StartStadtteileHervestMAHNENDE ERINNERUNG Vernissage in Dorsten-Hervest: Eine Reise durch die deutsche Nachkriegsgeschichte

MAHNENDE ERINNERUNG Vernissage in Dorsten-Hervest: Eine Reise durch die deutsche Nachkriegsgeschichte

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Ein kurzer Einblick in die kommende Ausstellung. Foto: Tisa-Archiv

Am Samstag, den 27. Juli 2024, um 15 Uhr öffnet im TISA-Archiv auf dem ehemaligen Zechengelände Fürst Leopold in Dorsten-Hervest die Ausstellung „MAHNENDE ERINNERUNG“ ihre Türen. Diese beeindruckende Ausstellung wird in Kooperation des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL), der Tisa-Stiftung und der Stadt Dorsten präsentiert und verspricht eine intensive Auseinandersetzung mit der deutschen Nachkriegsgeschichte.

Die deutsche Nachkriegsgeschichte ist bekannt für ihre intensive Erinnerungskultur. Die auch für ihre offene und demokratische gesellschaftliche Entwicklung steht. Die Ausstellung „MAHNENDE ERINNERUNG“ greift dieses Thema auf und zeigt Fotografien und Texte von Dieter Blase. Der Fotograf dokumentierte Mahn- und Gedenkorte in Nordrhein-Westfalen. Ergänzt wird die Ausstellung durch Werke und Worte des Widerstands von Tisa von der Schulenburg.

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MAHNENDE ERINNERUNG von Dieter Blase

Dieter Blase (1953-2023) studierte Grafik- und Fotodesign bei Heinrich Riebesehl in Hannover. Er arbeitete seit 1998 als freier Künstler. Blase war an zahlreichen Ausstellungsprojekten im In- und Ausland beteiligt und lenkte mit seinen Fotografien den Blick auf Erinnerungsorte in Nordrhein- Westfalen. Seine Werke sind im Stil der Neuen Sachlichkeit gehalten. Die Arbeiten thematisieren sich mit Details und Strukturen. Sie werfen einen nüchternen Blick auf die Gegenwart dieser Orte. Dieser Kontrast zum historischen Geschehen lässt einen den eigenen Umgang zur Vergangenheit hinterfragen.

Tisa von der Schulenburg: Kunst als sozialer Widerstand

Tisa von der Schulenburgs künstlerisches Schaffen war demgemäß geprägt von tiefem sozialen Engagement. Sie dokumentierte das Leid der Bergarbeiter oder die Massenarbeitslosigkeit im vergangenen Jahrhundert. Die Kunst war ihre Waffe gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit. Noch heute mahnen uns ihre Bilder.

Eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Die Ausstellung „MAHNENDE ERINNERUNG“ bildet schließlich eine thematische und künstlerische Auseinandersetzung zwischen den Fotografien von Dieter Blase und den Werken von Tisa von der Schulenburg. Ergänzend zur Ausstellung werden Zeichnungen, Skulpturen und Dokumente gezeigt, die eine Brücke der Erinnerung und des Innehaltens zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart schlagen.

Die Ausstellung wurde noch zu Lebzeiten von Dieter Blase zusammen Dr. Hauke Kutscher für den LWL als Wanderausstellung kuratiert. Zur Sonderseite des LWL: Blase-MAHNENDE ERINNERUNG

In Zeiten wachsender Fremdenfeindlichkeit mahnt diese Ausstellung, dass Zivilcourage und Einsatz für Menschlichkeit und Gerechtigkeit unverzichtbar sind. Er zeigt, dass der Kampf gegen Rassismus und Ausgrenzung nicht nur historisch, sondern auch aktuell von großer Bedeutung ist. Die Ausstellung „MAHNENDE ERINNERUNG“ betont die Wichtigkeit dieser Botschaft und fordert auf, sich gegen Diskriminierung einzusetzen und für Demokratie aufzustehen.

Im Anschluss an die feierliche Eröffnung sind dazu die Gäste zu einem gemeinsamen Austausch bei Kaffee und Kuchen eingeladen. Die Ausstellung „MAHNENDE ERINNERUNG“ ist ab dem 27. Juli bis einschließlich 22. September 2024 im Tisa-Archiv zu sehen. Diese Ausstellung bietet Gelegenheit, sich intensiv mit der deutschen Nachkriegsgeschichte auseinanderzusetzen und die Bedeutung der Erinnerungskultur zu reflektieren.

Interessierte werden dazu gebeten, sich bis zum 25. Juli 2024 per E-Mail an [email protected] anzumelden.

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