Faulenzen war die erste Hälfte der Schulferien dann bereits geschafft. Kleine Herausforderungen warteten in der 4. Woche auf uns, in der keine festen Aktivitäten auf dem Programm standen. Da konnte es schon mal zu leichten Durchhängern und jugendlichen Frustattacken kommen: „Mama, mir ist langweilig!“ Darauf antwortete ich meist pädagogisch belehrend: „Das ist ja wunderbar, mein Kind! Langeweile ist die beste Voraussetzung, um kreativ zu werden und neue Ideen in den Kopf zu bekommen. – Also, mach was draus!“
Stockbrot und Abenteuer
Die 5. und 6. Woche hingegen waren wieder safe: Zwei Wochen Sommerfreizeitlager der Pfadfinder von St. Agatha! Nachtwanderungen, Singen am Lagerfeuer, Stockbrot rösten, Fische fangen, Boot fahren … 14 Tage Funkstille waren für uns Eltern eine erholsame kinderlose Zeit und ein positives Zeichen, dass die Kids mächtig beschäftigt waren.
Bei der Rückkehr der Horde nahmen wir dann die verwilderten Abenteurer wieder in Empfang, die übermüdet, leicht angeschmuddelt und total happy aus den Bussen fielen – so kaputt, dass unser Sohn uns mit den Worten begrüßte: „Boah, ich bin so fertig – jetzt müsste ich noch mal 6 Wochen Ferien haben!“
Üble Gerüche kennt man auch heute noch in Dorsten: Bei Wetterumschwüngen kriechen sie bisweilen aus der Kanalisation hervor, und auch der sich tagtäglich durch die Lippestadt schiebende Verkehr gleicht nicht gerade einem rollenden Rosenbeet. Aber ländliche Duftnoten würde man heute nicht mehr in der Innenstadt erwarten – und dennoch war es in der Hühnerstraße vor dem Krieg ganz genau so. Hier wurde gewerkelt, geschmiedet und geschlachtet – mitten in der Altstadt.
Handwerk in der Hühnerstraße
Die Hühnerstraße ist heute eine eher ruhige Gasse: Von der belebten Lippestraße aus wandert sie ostwärts zum Ursulinenkloster, wo sie in die Kappusstiege mündet. Vor dem zweiten Weltkrieg aber war es hier schon früh morgens mit der Stille vorbei. An der eher kurzen Straße lebten und arbeiteten nämlich viele Handwerker, und besonders auf dem Schlachthof ging es ziemlich lautstark zu.
Blick in die Hühnerstraße. Foto: Archiv
Schlachthof, Schmiede und Drahtesel
Richtig, ein Schlachthof: Mitten in der Innenstadt, wo sich heute ein ruhiger Hinterhof befindet, brüllte schon früh am Tag das Vieh, wenn die Schlachter ihr blutiges Handwerk begannen.
Zur selben Zeit, wenn vom Kirchturm sechs Schläge herüberschallten, ließ auch August Kottendorf seinen Schmiedehammer zum ersten Mal auf den Amboss knallen. Seine Schmiede ist heute einem Parkplatz nördlich der Einmündung zur Wiesenstraße gewichen, und mit ihr auch die Werkstatt seines Nachbarn Heinrich Kaiser, der die seinerzeit noch allgegenwärtigen Arbeitspferde beschlug und ihre Hufe ausbesserte.
Wer seinen Gaul schon gegen einen Drahtesel getauscht hatte, musste ein paar Meter weitergehen: Am Ende der Hühnerstraße konnte man bei Heinrich Koop Vollgummireifen erwerben und sie sich auch direkt montieren lassen. Auf der kurzen Wegstrecke konnte man außerdem den Schumacher Leineweber, den Schlosser Imberg, den Uhrmacher Lugge, den Möbelhändler Schmitz und den Klempner Baumann finden.
Wohnen über der Werkstatt
Hier wurde aber nicht nur gearbeitet, sondern auch gelebt: Die meisten Handwerker wohnten, aßen und schliefen über ihren Werkstätten. Da waren Konflikte programmiert.
