Der Neubau der Lippebrücke Hervest verzögert sich. Ursprünglich sollte bereits im Januar eine Behelfsbrücke in Betrieb gehen. Das starke Hochwasser hatte das verhindert. Nun wollen Experten sich mit einem Spezialkran ein Bild vor Ort verschaffen.
Das starke Hochwasser habe zu Verwirbelungen im Flussbett und zur Beeinträchtigungen in der Uferzone geführt, erklärt Svenja Küchmeister vom Kreis Recklinghausen. In den nächsten Tagen soll nun ein zweiter Kran vor Ort aufgestellt werden, mit dessen Hilfe sich die Experten ein genaueres Bild verschaffen wollen.

„Wir haben uns dafür entschieden, weil es die einzige Möglichkeit für die Firmen ist, überhaupt von allen Seiten an die Pfeiler zu kommen“, erklärt Tiefbau-Leiter Carsten Uhlenbrock. „Normalerweise könnte man dort beispielsweise mit Hubsteigern arbeiten, doch das ist bei diesem aufgeweichten Boden schon seit einigen Wochen nicht möglich, dafür waren das Hochwasser und der Regen zu heftig. Der zweite Kran ist darum eine gute Alternative.
Bei den bisherigen Rückbauarbeiten wurde auch festgestellt, dass die Bausubstanz an den Widerlagern und Pfeilern nicht so ist, wie bislang angenommen. „Darum müssen die Firmen dringend an die betroffenen Stellen kommen, um zu prüfen, wie wir weiter vorgehen können. Erst danach kann auch der Zeitplan entsprechend angepasst und öffentlich kommuniziert werden“, sagt Carsten Uhlenbrock.
Alte Brücke war im September abgebrochen worden
Die alte Lippebrücke Hervest war im September mit großem technischen Aufwand abgebrochen worden. Seitdem gibt es an dieser Stelle keine Straßenverbindung mehr über den Fluss. Insbesondere Radfahrer und Fußgänger sind daher zu teilweise weiten Umwegen gezwungen. Bis eine Dauerlösung geplant und umgesetzt werden kann, soll eine sogenannte D-Brücke als Behelfsbrücke dienen. Wann deren Aufbau nun stattfinden kann, bleibt also abzuwarten.




























