Der Alltag ist schon ernst genug. Deswegen serviert die Dorstenerin Anke Klapsing-Reich zum Wochenende eine Portion Heiterkeit.
Vergnügliche Episoden aus dem Berufs- und Familienleben. Denn mit einem Lächeln geht gleich alles leichter.
Lichtmess
Am Freitag erinnerte mich ein Freund daran, dass ich jetzt meinen Tannenbaum abräumen könne, schließlich sei am 2. Februar Maria Lichtmess, und damit würde der traditionsbewusste Christ die 40-tägige Weihnachtszeit beenden. Aha. Gut zu wissen. Nun habe ich allerdings nach dem Dreikönigstag am 6. Januar schon meinen Weihnachtsbaum entsorgt, weil der Müllabfuhr-Termin anstand. Aber von den Lichterketten am Balkon und Küchenfenster konnte ich mich noch nicht trennen – ist irgendwie so schön gemütlich, wenn es draußen früh dunkelt und der Stern am Fenster funkelt.
Aber, damit ist jetzt natürlich Schluss, schließlich will ich Maria Lichtmess ja nicht ignorieren, eines der ältesten kirchlichen Feste, das bereits seit Beginn des fünften Jahrhundert in Jerusalem gefeiert wird, wie ich gegoogelt habe: „Es erinnert an die Darstellung Jesu im Tempel, der als Licht des Volkes Israel verstanden wird. Die Christen segnen an diesem Tag ihre Kerzen, Leckermäuler nutzen die Gelegenheit, Pfannkuchen zu essen. Anderswo auf der Welt isst man Delikatessen aus Mais oder beobachtet das Erwachen der Murmeltiere.“
Auch der Bauernkalender liefert seinen Wetterspruch zu Maria Lichtmess: „Scheint Lichtmess die Sonne heiß, bringt der Märzen Schnee und Eis.“ Na, wenn ich so nach draußen schaue, wird’s wohl nix mit März-Eis und -Schnee. Deshalb schlage ich aus aktuellem Wetter-Anlass eine Abwandlung des Spruches vor: „Wabern Lichtmess Wolken grau, mach’s Dir nett und bleib im Bau!“




























