„Radfahren liegt voll im Trend“, weiß Jürgen Milewski, Tour Guide beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club, dem ADFC.
„Die Gründung der Ortsgruppe Dorsten als eine weitere im kreisweiten ADFC Vest Recklinghausen vor zwei Jahren geschah daher zum richtigen Zeitpunkt.“ Während sich einige (Gründungs-) Mitglieder der Ortsgruppe verstärkt für die Verbesserung der Rad-Infrastruktur in Dorsten einsetzen, engagieren sich insbesondere die sechs Tourenleiterinnen und -leiter in zwei weiteren Schwerpunkten des Vereins: den Angeboten von Radtouren sowie der Codierung der Räder. Einer der Aktiven ist hierbei der 57-jährige Jürgen Milewski.
Wir wählen die schönsten Wege
Gemeinsam mit weiteren ausgebildeten Tourenleiterinnen und -leitern bietet er Fahrten rund um Dorsten mit verschiedenen Themen und natürlich auch unterschiedlichen Reichweiten an. Von Radfahren und Pausen mit Qigong über den Besuch von Ausstellungen hinzu Sommer-Specials lauten die Themen der jeweiligen Routen. „Noch starten wir überwiegend am Platz der Deutschen Einheit. Aber sobald aber unser Schmuckstück, der Dorstener Bahnhof fertig ist, freuen wir uns darauf, die Radstation als Treffpunkt mitnutzen zu können“, so der Dorstener Ehrenamtler.
Jede Tour ist genau geplant und wird vorher abgefahren. „So wissen wir, welche Wege wir auch in einer größeren Gruppe fahren können“, fährt er fort. „Und, da wir ja nicht auf dem schnellsten Weg von A nach B kommen müssen, wählen wir zudem auch den schönsten Weg. Der Spaß und die Lust am gemeinsamen Radfahren sollen schließlich im Vordergrund stehen.“
E-Bikes oder Pedelecs sind nicht unbedingt nötig
Die Tour Guides achten natürlich auch auf Sicherheit. Ausgebildet in qualifizierter Tourenplanung und Erstversorgung bei kleinen Unfällen, haben sie zusätzlich neben der dafür notwendigen Ausrüstung Funkgeräte bei einer größeren Gruppe mit dabei. „Wir fahren mit einer Geschwindigkeit von 15 bis 18 Kilometern pro Stunde, das schaffen die meisten Teilnehmer, E-Bikes oder Pedelecs sind daher nicht unbedingt nötig“, betont der Tourenleiter. Selbstverständlich nehmen die Radler Rücksicht auf die schwächsten Mitfahrer, dennoch bittet Jürgen Milewski darum, auf die angegebenen Kilometer, die gefahren werden, zu achten.

Foto: Christian Sklenak
Eine Mitgliedschaft ist nicht zwingend notwendig
Die Touren sind ein offenes Angebot, eine Mitgliedschaft ist nicht notwendig, bringt aber einige Vorteile. So sind die Tagestouren für Mitglieder kostenlos, zudem sind die Mitglieder bundesweit im Radverkehr privathaftpflichtversichert. Kompetente Helfer der Pannenhilfe sorgen darüber hinaus dafür, dass sie wieder heile nach Hause kommen. „Interessant finde ich auch unser Magazin‚ Radwelt‘“, bemerkt Jürgen Milewski. „Dort erfährt der Leser einige rechtliche Regelungen aus dem Bereich des Radfahrens, die sowohl Autofahrern als auch Radfahrern sicher so nicht bekannt sind.“
Fahrradcodierungen in Dorsten
Zum Schluss unserer Unterhaltung weist der aktive Radfahrer auf ein Datum hin, das ihm und seinen Mitstreitern besonders am Herzen liegt: die Codierung der Fahrräder. Am 7. Mai startet die erste der fünf geplanten Fahrradcodierungen in Dorsten. „Am besten ist es, wenn Sie sich vorher anmelden, das erspart Ihnen Wartezeiten“, so Jürgen Milewski. „Bringen Sie aber auf alle Fälle Ihren Personalausweis und den Kaufbeleg des Rades mit.“ Da das System der Gravierungen deutschlandweit einheitlich ist, kann darüber eindeutig der Besitzer des Rades ermittelt werden.
Der Dorstener Ortsgruppe ist es besonders wichtig, den Radverkehr insgesamt zu fördern. „Deswegen engagiere ich mich auch mit Leib und Seele für den Verein. Unsere Mitfahrer sollen sich keiner anonymen Gruppe anschließen, sondern unsere Ortsgruppe mit den Namen und Gesichtern der Ehrenamtlichen verbinden. Und nun bin ich sehr gespannt darauf, wie die Dorstener unsere Angebote annehmen werden.“




























