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Tipi der Begegnung – Gemeinsam gestrickt

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Ein Gemeinschaftsprojekt für alle Dorstener Bürger

Dorsten. Gut gestrickt und gehäkelt: In Dorsten soll ein großes Tipi der Begegnung entstehen. Bislang stehen diese in Taiwan, New York, Brüssel, Berlin und Kenia – und demnächst folgt eins in Dorsten. „Das Zelt der Begegnung bietet den Dorstenern Identifikation“, erklärt Henning Lagemann von Wir machen MITte.

Wer gern häkelt und strickt, kann sich beteiligen: Mit einem selbstgemachten 15 mal 15 Zentimeter großen Woll-Quadrat aus Acryl-Wolle. Diese werden am Ende zu einer großen Patchwork-Decke zusammengefügt und diese dient als Ummantelung für ein Indianerzelt.

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Sein eigenes Woll-Quadrat einbringen

Das Tipi kann von jedem Dorstener ausgeliehen werden und kann bei unterschiedlichen Gelegenheiten und Anlässen zum Einsatz kommen. Unter anderem auf Dorstener Festen.

Tipi der Begegnung
Tipi der Begegnung in Brüssel.
Foto: Ute Lennartz-Lembeck

2000 Quadratmeter benötigt das Tipi der Begegnung – und auch wenn es hinterher mehr Quadrate gibt, als das Zelt selbst braucht, wird alles künstlerisch verarbeitet: Für die Deko, für Kissen und Decken. Immerhin will so ein Gemeinschaftszelt auch ausgestattet werden. Dadurch kann jeder Dorstener, von der Oma bis zum Enkelkind, seine Spuren in dem Zelt hinterlassen. Individuell und farbenfroh. Der eigenen Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Tipi der Begegnung auch in Dorsten

Am Ende fügt sich ein Quadrat ins andere – und so kann auch jetzt von Zuhause aus etwas Großes für die Gemeinschaft entstehen. Das Zelt ist einem indianischen Tipi nachempfunden und hat einen Durchmesser von fünf bis sechs Metern. Sechs Meter hohe Bambusstangen geben dem Tipi den nötigen Halt.

Foto: Ute Lennartz-Lembeck

Wie die Idee nach Dorsten kam? Susanne Warnke von der Mobilen Jugendhilfe Dorsten hörte von dem Projekt im Radio. Sie kam mit Ulrike Baldauf von Wir machen MITte ins Gespräch, die ebenfalls sofort Feuer und Flamme war.

Tipi der Begegnung – Eine Idee der Verbundenheit

Sie stellte das Projekt in einer Mitte-Konferenz vor. Bei Recherchen kam heraus, dass das Patent und die Urheberrechte der Idee bei Künstlerin Ute Lennartz-Lembeck aus Remscheid liegen. Sie hat weltweit bislang 50 Tipis aufgebaut. Und in Dorsten gibt sie für die Patchwork-Arbeit ihr OK.

„Das Ansehen der einzelnen Teile lässt Individualität erkennen.“

Ute Lennartz-Lembeck

So erkennen sich alle Beteiligten in dem großen Werk wieder. Suchen und finden.

Der Antrag wurde von Ulrike Baldauf und der Stadtkrone-Sternlauf-Gruppe eingereicht und bewilligt. Wir machen MITte geben 2000 Euro für das Projekt und die Künstlerin.

Tipi der Begegnung
Das Tipi stellt einen Ort der Begenung dar.
Foto: Ute Lennartz-Lembeck

Urheberin Ute Lennartz-Lembeck begleitet das Projekt persönlich. Dreimal wird sie in Dorsten vorbeischauen. Corona-bedingt stehen diese Termine aber noch nicht fest. Fest steht: Bis Februar können Woll-Quadrate aus Acrylwolle eingereicht werden. Bislang ist das Feedback durchweg positiv, meint Henning Lagemann.

Ein kleiner Teil für das große Ganze

„Jeder kann einen kleinen Teil zum großen Ganzen beitragen – und jeder darf sich farblich ausleben, wie er möchte“, betont er weiter. Wir machen MITte präsentiert das Zelt voraussichtlich zur Osterbrunnen-Aktion. Abgabe und Annahmestelle der Woll-Quadrate ist unter anderem das Stadtteilbüro. Darüber hinaus überall dort, wo ein kleines Poster zur Aktion im Schaufenster hängt. Erst kürzlich spendete eine Dorstener allein 150 Quadratmeter.

Wollspenden sind sehr willkommem.
Foto: privat

Acryl-Wolle ist optimal

Wer keine Acryl-Wolle vorrätig hat, kann sich ein Knäuel im Stadtteilbüro abholen. „Es kamen auch schon Woll-Spenden zu uns“, freut sich Lagemann. Es kann gerne Restwolle benutzt werden. Empfohlen wird Acryl-Wolle deshalb, weil sie wetter- und lichtbeständiger ist als konventionelle Wolle.

Mit diesem Projekt wächst so das Gefühl der Verbundenheit und Gemeinschaft. Weitere Infos zu den Projekten der Künstlerin gibt es unter https://www.ute-lennartz-lembeck.de/

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