Kontrollaktion zur Aufdeckung von Missständen bei Wohnungen

Stadt Dorsten hat Wohnkomplexe überprüft, die von Altro Mondo verwaltet werden.

Dorsten. Eine fachbereichsübergreifende Kommission von Mitarbeitern der Stadt Dorsten hat am Dienstag 22 Immobilien in der Siedlung Tönsholt besichtigt.

Die Stadt Dorsten hat sich am Dienstag an einer landesweiten Kontrollaktion zur Aufdeckung von Missständen bei Mietwohnungen beteiligt, die in Besitz der Deutschen Grundbesitz AG (DEGAG) sind und von der Immobiliengruppe Altro Mondo verwaltet werden.

Initiiert wurde die Kontrollaktion vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung (MHKBG NRW). Neben der Stadt Dorsten haben sich auch die Städte Castrop-Rauxel, Dortmund, Duisburg, Hagen, Herne, Kamen, Lemgo, Oerlinghausen und Wuppertal an dieser Aktion beteiligt.

Missstände in Wohnungen

Der Hintergrund: Wiederholt waren Missstände in Wohnungen Gegenstand öffentlicher Berichterstattung – auch in Dorsten.

Eine fachbereichsübergreifende Kommission von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt Dorsten hat am Dienstag 22 Immobilien in der Siedlung Tönsholt besichtigt. Beteiligt waren neben dem Leiter des Technischen Dezernates Holger Lohse das Amt für Bürgerengagement, Ehrenamt und Sport, das Ordnungsamt, das Sozialamt, das Bauordnungsamt, das Tiefbauamt, das Zentrale Gebäudemanagement und die Feuerwehr.

Neben dem baulichen Zustand der Wohn- und Nebengebäude wurden auch die Versorgungstechnik sowie Außenanlagen – insbesondere Spielplätze, private Wege und Straßen – überprüft.

Aus Gründen des Schutzes der Privatsphäre haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Dorsten darauf verzichtet, Anwohner um Zutritt zu ihren Wohnungen zu bitten.

Besichtigung auch in Barkenberg

Ein Mitarbeiter des kommunalen Ordnungsdienstes hat am Dienstag zudem im Stadtteil Wulfen-Barkenberg Wohnobjekte besichtigt, die ebenfalls in Besitz der Deutschen Grundbesitz AG sind und von Altro Mondo verwaltet werden.

„Wir werden sowohl die Deutsche Grundbesitz AG als auch Altro Mondo dazu auffordern, festgestellte Missstände zu beseitigen“, sagt Holger Lohse. Der Stadtbaurat kündigt zudem weitere Kontrollen seitens der Stadt Dorsten an, die Aufschluss darüber geben sollen, inwieweit den Forderungen aus der Mängelliste, die an das Ministerium weitergeleitet worden ist, nachgekommen wird.

Zahlungsrückstände

Ministerin Ina Scharrenbach hatte im Vorfeld der Kontrollaktion Vertreterinnen und Vertretern aus den Kommunen zu einem Austausch eingeladen. Das Ergebnis der Zusammenkunft: In nahezu allen Städten gibt es vergleichbare Herausforderungen.

Die Ministerin sagt: „Es ist ein verlässliches Zeichen, dass gemeindeübergreifend Kontrollen in den Wohnungsbeständen der DEGAG/Altro Mondo stattfinden.

Nach allen Darlegungen aus Kommunen, die Wohnungsbestände in ihrem Stadtgebiet der DEGAG/Altro Mondo haben, zeigt sich: Zahlungsrückstände für Wasser-, Abwasser-, Strom- und/oder Wärmeleistungen oder Maßnahmen zur Instandhaltung werden oftmals erst auf wiederholtes Tätigwerden von Behörden betrieben oder ausgeglichen.

All das passiert auf dem Rücken von Mieterinnen und Mietern. Kurzum: Das ist kein Wohlverhalten eines Unternehmens und solche Unternehmen belasten massiv das Vertrauensverhältnis zwischen Vermieter und Mieter und schädigen das Gesamtbild der Wohnungswirtschaft. Das wollen wir in Nordrhein-Westfalen nicht.“

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