Die Geschichte von Altendorf-Ulfkotte

Die Gemeinde Altendorf-Ulfkotte ist aus den beiden Bauernschaften Altendorf und Ulfkotte entstanden. Obwohl sie durch den Erdbach getrennt waren, gab es nie Streitereien zwischen den beiden Bauernschaften.

Ein gefundenes Steinbeil in der Nähe der Hügelgräber an der B 225 lässt darauf schließen, dass es sich hierbei um Begräbnisstätten handelt. Demnach war dieser Stadtteil bereits lange vor Christi Geburt bewohnt.

Urkundlich erwähnt wurde Altendorf-Ulfkotte zum ersten Mal jedoch erst im 9. Jahrhundert, anlässlich einerSchenkung des Gutes Bellinctorpe, später Bellendorf. Bevor das Gut anschließend zum Hof Föcker bzw. Schulze-Erning wurde, gehörtees zwischenzeitlich der Kirche, dem Vest Recklinghausen und schließlich geistlichen und weltlichen Herren, die ihr Land den Bauern zur Bewirtschaftung überließen.

Am 1. Januar 1820 wurde Altendorf-Ulfkotte der Bürgermeisterei Marl zugeordnet, ab 1841 dem Amt Marl, allerdings blieb es selbstständig mit eigenem Gemeindevorsteher, Gemeinderat und Gemeindeetat.

Seit 1975 gehört Altendorf-Ulfkotte nicht mehr zum Amt Marl

Seit 1975 gehört Altendorf-Ulfkotte nun nicht mehr zum Amt Marl, sondern gemeinsam mit dem ehemaligen Kirchellener Ortseil Tönsholt zu unserer schönen Stadt. „Leider wurden wir in Tönsholt lange Zeit vergessen“, bedauert Claudia Temp. Im Krieg entstand in dem Waldgebiet die erste Siedlung und diente als Lager für hauptsächlich französische Kriegsgefangene. Spuren davon sind noch zu finden, dennoch fühlt sich Claudia Temp hier wohl. „Die Kinder haben viel Freiraum und wir haben alle riesige Gärten, hier lässtes sich gut wohnen“, freut sie sich, bedauert aber auch gleichzeitig, dass es dort keine Möglichkeit für Treffen verschiedener Initiativen gibt.

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Auch die Versuche, aus der Vergangenheit eine Infrastruktur mit einem Konsum und zwei Kneipen aufzubauen, liefen ins Leere. Heute befindet sich zumindest ein Bolzplatz für die Jugend auf dem ehemaligen Discounter-Gelände.

Aber auch die Tönsholter sind nicht untätig und geben sich ihrem Schicksal nicht hin. Sie nehmen ihr Alltagsleben selbst in die Hand und stellten in Eigenregie, jedoch mit Unterstützung unseres Bürgermeisters Tobias Stockhoff, der Mr. Trucker Kinderhilfe und „Dorsten dankt dir“ Spielgeräte auf und pflegen sie weiterhin.

Fotos: privat. Quellen: Stadt Dorsten, Chronik 350 Jahre Schützen in Altendorf-Ulfkotte, Chronik 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Altendorf-Ulfkotte und www.altendorf-ulfkotte.de

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Martina Jansen
Hallo, ich bin Martina Jansen. Meine Heimat ist das Monatsmagazin „Lokallust“, aber da wir mit den „Heimatmedien“ eng zusammenarbeiten, richte ich mich seit einiger Zeit nun auch hier als freie Mitarbeiterin häuslich ein. Als nicht gelernte Redakteurin schreibe ich aus dem Bauch heraus und lasse dabei unbewusst, gerne aber auch ganz bewusst, redaktionelle Regeln aus. Soll heißen: Ich schreibe so, dass ich auch verstanden werde. Gerne treffe ich mich mit Menschen aus Dorsten, Schermbeck oder Raesfeld, die ein verrücktes Hobby haben, ehrenamtlich tätig sind oder einfach „gut drauf“ sind, also mit Menschen wie du und ich und bin jedes Mal darauf gespannt, welche Geschichte am Ende dabei herauskommt.

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