Die ehemalige Zeche Fürst Leopold soll als sogenannter Ankerpunkt in die Route der Industriekultur beim Regionalverband Ruhr aufgenommen werden. Das wünscht sich die Dorstener SPD, die einen entsprechenden Antrag im Rat gestellt hat. Die anderen Parteien signalisieren bereits ihre Unterstützung.
Zuvor hatte der Leiter des Teams Industriekultur des Regionalverbandes Ruhr, Timo Hauge, positiv auf eine Anfrage der Dorstener SPD reagierte. Ankerpunkte sind herausragende Orte auf der Route Industriekultur, die als besondere Sehenswürdigkeiten beworben werden.
„Schon nach einer ersten Sichtung des Kriterienpapiers, das uns von Herrn Hauge zugesandt worden ist, wird klar, dass das denkmalgeschützte Ensemble auf dem ehemaligen Zechengelände in Dorsten gute Chancen auf Erfolg hat“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Friedhelm Fragemann. Das Areal der ehemaligen Zeche Fürst Leopold könne man sicherlich als „eindrucksvolles Zeugnis des industriellen Erbes“ betrachten. Es habe das Potenzial, durch seine „überregionale Strahlkraft“ ein Glanzlicht der Industriekultur in der gesamten Region zu setzen.

„Mit der Zwillingstandem-Dampffördermaschine in der Maschinenhalle, die im Übrigen noch voll funktionsfähig ist und auch regelmäßig für Besuchergruppen in Gang gesetzt wird, verfügt das Ensemble über ein Alleinstellungsmerkmal, das seinesgleichen sucht“, betont Fragemann.
Fürst Leopold punktet mit hoher Aufenthaltsqualität
Das gesamte Ensemble habe sich erfolgreich einem Transformationsprozess von bergbaulichen Nutzungen zu denkmalgerechten Freizeit- und Kulturaktivitäten unterzogen. Die vielseitige Nutzung des Areals, darunter das Creativ-Quartier, Restaurationen und Veranstaltungen wie die Nacht der Industriekultur ExtraSchicht, trage zur hohen Aufenthaltsqualität bei.

„Nicht zuletzt würde die Stadt Dorsten mit Blick auf den Tourismus und die Wirtschaftsförderung von einer erfolgreichen Bewerbung profitieren“, ist sich Friedhelm Fragemann sicher. Die Dorstener Stadtagentur solle den herausragenden Standort dazu noch besser in ihr touristisches Gesamtkonzept einbinden.




























