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Wulfen – Die Geschichte eines Stadtteils

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Woher der Name „Wulfen“ stammt, das werden wir wohl nie ganz klären. Die einen sagen so, die anderen sagen so. Für die einen leitet sich der Ortsname vom Vorkommen zahlreicher Wölfe her, die noch im letzten Jahrhundert hier zahlreich vorhanden waren, für die anderen geht der Name auf den Ritter von Wulffheim zurück.

875 tauchte der Name „Wolfhelm“ auf, als Ernennung zum sechsten Bischof von Münster. 1172 wurde Wulfen dann urkundlich zum ersten Mal im Zusammenhang mit der Ritterfamilie „Wulffheim“, den Nachfahren des Bischoffs, erwähnt, die die Gemeinde St. Matthäus gründeten. Geblieben ist aus der Zeit der Straßenname „Burgring“. Mehrere Jahre und Schreibweisen später, wurde aus Wolfhelm, Wulffheim und Wulphen schließlich Wolfen und nun Wulfen.

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Wulfen – entstanden aus Bauerschaften

Zu der kleinen selbstständigen Gemeinde gehörten damals die drei Bauerschaften Dorf, mit dem Dorfkern und den Ansiedlungen Lehmkuhle, Wauert und Köhl, die Bauernschaft Dimke mit Dimke, Surik und Kippheide sowie Deuten, das bis 1975 zu Wulfen gehörte, mit Deuten, Sölten und Brosthausen.

Die politische Gemeinde der Bauernschaften wurde 1810 von Napoleon in eine Bürgermeisterei mit Sitz in Lembeck umgewandelt. Zwei Jahre später entstanden aus den drei Bauernschaften die sieben Gemeinden Wulfen, Lembeck und Rhade, Altschermbeck und Erle sowie Hervest und Holsterhausen. 1816 wurde die „Herrlichkeit Lembeck“, zu der auch Wulfen gehörte, dem Kreis Recklinghausen zugeordnet.

Schon früh fortschrittlich

25 Jahre später wurden neun Gemeindeverordnete gewählt, dessen Namen und Nachfahren heute noch im Dorf zu finden sind. 1929 wurde, gegen den Willen der Gemeinden, das Amt Lembeck-Altschermbeck, zum Amt Hervest-Dorsten mit Sitz in Wulfen zusammengeschlossen. Die Stadt Dorsten folgte im Jahre 1937.

Fortschrittlich waren die Wulfener, wie zu lesen ist. Eine Schule gibt es hier im Ort seit 1678. 1902 zündeten Menschen abends die ersten Laternen an den Straßen an. Im Jahre 1954 fanden bereits Wettbewerbe zum Bau von Nisthöhlen auf, die sofort an die jetzigen Nistkästen-Wettbewerbe denken lassen.

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