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Stadt will Standort Emmelkämper Brauk nicht favorisieren

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Stadt Dorsten erarbeitet Stellungnahme zum Regionalplan

Beratung am 11. Februar. Viele Nachfragen zu Gewerbefläche Emmelkämper Brauk

Im Entwurf des Regionalplanes Ruhr ist ein „Kooperationsstandort Emmelkämper Brauk“ für neue Gewerbe- und Industrieflächen angrenzend an die Siedlungsbereiche in Holsterhausen vermerkt.

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Diese geplante zeichnerische Festlegung hat während der laufenden Offenlage des Planentwurfs Nachfragen in Politik und Bürgerschaft ausgelöst.

Gewerbebereich Dorsten-Schermbeck
Foto: Stadt Dorsten

Die Verwaltung erarbeitet derzeit die Stellungnahme der Stadt zum Regionalplan, die beraten wird am Montag, 11. Februar, in der Ratskommission für Stadtentwicklung in gemeinsamer Sitzung mit den Mitgliedern des Umwelt- und Planungsausschusses (17 Uhr, großer Sitzungssaal, Rathaus).

Standort Emmelkämper Brauk nicht zu favorisieren

Die Verwaltung wird der Politik im Entwurf dieser Stellungnahme vorschlagen, den Standort Emmelkämper Brauk nicht zu favorisieren, sondern stattdessen der Regionalplanung vorzuschlagen, den Standort „Rüster Feld“ aufzunehmen.

Für diese Fläche am Freudenberg nahe der A 31-Auffahrt Schermbeck haben die Stadt Dorsten und die Gemeinde Schermbeck bereits 2015 ein Planungskonzept entwickelt.

In den Vorgesprächen zum Regionalplan hat die Stadt Dorsten darauf hingewiesen. Die Planungsbehörde beim RVR bevorzugt allerdings die Ausweisung neuer Flächen angrenzend an geschlossenen Baubereiche und nicht in Außenbereichen.

Neben örtlichen Besonderheiten (vorhandene Energieerzeugungsanlage mit Abwärmepotenzial, Angliederung eines Gewerbegebiets an eine bestehende großflächige Gewächshausanlage) sprechen wesentliche Bedingungen für das Rüster Feld, die am Standort Emmelkämper Brauk nicht gegeben sind:

  • Erheblich bessere Verkehrsanbindung durch die vollwertig ausgebaute A31-Anschlussstelle Wesel/Haltern/Schermbeck mit unmittelbarem Anschluss an die Bundesstraße 58.
  • Ein merklich verringertes Risiko, dass die Ausweisung von Gewerbeflächen zu einer Zunahme des Lkw-Verkehrs in Wohngebieten an zwangsläufig zu nutzenden Zubringerstraßen führt.

Rüster Feld

Ob die Regionalplanung dieser Auffassung der Stadt Dorsten folgt, wird sich im weiteren Verfahren zeigen. Am Rüster Feld könnten nach Plankonzept bis zu 72 Hektar Gewerbeflächen ausgewiesen werden, davon 55 Hektar auf dem Gebiet der Gemeinde Schermbeck.

Der Regionalplan Ruhr trifft Festlegungen in Form von Zielen und Grundsätzen zur Entwicklung, Ordnung und Sicherung des Raums. Er sieht an einigen Stellen Funktionen und Nutzungen vor und schließt sie damit an anderer Stelle aus. Die Festlegungen sind – ähnlich wie in einem kommunalen Flächennutzungsplan – lediglich Möglichkeiten, die aber nicht ausgeschöpft werden müssen. Für den Standort Emmelkämper Brauk gibt es – anders als am Rüster Feld – derzeit überhaupt keine konkrete Planungsabsicht.

Die Aufstellung des Entwurfs wurde von der Verbandsversammlung des Regionalverbandes im Juli 2018 beschlossen. Im Umwelt- und Planungsausschuss der Stadt Dorsten wurde der Entwurf am 18.09.2018 öffentlich vorgestellt (Vorlage 231/18, zu finden im Ratsinformationssystem auf www.dorsten.de).

Bis zum 27.02.2019 kann Einsicht in den Entwurf genommen werden, bis 01.03.2019 sind Stellungnahmen gegenüber der Regionalplanung dazu möglich. Informationen dazu gibt es im Internet auf der Seite https://www.metropoleruhr.de/regionalverband-ruhr/regionalplanung/regionalplan-ruhr.html

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