Dorsten. Handwerk wie in alten Zeiten – das konnten Besucher beim Tag der Hanse in Dorsten am Samstag erleben.
Vom Kettenmacher über den Buchdrucker bis hin zum Lampenbauer waren in der Recklinghäuser Straße rund 26 Stände mit vielfältigem Angebot aufgebaut.

So ließen sich hier Arbeiten vom Steinmetz begutachten, Neugierige konnten bei einer Seilerei selbst Hand anlegen oder Wollhändlern und Flachsspinnern bei der Arbeit zuschauen und mit einer E-Rikscha durch die Stadt fahren. „Das ist richtig schön“, sagte Organisatorin Sabine Fischer von der stadtinfo Dorsten, die kurz zuvor selbst mitgefahren war.

Der Tag der Hanse wird nun schon seit vielen Jahren von der stadtinfo Dorsten organisiert und erfreut sich nach wie vor einer hohen Beliebtheit. Von Regenwolken ließen sich die Besucher nicht abhalten. Als es dann doch zu hageln anfing, hatten einige ihren Rundgang schon hinter sich – und brachten sich schnell ins Trockene.

Von einer Imkerei über den Heimatverein Wulfen bis hin zu den Altstadtschützen und Gästen aus Brilon zeigte der Tag der Hanse, was er zu bieten hat. Zudem gab es einen regionalen Bauernmarkt, auf dem Händler ihre Produkte zum Verkauf anboten.

Viola Erfkämper und Ben Wegener verkauften an einem Stand von Schulte Spechtel frischen Spargel und Erdbeeren und waren zufrieden mit der Auslese der Käufer. Wer lieber etwas Warmes wollte, konnte an anderer Stelle Buchweizen-Pfannkuchen verköstigen.

Eine kleine Zeitreise ins Mittelalter konnten Dorstener zudem bei einer Stadtführung mit der Hansekauffrau und dem Hansekaufmann miterleben. Darunter auch eine Führung speziell für Blinde und Sehbehinderte, die ihre Stadt kennenlernen wollten. So waren am Ende alle gerüstet gegen das an diesem Tag unbeständige Wetter – andernfalls wäre es wohl auch kaum ein wahrer Tag der Hanse.





























