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Zu Ehren von Schwester Paula: Stadtlohner Grafikdesigner entwirft Dorstener Skyline

Veröffentlicht am

Der Stadtlohner Grafikdesigner Klaus Lelgemann hat eine Dorstener Skyline entworfen, die man ab sofort als gerahmten Druck oder auch auf T-Shirts, Hoodies oder Pullover gedruckt bestellen kann.

Dass der 50-Jährige nach Produktionen für Stadtlohn, Buer, Recklinghausen und Polsum nun die Dorstener Skyline erarbeitete, hat einen für ihn besonderen Grund. In den 1990er-Jahren durfte er mit Tisa von der Schulenburg arbeiten. „Die Zusammenarbeit mit Schwester Paula hat mich für mein Leben geprägt, ob künstlerisch oder menschlich. Ich habe ihr unendlich viel zu verdanken“, erzählt der gebürtige Bueraner.

Grafik: Klaus Lelgemann

Mit allen Städten und Dörfern, für die Lelgemann eine Skyline entworfen hat, ist er in besonderem Maß verbunden. „Mit Stadtlohn fing alles an. Dorthin zog mich einst die Liebe und heute lebe ich seit nunmehr 14 Jahren mit meiner Familie im beschaulichen Stadtlohn“, so der sympathische “Künstler“, wie ihn einige seiner Freunde betiteln. „Im ersten Corona-Lockdown kam ich auf die Idee. Ursprung war eine Stadtlohner Skyline, die von einem Vredener erstellt wurde. Das konnte ich ja so nicht auf mir sitzen lassen. Außerdem wollte ich meinem heutigen Lebensmittelpunkt schon lange etwas zurückgeben. Da kam der Entwurf der Skyline gerade recht“, erinnert sich Lelgemann.

In Stadtlohn ein Renner

Schnell war der Aufkleber im beschaulichen münsterländischen Stadtlohn ein absoluter Renner. Klaus Lelgemann produzierte für sich ein T-Shirt mit der Skyline. „Als die Stadtlohner das sahen, wollten plötzlich ganz viele so ein T-Shirt haben und fragten mich, ob ich da nicht noch mehr von produzieren könnte.“

Gefragt, getan! „Die T-Shirts und Hoodies waren total begehrt. Der große Erfolg animierte mich dazu, weiteren Orten meines Lebens eine Skyline zu widmen. Über meine Geburtsstadt Gelsenkirchen-Buer ging es nach Polsum, wo ich meine Kindheit und Jugend verbringen durfte. Anschließend, schon fast logisch, erstellte ich eine Skyline für die Kreisstadt Recklinghausen. Und dann war er da, der Gedanke an Dorsten“, erzählt der Stadtlohner, der in allen Städten und Dörfern große Erfolge mit seinen Entwürfen erntete.

Im Gespräch erinnert sich Klaus Lelgemann an die gemeinsame Zeit mit Schwester Paula

Bergbau und Schwester Paula

Von 1986 bis 1989 machte Klaus Lelgemann eine Ausbildung zum Betriebsschlosser auf der Zeche Westerholt. Anschließend arbeitete er bis ins Jahr 1997 in der Markscheiderei der Zeche. Schon früh zeigte er sich von den Ausstellungen im Marler Glaskasten begeistert und arbeitete autodidaktisch an der Malerei, werkelte mit Metall und Holz. „Ich habe aus allem, was mir in die Hände viel, versucht etwas zu machen“, erinnert er sich zurück.

Sein früherer Fahrsteiger aus Dorsten erzählte ihm 1991 von Schwester Paula „und dann habe ich einfach mal Kontakt aufgenommen und gefragt, ob ich mal bei ihr vorbeikommen dürfte.“ Schwester Paula antwortete nur „Ja dann komm’ doch mal nächste Woche herum!“

Damit hatte der damals 21-Jährige überhaupt nicht gerechnet. „ Als ich dann sah, was Tisa konnte, wollte ich unbedingt bei ihr lernen. Weit über zwei Stunden haben wir uns über Kunst unterhalten und mir wurde da erst bewusst, welch eine Künstlerin aber auch, was für einen besonderen Menschen ich da vor mir hatte!“

Von da an traf sich Klaus Lelgemann immer wieder mit Schwester Paula. Es entwickelte sich eine Freundschaft. Er lernte nicht nur in ihrem Atelier, sondern begleitete sie auch zu Ausstellungen oder zu Demonstrationen der Bergleute. „Da schloss sich für mich ja wieder der Kreis“, so der gelernte Betriebsschlosser.

Das Foto mit Schwester Paula (l.) hütet Klaus Lelgemann wie einen Schatz. An der Erstellung der Stehle im Garten des Jüdischen Museums durfte Klaus Lelgemann sie als „Hilfsarbeiter“ unterstützen.

Noch heute schaut er gerne über den Zaun des Jüdischen Museums. Dort steht die von Tisa von der Schulenburg gestiftete Stehle mit jüdischen Symbolen und biblischen Szenen, an der er „als Hilfsarbeiter“, wie er es selber ausdrückt, mitarbeiten durfte. „Wenn ich heute von Stadtlohn aus meine Mutter in Polsum besuche, halte ich dort immer wieder gerne einmal an, um in Erinnerungen zu schwelgen.“

Tochter trägt ihr zu Ehren den Namen Tisa

1997 ging es für Lelgemann nach Köln. Dort absolvierte er eine Ausbildung zum Mediengestalter und arbeitete dort anschließend viele Jahre in einer Agentur. Der Kontakt zu Schwester Paula brach aber nie ab. Bis zu ihrem Tod im Februar des Jahres 2001 pflegte er den Kontakt und ließ sich von ihrer Arbeit inspirieren. „Für mich war Schwester Paula eine Freundin. Sie hat mein Leben nachhaltig beeinflusst, nicht nur künstlerisch. Meine Tochter trägt ihr zu Ehren den Namen Tisa. Die Dorstener Skyline verbindet mich nun abermals auf besondere Weise mit ihr. Das Alte Rathaus, die Agatha Kirche, das Jüdische Museum und das Zechengebäude, ergänzt um einen Bergmann sowie das Symbol Schlägel und Eisen, all das ist auch Schwester Paula. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich den Dorstenerinnen und Dorstenern Freude damit bereiten kann“, wird er durch seine Zeit mit Schwester Paula für immer mit Dorsten verbunden sein.

Wie komme ich an T-Shirts oder Hoodies? Entweder unter https://www.shirtee.com/de/store/ruhrpott auf die Auswahl gehen oder den QR-Code scannen und schon gehts los. Bilder können momentan nur über ein PN an Klaus Lelgemann über Facebook bestellt werden:

Text und Fotos: Christian Sklenak

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