Von der Witwe Grewer etwa, die direkt am Schlachthof wohnte, sind Proteste gegen das laute Vieh und die brodelnde Wurstküche überliefert.
Oder die pragmatische Art des etwas kauzigen Schmiedes Kottendorf, der noch im hohen Alter jeden Tag den Hammer schwang. Nachts fühlte er sich oft von der Straßenlaterne vor seinem Fenster gestört. Für den patenten Mann in Zeiten vor dem elektrischen Licht kein Problem: Er lehnte sich einfach aus dem Fenster und löschte die Funzel mit einem Besenstiel.
Kommt Ihnen der Mann auf den Fotos bekannt vor? Es ist Johannes Düpmann, der vor drei Jahren gemeinsam mit seinem besten Freund Stefan im Kanu bis ins Schwarze Meer paddelte. Schon damals berichtete ich über das außergewöhnliche Abenteuer der beiden. Die Abenteuerlust ist geblieben, nur das Fortbewegungsmittel und das Ziel haben sich geändert: Die zwei waren mit dem Rad nach Griechenland unterwegs.
Start mit Zugpanne
Am 2. Mai dieses Jahres ging es los. Johannes packte seine Satteltaschen, betrat mit seinem E-Bike den Bahnhof und stellte schnell fest, dass die Tour mit einer unerwarteten Herausforderung begann. „Der geplante Zug fiel einfach aus“, erzählt er. Trotzdem schaffte er es rechtzeitig zu seinem Freund nach Nürnberg, von wo die Tour starten sollte.
Insgesamt hatten die beiden 29 Tage eingeplant. Johannes’ Rückflugtermin stand fest, dazu hatte er vorsichtshalber aber noch vier Tage Puffer eingebaut. Am Ende benötigten sie lediglich 27 Tage für die Strecke, inklusive zwei Regentagen, die sie für Besichtigungen in Rijeka, Zadar, Split und Dubrovnik nutzten.
Es kann losgehen, Johannes Düpmann und Stefan Pautsch sind startklar. Foto: privat
Zehn Länder auf dem Weg nach Süden
Die Route führte die beiden durch insgesamt zehn Länder. Und bereits die ersten Tage hatten ihren besonderen Reiz. „Es war ein erhabenes Gefühl, die Alpen am Horizont auftauchen zu sehen“, erzählt mir Johannes. Bereits am vierten Tag erreichten sie Österreich, am siebten Tag Slowenien und am neunten Tag Kroatien, ihre längste Etappe. Ab Tag 18 folgten Bosnien-Herzegowina, wieder Kroatien, ein Tag in Montenegro, Albanien, Nordmazedonien und schließlich Griechenland.
Unsere Tour steigerte sich von perfekt über gefährlich bis zum Schluss hin zu anstrengend
Johannes Düpmann
„Die Radwege durch Bayern, Österreich, Italien und Slowenien waren wirklich hervorragend. Dazu kamen traumhafte Landschaften. In dieser Phase haben wir durchschnittlich etwa 100 Kilometer pro Tag geschafft.“
Doch die Touren änderten sich im weiteren Verlauf deutlich. Je weiter sie Richtung Balkan fuhren, desto anspruchsvoller wurde die Reise. „Die Tour steigerte sich von perfekt über gefährlich bis zum Schluss hin zu anstrengend“, bringt es der Holsterhausener auf den Punkt.
Er fährt fort: „Bis Slowenien war alles nahezu perfekt. Danach kamen teilweise katastrophale Schotterpisten, Baustellen, eingestürzte Brücken und Wege voller Steine, sodass wir unsere Fahrräder oft über Hindernisse hinwegtragen mussten.“
Besonders die kroatische Küstenstraße blieb Johannes in Erinnerung. „Es gab Tage, da kamen wir ans Ende unserer körperlichen Kondition und auch unserer seelischen Verfassung. Neben uns ging es teilweise 300 Meter in die Tiefe, ohne Brüstung, ohne Leitplanken und ohne Fangnetz. Gleichzeitig überholten uns Autos, während der Gegenverkehr kam. Da stand uns verdammt oft der Schweiß auf der Stirn.“
Anstrengende Etappen auf dem Balkan
Erst hinter der Insel Raab wurde der Verkehr deutlich ruhiger, aber die jeweils drei Tage durch Albanien und durch Nord-Mazedonien waren dennoch sehr anstrengend. Hohe Berge und die enormen Höhenunterschiede forderten die beiden sehr.
