Der Alltag ist schon ernst genug. Deswegen serviert die Dorstenerin Anke Klapsing-Reich zum Wochenende eine Portion Heiterkeit.
Vergnügliche Episoden aus dem Berufs- und Familienleben. Denn mit einem Lächeln geht gleich alles leichter.
Spieglein, Spieglein an der Wand – wer ist der schönste Narr im Land?
Okay, ich gebe es zu: So richtig närrisch bin ich nicht. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch: Ich bin eine fröhliche und gesellige Westfälin, kann durchaus auch mal über mich selber lachen – aber nicht, wenn ich in einem Affenkostüm stecke. Oder – noch schlimmer – in einem aktuell beliebten Barbie-Outfit (gibt es das überhaupt in XXL?).
Clowns-Schminke hinterlässt Pickel
Pippi-Perücken jucken auf meinem überhitzten Scheitel und Clowns-Schminke hinterlässt Pickel und Pusteln im Gesicht. Im Ganzkörper-Anzug scheitere ich beim Toilettengang, im Prinzessinnen-Ballkleid stürze ich auf der ersten Treppenstufe – kurzum: Verkleidungstechnisch gesehen bin ich keine Stimmungs-Rakete, eher ein Rohrkrepierer.
Deswegen „schmücke“ ich mich bei jeckigen Veranstaltungsbesuchen vorzugsweise mit dezenten Accessoires: Ein Cowboyhut oder eine leichte Matrosenmütze keck aufs Haupt gestülpt, das Ganze dann eventuell noch mit einer närrischen Papier-Luftschlange aufgepeppt – fertig ist die Laube.
Originellen Teufelshörnchen
Beim Hardter Frauenkarneval am vergangenen Dienstag hatte ich mir einen originellen Teufelshörnchen-Haarreifen hinter die Ohren gesteckt. Ich wurde zwar schon am Eingang eindeutig identifiziert, dafür hat aber meine Frisur besser gehalten als die der wilden Hummel am Nachbartisch.
Nun ja, mir scheint wohl die karnevalistische Kreativität zu fehlen. Eigentlich schade, denn wenn man die wunderbaren, fantasiesprühenden und liebevoll gestalteten Kostümierungen der Bühnen-Akteurinnen sieht, fallen einem voller Bewunderung die Teufelshörnchen aus den Haaren und viele Fragen ein, wie beispielsweise diese: Wieviel Flaschen Frucht-Shampoo hat Anne sich wohl in die Haare geschmiert, damit dieses stattliche Zitronenbäumchen auf ihrem Kopf wachsen konnte?
Ob ich es herausgefunden habe, sehen Sie dann beim Dorstener Rosenmontagsumzug, wenn ein „saures Früchtchen“ vor Ihnen den Blick auf das närrische Treiben versperrt. Helau!




























