Solarstrom – Stadt Dorsten setzt auf eigene Produktion

von Markus Fuhrmeister

Verwaltung will Anlagen auf städtischen Gebäuden selbst bauen und betreiben. Plan sieht sieben Standorte schon in 2021 vor.

Dorsten. Solarstrom. Die Stadt Dorsten wird wohl künftig Teile ihres Strombedarfs selbst produzieren. In seiner nächsten Sitzung am Mittwoch, 24. März, soll der Rat darüber entscheiden, ob die Stadt Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden künftig in Eigenregie installiert und betreibt. Die Ortspolitiker beraten und beschließen über eine Vorlage der Verwaltung, nach der ein solcher „Eigenbau und –betrieb eindeutig zu bevorzugen“ sei.

Für folgende sieben Standorte nennt die Verwaltung bereits geeignete Dachflächen. Auf denen könne noch in diesem Jahr mit dem Bau von Photovoltaikanlagen begonnen werden: die Agathaschule am Nonnenkamp, die Albert-Schweitzer-Schule, die Hauptfeuer- und Rettungswache An der Wienbecke, das Gemeinschaftshaus und Hallenbad Wulfen, das Sportlerheim an der Waldstraße in Holsterhausen, der Kindergarten Wennemar am Antoniusplatz sowie das Gymnasium Petrinum und die die angrenzenden VHS und Bibliothek. Für weitere Anlagen kämen in einem ersten Schritt auch die Sport- und Kulturhalle in Lembeck und die Haldenwangschule in Frage, so das Papier.

Durch Solarstrom Stromkosten sparen

Vorgesehen ist, dass die städtischen Tochtergesellschaften Windor und InfraDOR (Gesellschaft für Infrastruktur in Dorsten mbH) die Anlagen bauen und betreiben. Im Gegensatz zu Investorenmodellen, bei denen die Stadt den sauberen Strom von Fremdfirmen beziehen könnte, die für den Betrieb der Anlagen auf städtischen Gebäuden etwa eine sogenannte Dachpacht zahlen würden, entstehe – laut Verwaltungsplan – beim Eigenbetrieb die „höchste Wertschöpfung für die Stadt“. Soll heißen: Nach etwa 20 Jahren ist eine Solaranlage abgeschrieben. In den Folgejahren will die Stadt dann erhebliche Stromkosten sparen.