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40 Jahre Frauenhaus Dorsten: Lob und Dank

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Bürgermeister Tobias Stockhoff und das Dorstener Frauenhaus Team bei der Feier im Alten Rathaus: 40 Jahre Frauenhaus Dorsten und "Frauen helfen Frauen e.V. "Foto: Petra Bosse

Seit 40 Jahren setzt sich der Verein „Frauen helfen Frauen“ gegen Gewalt an Frauen und Kindern ein. Über 5000 Frauen und Kinder fanden im Frauenhaus Dorsten Schutz und Hilfe. Nun wurde das Team in einer Feierstunde im Alten Rathaus geehrt.

5245 Frauen und Kinder – das ist eine unglaubliche Zahl“, betonte Bürgermeister Tobias Stockhoff am Mittwoch im Alten Rathaus. Er sprach die Laudatio auf das Team vom Frauenhaus Dorsten. „Es macht deutlich, dass diese Gewalt in der Gesellschaft da ist und dass wir es nur gemeinsam schaffen können, dieser zu begegnen.“ Er wünschte den ehrenamtlichen Helferinnen von ganzem Herzen, dass „sie weiter so engagiert sind und Unterstützerinnen und Unterstützer finden – egal ob finanziell, ob ehrenamtlich oder in Institutionen“.

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40 Jahre Frauenhaus Dorsten
Nur, weil wir die Probleme nicht sehen, heißt es nicht, dass die Probleme nicht da sind, so Bürgermeister Tobias Stockhoff. Foto: Petra Bosse

Mehr als ein Job

Die Dorstener Gleichstellungsbeauftragte Kim Wiesweg war in doppelter Funktion zugegen. Sie begleitete musikalisch die Veranstaltung und hielt auch eine Rede.. Dabei habe sie sich viele Gedanken darüber gemacht, worüber sie an diesem besonderen Tag sprechen möchte. „Ich sehe es daran, dass ihr als Team sehr viel Mühe in die Arbeit steckt. Es ist mehr als ein Job“, betonte Wiesweg.  

„Die Arbeit mit Frauen in Extremsituationen ist nicht nur ein Job, um Geld zu verdienen, sondern eine Haltung“, erklärte Kim Wiesweg. „Es ist kein Job, wo man weiß, wenn ich Feierabend habe, kann ich abschalten. Man nimmt viel mit nach Hause und in sein Herz. Jede Frau nimmt viel mit nach Hause.“  

Die Gleichstellungsbeauftragte sei „super dankbar und inspiriert darüber, was ihr für ein wundervolles Team und Verein in Dorsten seid. Wie ihr euch gegenseitig unterstützt, wie ihr zusammen lacht und weint.“  Sie wisse, dass man manchmal das Gefühl haben könne, die Welt drehe sich zwar weiter, aber die Köpfe der Menschen nicht. Deshalb sei es unglaublich wichtig, dass man nicht alleine ist. „Man ist gemeinsam in dieser Sache und unterstützt sich“, so Wiesweg. 

„Ihr seid Vorbilder“

„Die größten Steine, die bei Frauen im Weg liegen, ist dass sich Frauen nicht immer gegenseitig unterstützen. Deshalb brauchen wir Vorbilder. Ihr seid Vorbilder für mich!“, lobte Kim Wiesweg zum Abschluss.

Gewalt gegen Frauen
Theaterspiel: „Ich bin jede vierte Frau“ Gewalt gegen Frauen. Foto: Petra Bosse

Frauen-Schicksale in einem Theaterstück nachgespielt

Um das schwere Los vieler Frauen, die ins Frauenhaus Dorsten flüchten, darzustellen, hatte das Team ein Theaterstück vorbereitet. So wurde das Leben einer Frau in kurzen Abschnitten dargestellt: Erst eine unbeschwerte Kindheit und Glück. Dann die erste Liebe und Hochzeit, und schließlich wird es schlimmer: Die erste Ohrfeige, die Schwangerschaft, erste Misshandlungen, das Verzeihen wegen der schönen Worte des Mannes. Am Ende stand dann die Flucht in der Nacht nach vielen Monaten der Misshandlungen.

Spende an das Frauenhaus Dorsten

Eine schöne Unterstützung für das Frauenhaus gab es durch den Lions Club. Die Gewinne durch nicht abgeholte Gutscheine bei der Adventskalenderaktion wurden dem Frauenhaus übergeben.  

 

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