Die Gnadenkirche in Wulfen feierte am Wochenende ihren 70. Geburtstag. Einst als Gotteshaus erbaut, hat sich das Gebäude zu einem lebendigen Treffpunkt für die Gemeinde und Kulturinteressierte entwickelt. Das Jubiläumsfest lockte zahlreiche Besucher an, die bei bestem Wetter ein vielfältiges Programm mit Musik, Tombola und Kinderaktionen genießen konnten. Doch die eigentliche Stärke der Gnadenkirche zeigt sich in ihrer heutigen Nutzung: Sie dient als Kultur- und Veranstaltungsort, der die Menschen im Stadtteil zusammenbringt.
Das Geburtstagsfest begann feierlich mit einer Andacht und setzte sich mit einem bunten Programm fort. Für die musikalische Unterhaltung sorgte das Duo Taktvoll, und auch für die Kinder war mit einer Tombola und Hüpfburg gesorgt. „Unser Kulturprogramm ist momentan das Herzstück der Kirche“, erklärte Christine Markowsky, die erste Vorsitzende des Fördervereins Gnadenkirche Wulfen e.V. Markowsky betonte, dass durch das Kulturprogramm und die vielfältigen Veranstaltungen mehr Leben ins Haus gekommen sei.
Sabine Bornemann, Ansprechpartnerin für das Kulturprogramm, schilderte begeistert, dass die Kirche mittlerweile ein fester Ort für Konzerte, Lesungen und besondere kulturelle Erlebnisse ist. „Ende September erwartet uns ein Konzert mit mittelalterlicher Musik, bei dem die Künstlerin Helgard Rehders alte Lieder von Hildegard von Bingen präsentieren wird“, so Bornemann.
Neben musikalischen Darbietungen stehen auch Lesungen und Vorträge auf dem Programm. Einmal im Monat findet zudem „Kaffee Plus“ statt, ein Treffpunkt, bei dem neben Kaffee und Kuchen immer ein kulturelles Thema im Vordergrund steht. „Zuletzt gab es einen Vortrag über das Kinderheim Nadezhda in Belarus, und beim nächsten Mal werden lokale Dichter ihre Werke präsentieren“, berichtete Bornemann.
Zentrum für Gemeinschaft und Kultur

Die Umwandlung der Gnadenkirche in ein Kulturzentrum war ein bewusster Schritt. „Es war uns wichtig, einen Treffpunkt im Stadtteil zu erhalten“, erklärt Markowsky. Neben den kulturellen Veranstaltungen ist die Kirche auch weiterhin ein Ort für spirituelle Begegnungen. „Einmal im Monat gibt es einen Gottesdienst, und wir wollen die Kirche als Ort des Miteinanders bewahren“, so Markowsky weiter.
Sabine Bornemann betonte, dass das Kulturprogramm immer weiter ausgebaut wird. „Für das nächste Jahr haben wir bereits 23 Termine fest eingeplant“, sagte sie. Darunter wird auch ein Konzert mit schottischer Volksmusik sein.
Gnadenkirche ist ein Ort der Begegnung

Das vielfältige Angebot der Gnadenkirche zeigt, wie erfolgreich die Umgestaltung zu einem Kulturzentrum angenommen wurde. „Es ist wichtig, dass wir in Wulfen einen Ort haben, an dem sich die Menschen begegnen und austauschen können“, so Markowsky. Der Förderverein setzt sich weiterhin dafür ein, dass die Kirche als kultureller Mittelpunkt des Stadtteils bestehen bleibt.
Mit Veranstaltungen, die von mittelalterlicher Musik bis hin zu schottischer Folklore reichen, wird die Gnadenkirche auch in Zukunft ein Ort sein, an dem Geschichte, Kultur und Gemeinschaft zusammenkommen. Die 70-jährige Geschichte der Kirche wird so lebendig weitergeschrieben. Nicht nur als Sakralbau, sondern als Treffpunkt für alle, die Kultur und Gemeinschaft schätzen.




























