Das mächtige Dach über dem Amphitheater Dorsten an der Oude Marie nimmt Gestalt an: Am Donnerstag wurde mit großem technischen Aufwand die große Segeltuchkonstruktion aufgerichtet.
„Es ist unheimlich aufregend, das Dach nun Gestalt annehmen zu sehen“, freute sich Architekt Dr. Lars Meeß-Olsohn am Donnerstag im Bürgerpark. Der Schöpfer der neuen Überdachung strahlte mit der Sonne um die Wette, während sich im Hintergrund mächtige Kräne bereit machten.

Auch Geschäftsführerin Kim Reinsch von der Firma „Textil Bau“ aus Hamburg war die freudige Aufregung ins Gesicht geschrieben. „Auch für uns ist das kein alltägliches Projekt“, erzählte die fröhliche Hanseatin. Mit zwei mächtigen 90-Tonnen-Kränen und acht Fachkräften wartete die Baufirma am Donnerstag auf. Die Vorbereitungen liefen schon einige Tage, aber „heute ist definitiv der spannendste Tag“. Um das Geschehen vor Ort zu erleben, hatte sich Kim Reinsch am frühen Morgen aus Hamburg zur Oude Marie auf den Weg gemacht.

Die 600 Quadratmeter große Plane aus einem speziellen Gewebe war in Österreich angefertigt und zugeschnitten worden. Getragen wird die Konstruktion von zwei mächtigen, über 20 Meter langen Säulen. Mit viel Fingerspitzengefühl zogen die beiden Kräne die Träger fast gleichzeitig hoch. „Man muss die Träger recht synchron hochziehen, um das Tuch optimal zu spannen“, erklärt Architekt Meeß-Olsohn. Bis zu 100 Tonnen Zugkraft entwickelt das Tuch beim Aufspannen. Diese enormen Kräfte werden auch durch mächtige Fundamente aufgefangen, die bis zu 13 Meter in den Boden reichen.
In knapp einer Stunde waren die Säulen aufgestellt und fest mit den „Schwertern“ im Boden verankert. Das zweite Segel soll dann am Freitag folgen. Voraussichtlich Anfang Juni soll dann die große Einweihungsfeier an der Oude Marie folgen.




























