Hier ist sie: Unsere Serie zum Thema „Spielplätze in Dorsten“.

Dorsten. Spielplätze in Dorsten. Heute starten wir mit dem Ritter-Spielplatz im Schölzbachtal am alten Postweg. Dieser zeigt sich in Form einer Art Ritterburg. Vor knapp zehn Jahren wurde der Spielplatz von der Stadt, den Altstadtschützen und vor allem von kleinen Königen, Rittern und Prinzessinnen eingeweiht. Zehn Jahre später sind wir erneut vor Ort. Warum es sich immer noch lohnt, hier vorbeizuschauen? Wir haben uns schlau gemacht.

Im Park am Schölzbachtal wartet ein herrschaftlicher Eingang mit Eingangstor und einem kleinen Weg zum Spielplatz auf junge Entdecker. Wer hindurch geht, trifft auf einen Ritter, mit dem sich groß und klein im Kreise drehen können.

Mit Schwung von der Rutsche

Von dort können Kinder mit Schwung eine Rutsche hinuntersausen oder über eine Hängebrücke zum großen Sandkasten gelangen. Eltern nehmen auf Steinen und Bänken Platz. Sie bringen Eimer und Schüppe von daheim mit, damit ihre Kinder sich damit im Sandkasten austoben können. Proviant für unterwegs liegt im großzügigen Kinderwagen, in dem schon die nächste Generation für den Spielplatz heranwächst.

Foto: André Elschenbroich

Ein kleines Klettergerüst in Form eines Ritter-Schutzschildes ist aufgebaut. Was für jüngere Kinder wie Leah noch ein echtes Abenteuer ist, ist für ältere Kinder wie den achtjährigen Orlando ein Leichtes. Er könnte sich auch gut eine Kletterwand für jüngere und ältere Kinder vorstellen. „Ein kleines für die kleinen Kinder – und ein großes für die großen Kinder“, sagt er. Ein wenig vermisst er anspruchsvollere Spielmöglichkeiten für ihn und seinesgleichen.

Foto: André Elschenbroich

Spielplätze mit Trampolin wären toll

An sich ist er hier zufrieden. Einziger Haken: „Hier fehlt eine richtige Schaukel“, meint Orlando weiter. Und der Junge hat sogleich weitere Ideen: „Auch ein Trampolin wäre toll“, fügt er hinzu. Ideen, die andere Kinder und Eltern mit ihm teilen. Die anwesenden Mütter hätten auch nichts gegen öffentliche Toilette einzuwenden, da es rund um den Park keine Möglichkeit gibt. „Das kann ruhig 20 Cent kosten, damit die Toilette auch sauber bleibt.“

Foto: André Elschenbroich

An sich ist der Spielplatz sauber. Auch deshalb, weil die Eltern, die ihn nutzen, dafür sorgen, dass er sauber bleibt. Lobend erwähnen sie die jungen Menschen, die mittlerweile ihren Müll selbst wegräumen und so alles ein bisschen sauberer halten. Ein wenig auffällig sind Graffitis am Eingang und an den Spielgeräten, wie es häufig an öffentlichen Plätzen zu sehen ist. Auf den ersten Blick trüben sie ein wenig den Eindruck der herrschaftlichen Burg.

Foto: André Elschenbroich

Unterschlupf gegen Regen

Doch der Spielplatz ist für viele ein Anziehungspunkt und von ein paar Graffitis wird das Spielvergnügen der Kinder nicht gemindert. Hinter einer „Hängematte“ steht eine kleine Hütte als Unterschlupf gegen Regen. Auch eine große Wippe und eine Federwippe in Form eines Esels nehmen junge Entdecker stets in Anspruch.

Für kleine Prinzessinnen gibt es eine Fotowand, durch die sie hindurchschauen können, um sich auf Fotos in echte Prinzessinnen zu verwandeln. Der Spielplatz ist vor allem am Wochenende ein Treffpunkt, an dem sich alle unterhalten und ins Gespräch kommen – und Kinder Platz zum Toben haben.

Foto: André Elschenbroich

Die beiden Mütter Nicole Wedra und Lana Mettbach kommen mit ihren Kindern stets gern und häufig her: „Dieser Spielplatz hier ist am besten“, meint Nicole Wedra. „Viele Alternativen gibt es nicht“, ergänzt Lana Mettbach. Dank der Initiative „Wir machen MITte“ habe sich in Dorsten schon Einiges getan. Und sie ergänzen: „Wir wünschen uns, dass noch mehr für die Kinder von Dorsten passiert“. Für die kleinen und die großen Kinder dieser Stadt. Wer den Spielplatz entdecken will, findet ihn am Alten Postweg.

Auch interesssant: Das Dorstener Kinder-Mobil DoKiMo

Vorheriger ArtikelLast Minute Ausbildung – diese Betriebe suchen Dich!
Nächster ArtikelMauritz Hagemann ist Bürgermeisterkandidat der Grünen
Marie-Therese Gewert
Hallo, ich bin Marie. Schon während meines Studiums in Journalismus und Public Relations an der Westfälischen Hochschule schlug mein Herz für die Geschichten der Menschen. Als freie Mitarbeiterin war ich während meines Studiums stets für die WAZ Dorsten unterwegs. Danach zog es mich nach Kassel zum Volontariat bei der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen, kurz HNA. Nachdem ich in einer Kommunikationsagentur in Düsseldorf tätig wurde, entschied ich mich im Mai 2018 für die Selbstständigkeit. Seither arbeite ich für verschiedene Auftraggeber, journalistisch und beratend. Ich schreibe für dorsten-online.de, weil die Plattform von Menschen aus der Heimat für Menschen aus der Heimat gemacht wird. Ich freue mich, Sie mit Beiträgen und Informationen aus der Region versorgen zu dürfen. Anregungen, Fragen und Hinweise nehme ich gerne entgegen. Marie-Therese Gewert

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.