Mit lauter Musik und einem improvisierten „Rammbock“ stürmten die Dorstener Narren das Alte Rathaus. Doch so einfach wollte Bürgermeister Tobias Stockhoff den Schlüssel nicht herausgeben.
Es ist eine alte Tradition, dass die Dorstener Narren einmal im Jahr symbolisch die Macht im Rathaus übernehmen. Am Donnerstag war es wieder so weit. Pünktlich um 11 Uhr 11 setzten die Karnevalisten zum fröhlichen Sturm auf das Alte Rathaus am Marktplatz an. Angefeuert vom Chef des Dorstener Festkomitees Rudolf Haller, führte das Stadtprinzenpaar Stefan und Sonja Muth die wilde Schar an.
Nachdem sich das Paar mit einem aufblasbaren „Rammbock“ am Fenster bemerkbar gemacht hatte, ließ sich tatsächlich auch der Bürgermeister blicken. „Wer begehrt Einlass?“ fragte Tobias Stockhoff, und war keinesfalls bereit, den Stadtschlüssel kampflos heraus zu geben. Bevor er seine Niederlage eingestehen würde, mussten die Tollitäten zunächst einige Fragen zur Stadtgeschichte und dem Leben in Dorsten beantworten.

Das war gar nicht so leicht, denn dass die allererste Eisenbahn, die je am Dorstener Bahnhof gehalten hatte, nach Quakenbrück bestimmt war, fiel den Narren nicht sofort ein. Der Bürgermeister zeigte sich gnädig und half aus: „Es hat etwas mit Fröschen zu tun“. Durch diesen Tipp auf die richtige Spur gebracht, lösten die Jecken das Rätsel und rieten sich so zum Triumph. Dem Bürgermeister blieb nichts anderes übrig, als seine Niederlage einzugestehen und die Tore für die siegreiche Narrenschar zu öffnen.
Das Prinzenpaar übernahm den Schlüssel der Stadt, kürzte des Bürgermeisters Krawatte und entschädigten ihn mit Bützchen und einem Karnevalsorden. Dann strömten die fröhlichen Narren ins Alte Rathaus und erhielten dort eine kleine Erfrischung.

Im Anschluss zogen die Jecken weiter, um den Bewohnern eines Dorstener Seniorenheims eine Freude zu machen. Am Abend stand dann noch das Prinzenwiegen in den Mercaden auf dem Programm.




























