StartLokalesViel Lob für die Angestellten der Stadtverwaltung in Zeiten der Coronakrise

Viel Lob für die Angestellten der Stadtverwaltung in Zeiten der Coronakrise

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Dorstener Bürger sind fast vorbildhaft – Viel Lob gibt es für die Angestellten der Stadt vonseiten der Bevölkerung.

Die mittlerweile erkennbar akzeptierten Maßnahmen in Zeiten der Coronakrise sind nicht auf dem Reißbrett entstanden. Dennoch ist die Stadt seit einigen Tagen in einem absoluten Ausnahmezustand.

Dahinter steckt ein Team von Mitarbeitern der Stadtverwaltung, die unermüdlich daran arbeiten, diese zu verbessern, auszubauen, aber auch für die vielen Fragen der Bürger der Stadt Rede und Antwort zu stehen.

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Bürger bedanken sich

Das hat sich wohl quer durch alle Bevölkerungsschichten der Stadt rumgesprochen, denn, so wie Bürgermeister Tobias Stockhoff heute berichtet, bekommen seine Kolleginnen und Kollegen derzeit eine Vielzahl von Dankeschön Mails. Durchaus berechtigt: „Das ist eine große Motivation für alle. Dafür möchte ich mich im Namen aller bedanken, die uns geschrieben haben. Ich weiß, dass alle hier im Rathaus und der Verwaltung einen ganz tollen Job machen. Aus meiner Sicht haben sie es absolut verdient“.

Bürgermeister Tobias Stockhoff Dorsten
Foto: André Elschenbroich

Auch was das Verhalten der Menschen in der Stadt anbelangt, zeigte sich der Verwaltungschef am Montagnachmittag sehr zuversichtlich. Seiner Auffassung und Beobachtung nach haben fast alle Dorstener, bis auf wenige Ausnahmen, den Ernst der Lage verstanden habe. „Wir sehen in der Stadt viele Menschen, die sich gegenseitig unterstützen, ansprechen oder Hinweise auf Dinge gegen, die nicht sein sollten. Die wenigen, die sich nicht daran halten, denen muss dann eben ein Bußgeld auferlegen“.

Grillfeier und Platzverweis am Montag

Am Montag mussten der KOB (Kommunale Ordnungsdienst) an sieben Orten im Stadtgebiet Platzverweise aussprechen. Dazu gehörten: Versammlung von Jugendlichen an Spielplätzen, Schulen und anderen Plätzen, sowie zwei Grillfeiern befreundeter Familien. Diese wurden aufgelöst. Ebenfalls gab es eine Ermahnung an einem Imbissstand.

Es bleibt weiter spannend, wie es sich bei der Müllentsorgung, sprich Grünschnitt und Sperrmüll entwickelt. Hier verwies Tobias Stockhoff eindeutig darauf, dass jeder Bürger es möglichst vermeiden solle, in Zeiten der Coronakrise seinen Keller zu entrümpeln. Elektrogeräte und Sperrmüll werden weiterhin abgeholt, „aber bitte schont die bereits jetzt schon geringen Kapazitäten. Die Mitarbeiter brauchen wir für dringende Notfälle“, so Stockhoff.

Sonntag gab es Hinweise auf kleinere Vergehen

Mit Blick auf den Sonntag zeigte sich Bürgermeister Stockhoff relativ zufrieden. Die Teams des kommunalen Ordnungsamtes waren auch an diesem Tag unterwegs. Es habe viele Hinweise auf kleinere Vergehen gegeben, unter anderem auf Jugendliche, die sich noch im Gruppenverband aufhielten. Hier wurde ein Platzverweis ausgesprochen. Aktuell sei die Stadt noch dabei, die Bußgelder für Verstöße festzulegen. Laut Erlass des Landes liegt die Mindesthöhe eines kleinen Verstoßes bei 200 Euro. Bei groben Verstößen kann die Strafe dann gerne auch mal 200 Euro und höher ausfallen.

Gehört Handy-Shop zur Grundversorgung?

Immer noch viele Fragen gebe es vonseiten der Unternehmer. Hier sei bei vielen noch nicht klar, wer sein Geschäft öffnen darf. Für Friseure wurde bereits eine eindeutige Norm festgelegt. Wie sieht es aber mit einem Handy-Shop aus? Sicher sei, dass zwar ein Handy-Shop für die Telekommunikation wichtig sei, aber gibt es auch einen anderen Weg, um mir beispielsweise eine neue SIM-Karte zu besorgen? Hier sei der gesunde Menschenverstand gefragt, denn „eine neue SIM-Karte beispielsweise kann ich mir auch Post schicken lassen“. Dies gelte, betonte Stockhoff, für viele Bereiche.

Programm gegen Lager-Koller

Was mache ich bei einem Lager –Koller? Bestimmt eine Situation, die sich in nächster Zeit in vielen Familien entwicklen kann und werde. Hier sei die Verwaltung aktuell dabei ein Anti-Koller-Programm zu entwickeln. „Wenn das Wetter gut ist und wir alle zuhause bleiben müssen, dann kann das schnell zu negativer Stimmung und Spannungen in den Familien führen. Neben dem Angebot der Stadtbibliothek gibt es derzeit noch andere Überlegungen, wie wir den Lagerkoller vermeiden können“, so Stockhoff.

Hilfreich soll in solchen Situationen auch die schulpsychologische Beratungsstelle sein, die tagsüber besetzt ist und wo sich Eltern rechtzeitig melden können.

Fazit der derzeitigen Lage für Tobias stockhoff: „In so einer Krise steckt auch immer eine neue Chance für Solidarität, Anstand, Wertschätzung und Respekt. Bis jetzt hat die Krise, so dramatisch sie auch ist, gezeigt, dass sie zu einem emotionalen Zusammenrücken der Dorstener Bürger geführt hat“.

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