StartDorstenGeschäftsweltTotal Safety Kongress: Viele Infos zur Sicherheit am Arbeitsplatz

Total Safety Kongress: Viele Infos zur Sicherheit am Arbeitsplatz

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Beim ersten Sicherheitskongress der Firma Total Safety in Hervest herrschte internationales Flair. Auf der Messe präsentierten sich die Branchenriesen der Sicherheitstechnik. Dabei kamen einige der Aussteller buchstäblich von anderen Ende der Welt nach Dorsten.

Signalfarben überall: Auf dem Gelände von Total Safety in Hervest konnte man an allen Ecken und Enden leuchtendes Gelb, Rot und Orange entdecken. Kein Wunder, denn beim ersten Sicherheitskongress in Dorsten drehte sich alles um Arbeitsschutz und persönliche Sicherheit im Berufsalltag.

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Dabei richtete sich das Angebot vor allem an Geschäftskunden, die neue Lösungen für ihre Mitarbeiter suchten. Zu den interessierten Gästen gehörten auch Dorstener Betriebe und Organisationen, wie etwa der Entsorgungsbetrieb Dorsten (EBD) und die Feuerwehr. Sie konnten sich auf dem Kongress über Neuigkeiten in der Sicherheitstechnik und beim Arbeitsschutz informieren.

Die Generation Z und der Arbeitsmarkt

Neben den rein praktischen Lösungen war auch die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt ein wichtiges Thema. In verschiedenen Fachvorträgen informierten Fachleute über die Herausforderungen, denen sich Industrie und Handwerk heute stellen müssen. „Zum Beispiel haben wir über die veränderten Vorstellungen der Generation Z gesprochen“, erklärt Philip Voß, Operations Manager bei Total Safety. „Berufseinsteiger heute wollen nicht mehr so arbeiten, wie die Generationen vor ihnen. So verzichten die jungen Menschen lieber auf etwas Lohn, wenn sie dafür mehr Freizeit bekommen.“ Wie man die Berufsanfänger dennoch erfolgreich einbinden kann und wie man dem Fachkräftemangel begegnet, all das kam bei den Vorträgen zur Sprache.

Philip Voß, Operations Manager von Total Safety. Foto: Borgwardt

Schutz vor schädlichen Gasen

Natürlich wurde aber auch jede Menge aktuelle Technik gezeigt. Dabei waren auch die Branchengrößen mit ihren Ständen vertreten. Der US-Mischkonzern Honeywell, der unter anderem NASA, Airbus und Boing beliefert, stellte Gas- und Gefahrstoffwarner vor. „Wir haben Geräte, die eine Vielzahl von Schadstoffen in der Atemluft erkennen und die Arbeiter rechtzeitig warnen“, erklärte Christian Eidan von Honeywell. Neben tragbaren Kleingeräten stellte er zusammen mit seinem belgischen Kollegen Hendrik Heeze auch mobile Bereichsmonitore vor. Mit diesen Gaswarngeräten können ganze Abschnitte etwa einer Baustelle überwacht werden.

Hendrik Heeze und Christian Eidan von Honeywell präsentierten unter anderem mobile Gaswarngeräte. Foto: Borgwardt

Das Mikrofon in der Maske

Schutzausrüstung vor schädlichen Stoffen in der Luft stellte auch der Technologiekonzern 3M an seinem Stand vor. „Wir zeigen heute einfache Lösungen wie die seit Corona leider nur zu gut bekannte Maske bis hin zu Atemschutz mit tragbarem Filter“, erklärte Diana Scholz. Viele der gezeigten Stücke erinnerten an Astronautenhelme, dienen aber zum Schutz etwa beim Schweißen oder in belasteten Umgebungen. Einige der Helme verfügen auch über integrierte Mikrofone und Kopfhörer. „So ist auch in sehr lauter Arbeitsumgebung eine einfache Verständigung möglich, ohne dass der Gehörschutz abgenommen werden muss“, erläuterte Scholz.

Heiko Daniel und Diana Scholz von 3M präsentierten Atemschutzgeräte und Sicherheitsgeschirr. Foto: Borgwardt

Sanfter Sturz dank reißendem Gewebe

Auch Fallschutz spielte am Stand von 3M eine Rolle. Während das Schutzgeschirr auf den ersten Blick auch dem Laien einleuchtet, ist das richtige Abfangen bei einem Sturz gar nicht so einfach. Wenn ein Körper an einer starren Leine zu rasch abgebremst wird, können dennoch schwere Verletzungen eintreten. „Dafür gibt es spezielle Falldämpfer“, erklärte Heiko Daniel. Ein speziell verbundenes Gewebe reißt dabei kontrolliert auf und bremst so den Fall. „So wird der Körper auf einer Strecke von rund anderthalb Metern sicher abgefangen“, so Daniel.

Heiko Daniel von 3M präsentiert ein Fallschutzgeschirr und einen Falldämpfer. Foto: Borgwardt

Damit der Hammer nicht dem Kollegen auf den Kopf fällt

Ganz klar – der Absturz von einer Arbeitsplattform oder einem Gerüst ist eine große Gefahr und eine der häufigsten Ursachen für schwere Arbeitsunfälle. „Gleich danach kommt aber herunterfallendes Werkzeug“, berichtete Rick Salisbury. Der Australier hatte fast einen ganzen Tag im Flugzeug verbracht, um für seine Firma Gripps nach Europa zu reisen. Das Unternehmen aus Melbourne hat sich auf Lösungen zur Werkzeugsicherung spezialisiert.

Rick Salisbury war für seine Firma Gripps aus Australien angereist. Foto: Borgwardt

„Ein einfaches Beispiel ist dieses Mobiltelefon“, erklärte Salisbury und legte mit einem Griff eine durchdachte Halterung um sein Handy. Dann liess er los – und das Smartphone wurde auf Kniehöhe sanft abgefangen. „Auch gegen herabfallende Schrauben und Bolzen gibt es passende Lösungen“, sagte der Australier und zeigte eine spezielle Gürteltasche, die sich beim Umdrehen selbst verschließt. So können keine Bolzen herabfallen und andere Menschen verletzen.

Total Safety zeigte sich zufrieden

Die Firma Total Safety war zufrieden mit der guten Resonanz auf ihre erste Sicherheitskonferenz. In Zukunft möchte sie dieses Konzept noch weiter ausbauen. „Es war ein gelungener Start“, freute sich Philip Voß.

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