In den Jugendhäusern Treffpunkt Altstadt und Das LEO kehrt spürbar neuer Schwung ein. Die Zeit der coronabedingten Einschränkungen und der personellen Engpässe liegt hinter ihnen. Heute betreuen die Teams beider Häuser zusammen im Schnitt 100 bis 120 Kinder und Jugendliche am Tag. Die Nachfrage ist hoch und das Angebot wächst.
Treffpunkt Altstadt: „Das Haus wird unglaublich gut angenommen“
Seit 2023 ist der Treffpunkt Altstadt nach einem Umbau wieder komplett geöffnet. Leiter Christian Joswig freut sich über eine starke Resonanz. „Das Haus wird unglaublich gut angenommen. Wir arbeiten bereits am Programm für 2026“, sagt er. Der Kinderbereich wurde neu gestaltet und zahlreiche Kooperationspartner sorgen dafür, dass regelmäßig neue Projekte entstehen.
Der Jugendbereich ist von 13 bis 21 Uhr geöffnet, im Sommer sogar bis 22 Uhr. Die Zielgruppe reicht von 13 bis 25 Jahren. Besonders wichtig ist Joswig, Jugendliche einzubinden. „Wir lassen sie bei vielen Entscheidungen mitreden. Das stärkt das Miteinander und schafft Verantwortung.“

Das LEO: Jüngere Zielgruppe und spürbare Corona-Folgen
Während der Treffpunkt Altstadt stärker von älteren Jugendlichen genutzt wird, richtet sich Das LEO besonders an jüngere Kinder und Jugendliche. „Deshalb braucht jedes Haus seine eigene Leitung, auch wenn wir viele Projekte gemeinsam stemmen“, erklärt Jugendamtsleiter Stefan Breuer.
Swantje Bärenfänger leitet Das LEO seit Juli 2025. Sie sieht die Spuren der Pandemie weiterhin deutlich: „Das soziale Verhalten hat gelitten. Viele Kinder und Jugendliche haben während Corona viel Zeit vor Bildschirmen verbracht. Wir merken, dass wir wieder mehr soziale Impulse setzen müssen.“

Engagement macht vieles möglich
Ob Backaktion, Kreativprojekt oder ein Tag im Kletterpark – viele Angebote wären ohne Ehrenamtliche nicht machbar. „Wir freuen uns über jede helfende Hand“, sagt Bärenfänger. „Gemeinschaft lebt davon, dass Menschen sich einbringen.“ Auch Joswig bestätigt: „Für viele Ehrenamtliche ist das nicht nur Hilfe, sondern eine erfüllende Aufgabe.“
Ehrenamt und FSJ möglich
Die Stadt weist darauf hin, dass es weiterhin viele Möglichkeiten für Engagement gibt. Wer sich ehrenamtlich im Treffpunkt Altstadt oder im LEO einbringen, eigene Projekte anstoßen oder Räume für Gruppen nutzen möchte, kann sich direkt an die Leitungen wenden. Ansprechpartner sind Christian Joswig unter 02362 50 967 und Swantje Bärenfänger unter 02362 9540404.
Außerdem ist im Treffpunkt Altstadt ein Platz für ein Freiwilliges Soziales Jahr frei. Interessierte können sich ebenfalls direkt bei Christian Joswig melden.
Jugendarbeit in Zeiten knapper Kassen
Die Haushaltslage der Stadt Dorsten ist angespannt. Trotzdem bleibt die Jugendarbeit bisher unangetastet. Die Einrichtungen können eigene Mittel sammeln, etwa durch Aktionen oder durch Sachspenden aus der Bürgerschaft. „Bastelmaterial oder Holz bekommen wir oft direkt von Betrieben aus der Stadt“, berichtet Joswig.
Für Jugendamtsleiter Breuer bleibt klar: „Unser Kerngeschäft ist die präventive Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Aktionen sind das Extra obendrauf. Sie funktionieren, weil viele zusammenhelfen.“

Modern, gut ausgestattet und verlässlich geöffnet
Beide Jugendhäuser sind technisch und räumlich gut aufgestellt. „So modern waren wir noch nie“, sagt Joswig stolz über den Treffpunkt Altstadt. Gleichzeitig betonen beide Leitungen die Bedeutung verlässlicher Öffnungszeiten. „Nur wenn wir konstant da sind, können wir stabile Beziehungen aufbauen“, so Bärenfänger. Zwar sei die Personaldecke weiterhin knapp, aber sie reiche, „wenn alle an einem Strang ziehen“.
Ein starkes Team mit gemeinsamen Zielen
Bärenfänger und Joswig arbeiten eng zusammen. „Wir lernen viel voneinander, auch wenn wir uns mal konstruktiv reiben“, sagt Bärenfänger mit einem Lächeln. Entscheidend sei, dass beide Häuser das gleiche Ziel verfolgen: Orte zu schaffen, an denen junge Menschen sich sicher fühlen, Gemeinschaft erleben und sich ausprobieren können.




























