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Wolf tötet zwölf Schafe in Rhade – vier weitere Schafe werden eingeschläfert

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Besonders viele Lämmer sind derzeit unter den 350 Schafen auf den Rhader Wiesen unterwegs. Foto: Petra Bosse

In den frühen Morgenstunden von Mittwoch auf Donnerstag hat ein Wolf in den Rhader Wiesen bei Dorsten ein regelrechtes Blutbad angerichtet.

Mitten im Naturschutzgebiet, rund einen Kilometer von der Wohnbebauung am Ortsrand südlich von Rhade entfernt, riss ein Wolf in der Nacht insgesamt zwölf Lämmer sowie zwei Mutterschafe. Vier weitere Jungschafe wurden so schwer verletzt, dass sie am nächsten Tag eingeschläfert werden mussten. Das Ergebnis: 16 tote Schafe.

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Niels Ribbrock, Wolfsberater und Leiter der Biologischen Station Lembeck, war vor Ort, um den Wolfsangriff zu dokumentieren und Proben für eine DNA-Analyse zu entnehmen und bestätigt die Risse. Nun muss geklärt werden, welcher Wolf für die Risse verantwortlich ist. Die Untersuchung durch das Senckenberg-Institut wird, bis das Ergebnis feststeht, allerdings einige Zeit dauern.

Wolf reisst 16 Schafe in Rhade bei Dorsten

Seit über 20 Jahren mit Schafen auf Wanderschaft in Rhade

Schäfer Erwin Biedermann, der seit über 20 Jahren in den Rhader Wiesen unterwegs und seit rund 50 Jahren Schäfer ist, zeigt sich sichtlich erschüttert. „Dieses Jahr bin ich garantiert das letzte Mal hier in Rhade“, sagt er. Der Schrecken der Nacht steht ihm noch immer ins Gesicht geschrieben. „Ich bin immer noch sehr nervös“, gesteht er einen Tag später. Nicht nur der Schäfer ist nervös. Auch seine 350 Tiere, hauptsächlich Mutterschafe mit zahlreichen Lämmern seien noch völlig durcheinander und hätten sich nicht beruhigt, erklärt der Schäfer, der gegen Mittag die laut bölkende Herde gemeinsam mit seinem Hütehund Tim einige 100 Meter weiter auf eine andere Wiese getrieben hat.

Frühjahr – Zeit der Lämmer

Besonders jetzt ist die Zeit, wo sich Bauern und Schafzüchter jedes Jahr auf das Frühjahr freuen, da sie dann viele Lämmer auf ihren Weiden erwarten.

Die Geburt von Lämmern im Frühjahr ist auch ein Anzeichen dafür, dass die Natur aus dem Winterschlaf erwacht und dass der Frühling endlich da ist. Aber nicht nur das:

Schafe sorgen für den Erhalt von Naturschutzgebieten

Schafe spielen, wie hier in den Rhader Wiesen, eine wichtige Rolle in Feuchtgebieten und Naturschutzgebieten, da sie zur Erhaltung und Verbesserung der Biodiversität beitragen können. Durch das Beweiden von Feuchtgebieten und Naturschutzgebieten können Schafe dabei helfen, die Vegetation kurz zu halten und das Wachstum von unerwünschten Pflanzen zu reduzieren.

Wolf reisst 16 Schafe in Rhade bei Dorsten
Aus dieser Herde holte sich der Wolf in der Nacht seine Opfer, hauptsächlich Lämmer, die er teilweise nur angefressen und mit aufgerissenen Bäuchen auf der Wiese hat liegen gelassen. Foto: Petra Bosse

Durch das Beweiden können Schafe auch dazu beitragen, das Habitat für bestimmte Tierarten zu verbessern, indem sie beispielsweise die Verbreitung von Samen und das Wachstum von bestimmten Pflanzen fördern. Darüber hinaus können Schafe auch dabei helfen, die Ausbreitung von invasiven Pflanzenarten zu verhindern, die das natürliche Ökosystem stören können.

Die Beweidung mit Schafen kann auch zur Erhaltung traditioneller Landschaften beitragen und den Erhalt von Kulturlandschaften fördern. Die Pflege der Landschaft durch Schafe ist oft ein wichtiger der Kultur und Geschichte bestimmter Regionen und kann daher auch zur Wahrung kultureller Identität beitragen.

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