Online durch die Pandemie

Dorsten. Lockdown – nichts geht mehr. Auch für die Reece-Studio-Theater-Schule in Dorsten-Hervest gilt das nun schon über viele Monate. Mit umfangreichen Online-Angeboten haben Kate Reece und ihre Tochter Barrie aus der Not eine Tugend gemacht. Trotzdem hoffen sie auf ein baldiges Ende der Corona-Maßnahmen.

  • Lockdown trotz Hygienekonzept
  • Präsentation der Lehrpläne über Zoom
  • Die Jüngsten leiden besonders
  • Das Wohnzimmer wird zum Ballettraum
  • Der soziale Kontakt fehlt

Kein gemeinsames Training in der Gruppe

Trotz eines ausgefeilten Hygienekonzeptes mit regelmäßiger Durchlüftung der Räumlichkeiten, großflächigen Desinfektionsmaßnahmen nach jeder Ballettstunde und obligatorischer Händedesinfektion der Mitglieder beim Betreten und Verlassen des Studios befindet sich das Unternehmen im Dauer-Lockdown. Und die beiden Ballettpädagoginnen sind mit ihren Nerven am Ende.

Für die Jüngsten ist es besonders schwer

„Für die Kinder, die jüngsten sind 3 Jahre alt, ist es besonders schlimm“, weiß Kate Reece aus vielen Gesprächen. „Sie befinden sich gerade in einem Alter, das nicht nur entscheidend für ihren tänzerischen Werdegang ist, sondern in dem sich auch das Sozialverhalten herausbildet.“

Mit der Reece-Studio-Theater-Schule lernen über Zoom

Doch statt in der Gruppe müssen sie die neuen Choreografien jetzt über Zoom erlernen. Eine tolle Idee, um in Kontakt zu bleiben und die Freude am Tanz weiter ausleben zu können. Doch die Online-Programme sind kein vollwertiger Ersatz für das Studio. „Das Stangentraining lässt sich vergleichsweise einfach zu Hause durchführen“, erklärt Barrie Reece, die als diplomierte Musical-Darstellerin weiß, an welchen Stellen es jetzt besonders hapert. „Tänzerinnen und Tänzer müssen ein Gefühl für den Raum entwickeln, die sogenannte „spatial awareness“.

Elemente sparsam einsetzen

Das ist unter den aktuellen Gegebenheiten kaum möglich. Auch in einem großen Wohnzimmer kann man die Möglichkeiten eines Ballettstudios nicht nachempfinden. Und zahlreiche Sprünge auf Betonboden sind auch keine gute Idee. Also muss man solche Elemente sparsam einsetzen. Das führt dann wieder zu einem Verlust der Kraftfertigkeiten.“

Man muss sich nur zu helfen wissen

Mittlerweile hat sich das Online-Training auf beiden Seiten dennoch gut eingespielt. Viele Mitglieder sind dankbar, auf diese Weise überhaupt noch ihrem Hobby nachgehen zu können. Und manchmal ergeben sich durch die digitale Herausforderung sogar lustige Momente, z. B. wenn eine Seite vergisst, den Ton anzustellen oder bei Kate und Barrie das Internet nicht mitspielt und nur noch ein eingefrorenes Standbild liefert. Wenn dann noch bei einem Sprungelement die Lampe im Weg ist, hilft in diesem Moment auch die „spatial awareness“ nicht. 

Kontrolle & Feedback – Eine echte Herausforderung

Zu den größten Herausforderungen der Online-Stunden gehört jedoch die Kontrolle der Bewegungsqualität. Je größer die zugeschaltete Gruppe ist, umso kleiner das Bild jedes Einzelnen auf dem Bildschirm. „Da muss man wirklich die ganze Zeit über hoch konzentriert bleiben, um die Bewegungsabläufe parallel wahrnehmen zu können“, bringt es Kate es auf den Punkt.

Barrie und Kate Reece in ihrem Online-Studio

Kein Wunder, dass Mutter und Tochter es kaum abwarten können, bis sie in ihrem Studio wieder direkten Kontakt zu den Ballett- und Jazztanz-Gruppen haben. Bis dahin gestalten sie den Online-Unterricht so abwechslungsreich es geht. Hin und wieder ist auch mal ein neues Gesicht unter den Anmeldungen, denn auch Nicht-Mitglieder können bei zwei kostenlosen Unterrichtseinheiten das Angebot kennenlernen.

Hier erreichen Sie die Reece-Studio-Theater-Schule in Dorsten:

[email protected] oder Tel.: 0172 – 380 2576

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