StartLokalesStartschuss für die „Blühende VITAL-Region“ in Dorsten

Startschuss für die „Blühende VITAL-Region“ in Dorsten

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In sechs VITAL-Kommunen – Dorsten, Dülmen, Haltern am See, Raesfeld, Reken und Olfen – sollen auf städtischen Flächen mehrere Hektar Blühfläche angelegt werden

(pd). Die Hohe Mark soll insektenfreundlich werden. Das ist erklärtes Ziel des Förderprojekts „Blühende VITAL-Region“, für das jetzt das erste Auftakttreffen bei der Biologischen Station Kreis Recklinghausen e.V. stattfand. Neben der Anlage von Blühflächen sind auch Bildungsveranstaltungen für die Bevölkerung geplant.

Für den drastischen Rückgang der Insekten gibt es viele Gründe. Von der Versiegelung innerstädtischer Flächen bis zu intensiver Landwirtschaft. Um dem entgegen zu wirken hat die Lokale Aktionsgruppe der VITAL.NRW Region Hohe Mark das Projekt „Blühende VITAL-Region“ ins Leben gerufen.

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Biostation
Freuen sich, dass es losgeht: Herr Fränzer (Dülmen), Frau Duske (Dülmen), Herr Brömmel (Olfen), Frau Kißmer (VITAL.NRW), Frau Pietsch (Blühende VITAL-Region), Herr Albrecht (Haltern am See), Herr Mecking (Reken), Herr Rommeswinkel (Dorsten). Foto: (Katja Pietsch

Über einen Zeitraum von zwei Jahren sollen in den sechs VITAL-Kommunen Dorsten, Dülmen, Haltern am See, Raesfeld, Reken und Olfen auf städtischen Flächen mehrere Hektar Blühfläche angelegt werden, die heimischen Insekten wertvolle Nahrung bieten. Die Umsetzung des Vorhabens übernimmt die Biologische Station, die auch die Projektträgerschaft innehat, in Zusammenarbeit mit den Grünflächenämtern der beteiligten Kommunen.

Flächen für heimische Wildblumen sollen bepflanzt werden

Katja Pietsch, Diplom-Biologin und seit Anfang Juni für das Projekt bei der Biologischen Station beschäftigt, hatte die Projektpartner am 24. Juni zur Auftaktveranstaltung eingeladen. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde erläuterte sie die Pläne für die nächsten Monate. So sollen bis zum Herbst in enger Absprache mit den Kommunen erste geeignete Flächen ausgewiesen und mit heimischen Wildblumensamen bepflanzt werden, die im kommenden Frühjahr das erste Mal blühen. Der Beginn einer farbenfrohen Wandlung der Innenstädte.

Wiesen werden zu interessanten Untersuchungsobjekten

Pietsch: „Heimische Wildblumensaat wird in ausgesuchte Flächen eingetragen und so gepflegt, dass ein natürlicher Kreislauf entsteht. Vom Samen zur Blüte zum Samen. Durch diesen Kreislauf bekommen nicht nur heimische Pflanzen eine Chance sich wieder zu etablieren, sondern auch Tiere profitieren davon. Nicht nur Nektar und Pollen sind für unsere Wildbienen spannend, auch die Samenbildung birgt für Vögel eine natürliche Winterkost und viele Insektenarten können in den trockenen Stängeln und Kapseln überwintern oder ihre Brut hineinlegen, die dann im Frühling des nächsten Jahres ein neuerliches Summen und Schwirren in die Wiese bringen. Damit werden die Wiesen zu interessanten Untersuchungsobjekten für kleine Forscher während des Familienausflugs in die Innenstadt.“

Insektenschutz und Artenvielfalt in der Region Hohe Mark

Regionalmanagerin Josephine Kißmer freute sich, dass mit dem Vorhaben ein weiteres, interkommunales Projekt realisiert wird. „Die Blühende VITAL-Region ist ein kleiner, aber wichtiger Beitrag hin zu mehr Insektenschutz und damit Artenvielfalt in der Region Hohe Mark“, so Kißmer.

Alle Interessierten können sich bei den unterschiedlichen Veranstaltungen Tipps und Hintergrundinformationen zu den Themen Insektenschutz im eigenen Garten und vor dem Haus, sowie zu dem Projekt „Blühende VITAL-Region“ holen. Die Veranstaltungen werden im Laufe der nächsten zwei Jahre durch die Biologische Station Kreis Recklinghausen e.V. (www.biostation-re.de) und die Presse für die einzelnen Städte und Themen kommuniziert.

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