Serbisch-orthodoxe Kathedrale in Bar, Montenegro. Foto: privat
„Aber die extrem freundlichen Menschen, denen wir in der Einsamkeit der Natur begegneten, entschädigten uns wieder schnell. In unseren Pausen kamen immer wieder Leute auf uns zu, brachten Obst vorbei und freuten sich, ein wenig mit uns zu sprechen.“ Gerade in den ländlichen Regionen seien solche Begegnungen etwas Besonderes gewesen. „Für viele war das einfach eine willkommene Abwechslung in ihrem Dorfleben.“
Trotz mancher Herausforderungen kam es unterwegs zu keiner einzigen ernsthaften Panne. „Nur eine Schraube hatte sich gelockert. Am Sattel!“, wie Johannes betont. „Zum Glück, denn auf dem Balkan sind Fahrräder nicht verbreitet. Eine Reparaturmöglichkeit hätten wir so leicht sicher nicht gefunden.“
Akkus, Währungen und Offline-Karten
Anfangs buchten die Freunde ihre Unterkünfte vier Tage im Voraus, doch schon bald hatten sie genügend Erfahrung gesammelt und planten nur noch von Tag zu Tag. „Wir mussten ja erst herausfinden, wie weit wir mit einer Akkuladung tatsächlich kommen, und lernten schnell, wie viele Höhenmeter wie viel an Akkuleistung kosten.“
Insgesamt legten Johannes und Stefan beeindruckende 2219 Kilometer zurück und traten dabei stolze 168 Stunden und 54 Minuten in die Pedale. „Die steilste Steigung betrug 13 Prozent und bergab haben wir einmal 60,1 Kilometer pro Stunde erreicht. Da haben die Bremsen aber ordentlich gestunken“, lacht Johannes.
Bergab bei 60,1 Kilometer pro Stunde haben die Bremsen ordentlich gestunken
Johannes Düpmann
Neben den landschaftlichen Veränderungen begegneten den beiden auch weitere Unterschiede. In Bosnien-Herzegowina zahlten sie mit Mark und Pfennig, in Albanien mit dem Lek und in Nordmazedonien mit dem Denar. Ansonsten mit Euro, und auch die Montenegriner zahlen mit dem Euro, obwohl sie noch nicht zur Europäischen Union gehören.
Abendstimmung in Dubrovnik. Foto: privat
„In den Nicht-EU-Ländern schalteten wir vorsichtshalber unsere Handys aus, und nutzten die Karten offline“, erinnert sich Johannes. „Wir wollten keine bösen Überraschungen bei den Roaming-Kosten erleben. Der Nachteil war dann natürlich, dass wir bei Baustellen, die wir fast magisch anzogen, oft keine Ausweichroute finden konnten.“
Und trotz aller Anstrengungen hatten die beiden nicht ein einziges Mal die Lust am Fahren verloren. Johannes beschreibt mir noch einmal atemberaubende Landschaften und erinnert sich an den Rhythmus, nach dem sie auf der Fahrt lebten.
„Spätestens um halb neun saßen wir nach dem Frühstück auf unseren Rädern, sodass wir am frühen Nachmittag meist unser Tagesziel erreichten. Dann wurde erst einmal gegessen und vor allem regeneriert.“
„Das war auch nötig, denn im Gegensatz zu unserer Paddeltour konnten wir uns zwar bewegen, aber die Abstände, in denen wir unseren Hintern vom Sattel heben mussten, wurden dennoch immer kürzer“, lacht Johannes.
Baustellen haben wir fast magisch angezogen
Johannes Düpmann
Fast am Ziel
Und dann waren sie am 27. Tag fast am Ziel. „Je näher wir ihm kamen, desto stärker veränderte sich auch das Erscheinungsbild der Städte und Dörfer. Wir sahen überall orthodoxe Kirchen und wussten, dass Griechenland immer näher rückte.“
Nach fast vier Wochen, mehr als 2200 Kilometern, zahllosen Anstiegen, schweißtreibenden Tagen, eindrucksvollen Landschaften und vielen Begegnungen erreichten Johannes und Stefan schließlich den Dojransee an der Grenze zwischen Griechenland und Nordmazedonien.
