Pegelhäuschen an der Lippe erstrahlt in neuem Glanz

Foto: Sonja Gretkowski

Der Lippeverband und die Stadt Dorsten weihen die Wassermessanlage in Dorsten ein.

Das Pegelhäuschen an der Lippe ist kaum noch wiederzuerkennen. Das Bauwerk wurde im Rahmen der Kooperation „Gemeinsam an der Lippe“ und der Dorstener Initiative „Wir machen MITte“ optisch und technisch aufgewertet. Der Lippeverband hat im Rahmen der Städteförderung und in Kooperation mit der Stadt Dorsten das Pegelhaus optisch umgewandelt. Mit einer Gestaltung durch die Künstlerin Brigitte Stüwe wurde das Pegelhäuschen in Szene gesetzt. Die Einweihung fand am heutigen Donnerstag, 5. Mai, statt.

Mit dabei waren Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender des Lippeverbandes und Bürgermeister Tobias Stockhoff. „Dank der Förderung von Bund und Land konnten wir viele nachhaltige und kooperative Projekte umsetzen. Gemeinsam haben wir 2020 zum Beispiel die Lippe-Lese-Lounge verwirklicht und die Fassade des Pumpwerks Schölzbach neu gestaltet. Solche Maßnahmen werten das Stadtbild auf und steigern die Aufenthaltsqualität“, so Tobias Stockhoff.

Pegelhäuschen
Das neue Pegelhaus an der Lippe wurde eingeweiht. Foto: Sonja Gretkowski

Das neue Pegelhäuschen

An das eins fast zugewucherte kleine Bauwerk am Lippe-Deich erinnert heute nichts mehr: Zwei große LED-Displays auf dem Dach der Wassermessanlage und ein weiteres Display an der westlichen Seite des Gebäudes fallen sofort auf. Sie zeigen unter anderem Informationen zum Pegelstand und zur Luftfeuchte an. Die neue künstlerische Fassade des Häuschens macht deutlich, dass das Gebäude zum Lippeverband gehört. Ebenso wird durch das Design deutlich, dass das Häuschen eine technische Funktion beim Hochwasserschutz erfüllt. Dafür wurde das Pegelhaus allseitig mit einem Wassermotiv gestaltet. Mit Brigitte Stüwe konnte für die Gestaltung eine Künstlerin an Bord gebracht werden, die als Dorstenerin ihre Stadt kennt und bereits andere Projekte an der Lippe mitgestaltet hat.

„An der Lippe sind Städtebau und Wasserwirtschaft unmittelbar miteinander verbunden. Mit der Neugestaltung des Pegelhauses möchten wir die Menschen vor Ort für das Thema Hochwasserschutz sensibilisieren“, so Uli Paetzel. Dank der neuen Displays haben Besucherinnen und Besucher nun die Möglichkeit, den Pegelstand der Lippe direkt abzulesen. Obwohl das Bauwerk nur circa 2,5 Meter hoch ist – inklusive der Displays auf dem Dach misst es circa 3,5 Meter – hat es durch seine wichtige Funktion einen großen Stellenwert für den Hochwasserschutz. Seit 1951 wird hier bereits der Wasserstand gemessen. Die seit über siebzig Jahren bestehende Pegelanlage wurde zuletzt im Jahr 2006 durch eine zusätzliche Messeinrichtung erweitert.

In die Aufwertung des neuen Pegelhäuschens wurden circa 50.000 Euro investiert.