Masken sollen schützen – nicht gefährden.
Dorsten. Im Internet kursieren verschiedene Informationen, dass Atemmasken, sogenannter MundNasen-Schutz (MNS, auch als Operationsmasken/OP-Masken, chirurgische Masken
bezeichnet) knapp seien. Inzwischen werden daher verschiedene Anleitungen zum Selbernähen angeboten.
Das Robert-Koch-Institut (RKI) weist explizit darauf hin, dass die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum persönlichen Schutz sowie zum Schutz von anderen Personen vor der Ansteckung mit Erregern wie Corona eine gute Händehygiene, Einhalten von Husten- und Niesregeln und das Abstandhalten (ca. 1 bis 2 Meter) von krankheitsverdächtigen Personen ist.
Wichtig ist: Masken sollen schützen – nicht gefährden.
Es gibt nach wie vor keine hinreichenden Belege dafür, dass das Tragen eines MundNasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung für eine gesunde Person, die ihn trägt, mindert. Für an Corona erkrankte Personen kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sinnvoll sein, um andere Personen vor Ansteckung zu schützen.
Das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes dient dazu, Erreger, die vom Träger der Maske durch Tröpfchen verteilt werden, nicht in die Umgebung gelangen zu lassen. Sie dienen insbesondere dem Schutz Dritter.
Bevor Sie anfangen, einen Behelf-Mund-Nasen-Schutz selber zu nähen bzw. zu tragen, beachten Sie dabei bitte folgende Hinweise:
Nicht in falscher Sicherheit wiegen:
Nach Angaben der WHO kann das Tragen einer Maske in Situationen, in denen dies nicht empfohlen ist, ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen, durch das zentrale Hygienemaßnamen wie eine gute Händehygiene vernachlässigt werden können.
Vor der ersten Benutzung:
Bedenken Sie, dass sie schon selber erkrankt sein können, ohne es zu merken: Wenn Sie den Behelf-Mund-Nasen-Schutz genäht haben, muss dieser unbedingt vor dem ersten Tragen gewaschen sein. Ansonsten ist die Gefahr einer Ansteckung sehr hoch, da dieser direkt mit dem Gesicht in Kontakt kommt.
Daher gilt: Vor der ersten Benutzung waschen! Behelf-Mund-Nasen-Schutz können entweder bei 90°C in der Waschmaschine gewaschen oder auf dem Herd in einem Wasserbad (5 Minuten) ausgekocht werden. Anschließend ist der Behelf-Mund-Nasen-Schutz zu trocknen.
Nach der / jeder Benutzung:
Nach Benutzung ist der Behelf-Mund-Nase-Schutz vorsichtig auszuziehen. Möglichst ist dabei die Außenfläche nicht zu berühren. Nach dem Ausziehen die Hände gründlich waschen.
Vor erneuter Benutzung:
Vor erneuter Benutzung muss der Behelf-Mund-Nasen-Schutz wiederum entweder bei 90°C in der Waschmaschine gewaschen oder auf dem Herd in einem Wasserbad (5 Minuten) ausgekocht werden und anschließend getrocknet werden.
Auf das richtige Material kommt es an:
Wenn Sie einen Behelf-Mund-Nasen-Schutz nähen: Verwenden Sie nur kochfesten Baumwollstoff (z.B. T-Shirts aus entsprechendem Stoff).
Verschenken Sie keinen ungewaschenen Behelf-Mund-Nasen-Schutz!
Auf das richtige Tragen kommt es an:
Achten Sie darauf, dass der Behelf-Mund-Nasen-Schutz möglichst dicht anliegt, was bei Bart- und Koteletten-Trägern meist nicht möglich ist. Ziehen Sie den Behelf-Mund-NasenSchutz zwischenzeitlich nicht über das Kinn und legen ihn nicht z.B. auf einem Stuhl ab, wenn Sie ihn in Kürze erneut benutzen wollen.
Eine Anleitung zum selber nähen von Behelf-Mund-Nasen-Schutz stellt zum Beispiel die Stadt Essen im Internet zur Verfügung:
Weitere Informationen
Aktuelle Informationen rund um Corona stellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Internet zur Verfügung unter:
https://www.infektionsschutz.de/
Informationen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Allgemeinbevölkerung zum Schutz vor akuten respiratorischen Infektionen gibt es unter:




