Und es regnete. Und regnete. Und regnete. „Dennoch beschlossen wir, die restlichen 145 Kilometer zu unseren Ferienhäusern durchzufahren.“
„Und ich muss gestehen, dass wir zum Schluss sogar ein Stück Autobahn gefahren sind, da uns ein Fluss den Weg versperrte und es kein Weiterkommen gab.“
Fast am Ziel. Foto: privat
Vor Ort wurden die beiden Radfahrer von Stefans Frau sowie weiteren gemeinsamen Freunden herzlich empfangen, bevor Johannes eine Woche später wieder zu seiner Familie nach Hause flog. Dass er sich da bereits im Flugzeug Gedanken über eine neue Herausforderung gemacht hat, hat Johannes zwar verneint, aber …
Wenn im Hermann-Grefer-Sportpark die Lagerfahne aufgezogen und das olympische Feuer entzündet wird, beginnt auf der Hardt wieder eine besondere Woche: Der SV Dorsten-Hardt lädt vom 18. bis 24. Juli 2026 zur 40. Sportplatzolympiade ein. Teilnehmen können Kinder der Jahrgänge 2012 bis 2020. Die Teilnahme ist kostenlos.
Die Sportplatzolympiade ist längst mehr als ein Ferienangebot. Sie ist für viele Familien ein fester Bestandteil des Sommers, für Kinder ein Abenteuer direkt vor der Haustür und für zahlreiche Helfer eine Herzenssache. Seit fast vier Jahrzehnten stehen auf dem Vereinsgelände Spiel, Bewegung, Teamgeist und Gemeinschaft im Mittelpunkt.
Aus einer Idee wurde eine Tradition
Begonnen hat alles im Jahr 1987. Damals entstand beim SV Dorsten-Hardt die Idee, das in den Sommerferien ungenutzte Vereinsgelände für Kinder zu öffnen. Der damalige Obmann Herbert Harding brachte den Vorschlag ein, ein sportliches Ferienprogramm auf die Beine zu stellen. Zur Premiere kamen bereits 150 Kinder. Aus dieser ersten Aktion entwickelte sich eine Veranstaltung, die heute zu den bekanntesten Ferienangeboten in Dorsten gehört. Im vergangenen Jahr rechneten die Organisatoren mit rund 1000 Teilnehmern. Viele Helfer standen früher selbst als Kinder bei der Sportplatzolympiade auf dem Platz und geben ihre Erfahrungen heute an die nächste Generation weiter.
Foto: Archiv
Feierlicher Auftakt mit Einmarsch und olympischem Feuer
Der Startschuss fällt am Samstag, 18. Juli. Ab 10 Uhr werden die Kinder in die Spielermeldeliste eingetragen. Um 10.30 Uhr folgen die Bildung der Ländermannschaften, die Ausgabe der T-Shirts und ein Gruppenfoto. Um 12 Uhr marschieren die Mannschaften in Ländergruppen ab.
Zwischen 13 Uhr und 13.45 Uhr wird die Sportplatzolympiade offiziell eröffnet. Dazu gehören der Einmarsch ins Stadion, die Begrüßung der Teilnehmer und Gäste, das olympische Feuer sowie das Aufziehen der Lagerfahne. Musikalisch begleitet wird die Eröffnung vom Fanfarenzug und der Blaskapelle.
Nach einer Pause beginnt gegen 15.15 Uhr der erste große Spielblock. Unter dem Motto „Sport, Spiel, Unterhaltung“ steht ein „Spiel ohne Grenzen“ auf dem Programm. Gegen 17.45 Uhr folgt die Siegerehrung, anschließend gibt es eine Kinderdisco auf dem Festplatz. Ab etwa 20 Uhr spielt die Live-Band „Migenda – living music“.
