Mit welchen Herausforderungen sind Soldatinnen und Soldaten während ihres Dienstes konfrontiert? Dies war Thema einer Predigt im St.-Paulus-Dom Münster im Rahmen des jährlichen Internationalen Soldatengottesdienstes. Unter den 250 Teilnehmern waren auch Soldatinnen und Soldaten, die in Wulfen stationiert sind.
Die Katholische Militärseelsorge hatte Soldatinnen und Soldaten, Polizistinnen und Polizisten sowie zivile Mitarbeiter in den Streitkräften aus dem Bistum Münster und der umliegenden Region zu diesem Ereignis eingeladen.
Teilnehmer verschiedener Nationalitäten und Dienstgrade waren vertreten. Sie kamen aus dem Einzugsbereich der Militärpfarrämter Ahlen, Augustdorf, Münster und Wesel, konkret von den Standorten Eibergen (Niederlande), Gronau-Epe, Höxter, Kalkar, Ochtrup, Rheine, Selm-Bork, Sendenhorst, Straelen, Uedem, Unna, Warendorf und Wulfen.
Mehrsprachige Predigt
Der Soldatengottesdienst wurde entsprechend der vielfältigen Herkunft der Teilnehmer teilweise mehrsprachig gestaltet. In seiner Predigt betonte Bischof Dr. Felix Genn die Bedeutung der Einheit von Reden und Handeln, um Heuchelei zu vermeiden. Er betonte auch, dass Soldatinnen und Soldaten ihren Dienst als Beitrag zur Sicherheit und Freiheit verstehen sollten, nicht als Ausübung von Macht.

Bischof Genn sprach den Konflikt an, der zwischen den Anforderungen des Dienstes und der christlichen Lehre der Gewaltlosigkeit entsteht. Er ermutigte dazu, diese Spannung auszuhalten. Man solle sorgfältig abzuwägen, wann es notwendig ist, sich einem Unterdrücker entgegenzustellen, und wann auf Gewalt verzichtet werden sollte.
Hilfe für Soldaten bei belastenden Situationen
Die Militärseelsorge der Kirche begleitet Soldatinnen und Soldaten in solchen Abwägungen. Sie unterstützt sie sowie ihre Familien bei der Bewältigung belastender Erfahrungen und Situationen. Dieses Angebot steht auch nicht-christlichen Soldatinnen und Soldaten offen. Bischof Genn dankte abschließend allen, die sich in der Militärseelsorge engagieren, sowie den Soldatinnen und Soldaten selbst für ihren Dienst.





