Foto: Archiv
Sportabzeichen, Turniere und Wasserspaß
Am Sonntag, 19. Juli, werden von 10.30 bis 13 Uhr die Schwimmnachweise angenommen. Für die Jahrgänge 2012 bis 2018 stehen Turnierspiele auf dem Programm, für die Jahrgänge 2019 und 2020 das Sportabzeichen. Nach der Mittagspause geht es ab 14.30 Uhr weiter. Ab 17 Uhr sorgt „Isa Glücklich“ mit Ballermannhits für Kids für Musik, ab 19 Uhr klingt der Tag auf dem Festplatz aus.
Am Montag stehen für die älteren Jahrgänge Sportabzeichen und leichtathletische Einzelwettkämpfe an. Für die jüngeren Kinder gibt es „Spiel und Spaß“. Nachmittags werden die Wettbewerbe fortgesetzt, gegen 17.30 Uhr folgt die Siegerehrung für die Jahrgänge 2019 und 2020.
Auch Dienstag und Mittwoch bleibt der Sportplatz fest in Kinderhand. Neben Turnierspielen für die Jahrgänge 2012 bis 2018 stehen für die jüngeren Teilnehmer Spiel und Spaß, Wasserspaß, Wettspiele und lustige Wettkämpfe auf dem Programm.
Foto: Archiv
Abschluss mit Urkunden, Musik und Festzelt
Am Donnerstag, 23. Juli, werden die Turnierspiele fortgesetzt. Für die jüngeren Jahrgänge gibt es Wettspiele, Wasserspaß, eine Hüpfburg und Aktionen mit der Feuerwehr. Am Abend wird im Festzelt ein Unterhaltungsprogramm mit Karaoke angeboten. Beginn ist um 18 Uhr, Ende gegen 23 Uhr.
Der letzte Tag beginnt am Freitag, 24. Juli, um 10.30 Uhr. Vormittags stehen die letzten Turnierspiele und Abschlussspiele an. Um 13 Uhr beginnt die Siegerehrung. Um 15 Uhr werden Sportabzeichen und Urkunden ausgegeben. Von 18 bis 22 Uhr folgt ein Musikwettstreit mit Einzel- und Gruppendarbietungen. Ab 22 Uhr klingt die 40. Sportplatzolympiade mit Musik aus. Ende ist um Mitternacht.
Mittagessen und Unterstützung
Von Montag bis Freitag besteht die Möglichkeit, an einem Mittagessen teilzunehmen. Der Beitrag beträgt 3,50 Euro pro Tag. Die Anmeldung ist jeweils zwei Tage vorher am Verkaufsstand möglich. Bei der Essensausgabe und Zubereitung unterstützt in diesem Jahr die Manuel Neuer Kids Foundation.
Der SV Dorsten-Hardt weist darauf hin, dass alle Kinder während der Veranstaltung über die Sporthilfe versichert sind. Die Helfer und Betreuer ersetzen jedoch nicht die Aufsichtspflicht der Eltern. Wer das Sportabzeichen erwerben möchte, muss am Eröffnungstag den Schwimmnachweis 2026 mitbringen.
Mit einem Anruf aus der ARD-Redaktion hatte Marinus Kösters am Donnerstagabend nicht gerechnet. Am anderen Ende der Leitung meldete sich Tagesschau-Korrespondent Michael Heussen. Seine Frage: Dürfe er für einen Beitrag über die Fußball-Weltmeisterschaft im Dorstener Geschäft von Intersport Kösters drehen?
„Er fragte mich, ob er bei mir im Laden drehen dürfe. Für die Tagesthemen, also deutschlandweites Fernsehen. Da sagt man natürlich nicht nein“, berichtet Kösters. Den Journalisten hatte der Sporthändler bereits zuvor über die gemeinsame Verbindung zu Borussia Dortmund kennengelernt. Dass daraus einmal ein Fernsehbeitrag aus den Mercaden Dorsten entstehen würde, war für Kösters dennoch eine Überraschung. Michael Heussen berichtet regelmäßig für die Tagesschau und weitere ARD-Formate.
Thema des Beitrags bleibt eine Überraschung
Viele Einzelheiten über den geplanten Bericht kennt Kösters bislang selbst nicht. Lediglich das Thema „WM-Euphorie“ sei ihm genannt worden. „Sonst weiß ich im Grunde nichts. Ich bin selbst gespannt“, sagt der Inhaber.
Der Beitrag soll am Sonntag, 19. Juli, dem Finaltag der Fußball-Weltmeisterschaft, in den Tagesthemen ausgestrahlt werden. Nach der aktuellen Programmplanung beginnt die Sendung mit Ingo Zamperoni um 23.20 Uhr im Ersten. Das WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien wird zuvor ab 21 Uhr im ZDF übertragen. Kurzfristige Programmänderungen sind bei Nachrichtensendungen allerdings grundsätzlich möglich.
Für den Fernsehbeitrag dürfte vor allem interessant sein, wie sich die Begeisterung für die deutsche Nationalmannschaft im Einzelhandel bemerkbar gemacht hat. Bei Intersport Kösters fiel die Bilanz der vergangenen WM-Wochen ausgesprochen positiv aus.
„Wir sind super zufrieden. Sehr viele Dorstener haben sich von dem Hype anstecken lassen und Deutschland angefeuert“, sagt Kösters.
Mehrere hundert Deutschland-Trikots verkauft
Mehrere hundert Deutschland-Trikots gingen nach Angaben des Händlers während der Weltmeisterschaft in der Dorstener Filiale über die Ladentheke. Gefragt waren sowohl das traditionelle weiße Heimtrikot als auch das dunkelblaue Auswärtstrikot, das eigens für die Weltmeisterschaft 2026 gestaltet wurde.
Das weiße Modell erinnert mit seinem Muster an frühere Weltmeister-Trikots. Das tiefblaue Auswärtstrikot greift nach Angaben des Deutschen Fußball-Bundes dagegen die Farbe historischer Trainingskleidung der Nationalmannschaft auf.
Bei vielen Kunden spielte nach Kösters’ Beobachtung auch die besondere Geschichte des Trikots eine Rolle. Die Weltmeisterschaft 2026 ist das letzte große Turnier, bei dem die deutsche Nationalmannschaft von Adidas ausgestattet wird. Der Vertrag zwischen dem DFB und dem deutschen Sportartikelhersteller läuft am 31. Dezember 2026 aus. Ab dem 1. Januar 2027 übernimmt Nike die Ausstattung der Nationalmannschaften. Damit endet eine mehr als sieben Jahrzehnte lange Verbindung, die bis in die Zeit des „Wunders von Bern“ zurückreicht.
„Sehr viele wollten noch einmal das Trikot haben, das zum letzten Mal von Adidas gestaltet wurde“, erklärt Kösters.
„Die Euphorie war echt“
Dass die Nachfrage trotz der sportlich schwierigen vergangenen Jahre so groß war, hat den Händler durchaus überrascht. „Ich glaube, obwohl wir seit zehn Jahren keinen erfolgreichen Weltfußball mehr spielen, war die Euphorie echt“, sagt Kösters. „Die Leute wollten einfach mal wieder etwas Positives erleben.“
Dabei sieht er auch den örtlichen Einzelhandel als Teil dieser Begeisterung. Im Geschäft seien die Trikots unmittelbar verfügbar gewesen. Die Kunden konnten die unterschiedlichen Modelle ansehen, anprobieren und direkt mitnehmen. Gerade bei einem emotionalen Ereignis wie einer Fußball-Weltmeisterschaft sei diese Nähe ein Vorteil gegenüber dem reinen Onlinehandel.
Seit Februar 2024 betreibt Marinus Kösters die Intersport-Filiale im Erdgeschoss der Mercaden Dorsten. Es ist neben seinem Geschäft in Gladbeck der zweite Standort des Sporthändlers. Zum Sortiment gehören neben Fußballartikeln unter anderem Produkte aus den Bereichen Outdoor, Running, Schwimmen und Multisport.
Am Sonntag erhält das Dorstener Geschäft nun voraussichtlich eine besonders große Bühne. Dann wird aus der lokalen Beobachtung zur WM-Begeisterung ein Beitrag für ein bundesweites Fernsehpublikum.