StartGeschichteZeitzeugen berichten über das Schulleben in Wulfen

Zeitzeugen berichten über das Schulleben in Wulfen

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Reinhard Schwingenheuer über seine Schulzeit in Wulfen. Foto: Alexander Fichtner

Am vergangenen Wochenende verwandelte sich das Heimathaus Wulfen in einen Ort lebendiger Geschichte. Bei Kaffee trafen sich zahlreiche ehemalige Schüler und Zeitzeugen, um gemeinsam in Erinnerungen an ihre Schulzeit zu schwelgen. Der thematische Nachmittag widmete sich den Schulen in Wulfen – von seinen Anfängen bis zur Gegenwart.

Die Veranstaltung mit Zeitzeugen begann mit einem historischen Rückblick auf die Vorgeschichte des Schulwesens in der Region. Die Besucher erfuhren, wie sich das Bildungssystem in Wulfen über die Jahrzehnte entwickelt hat, bevor die erste offizielle Schule ihre Pforten öffnete.

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Bildhafte Zeitreise durch die Schulgeschichte

Ein besonderes Highlight war die umfangreiche Fotopräsentation, die einen visuellen Einblick in das Schulleben vergangener Zeiten bot. Die historischen Aufnahmen von Schulgebäuden, Klassenfotos und besonderen schulischen Ereignissen weckten bei vielen Besuchern lebhafte Erinnerungen.

Alte Fotos dokumentieren das Leben. Foto: Alexander Fichtner

Von der alten Volksschule zur Matthäusschule mit Zeitzeugen

Mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgten die Anwesenden die Ausführungen zur alten Volksschule, die von 1912 bis 1964 als zentrale Bildungseinrichtung diente, bevor sie zur Matthäusschule wurde. Die Präsentation beleuchtete den Übergang zur „neuen“ Matthäusschule, die von 1963 bis 2002 Generationen von Wulfener Kindern unterrichtete.

Notplätze auf der Terasse. Foto: Alexander Fichtner

Die Gesamtschule als pädagogisches Experiment

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Gesamtschule Wulfen, die 1973 als „12. Versuchsschule“ in Nordrhein-Westfalen gegründet wurde. Die Teilnehmer diskutierten die damals revolutionären pädagogischen Konzepte und deren Bedeutung für die schulische Entwicklung in der Region.

Lebendige Geschichte aus erster Hand

Der emotionale Höhepunkt des Nachmittags waren zweifellos die persönlichen Berichte der Zeitzeugen. Katharina Leistner teilte ihre Erfahrungen in einem Videointerview, während Irene Schunke, Renate Schaefer und Rudi Schunke von ihren Schulerlebnissen erzählten. Auch Heinrich Knappmann, Josef Vrenegor und Willi van Lück bereicherten die Veranstaltung mit ihren ganz persönlichen Geschichten aus dem Schulalltag vergangener Tage.

Wer entdeckt sich? Foto: Alexander Fichtner

Gemeinsames Erinnern und Entdecken

Nach den Vorträgen entwickelte sich ein reger Austausch unter den Besuchern und Zeitzeugen. Mitgebrachte Fotos und Dokumente wurden herumgereicht, kommentiert und ergänzt. Dabei kamen viele bisher unbekannte Anekdoten und Geschichten zutage, die das Bild vom früheren Schulleben in Wulfen vervollständigten.

Foto: Alexander Fichtner

Ausblick auf kommende Veranstaltungen

Zum Abschluss gab das Organisationsteam einen Ausblick auf die nächsten geplanten Zeitzeugen-Nachmittage: Am 31. Mai 2025 steht ein Film-Nachmittag an, gefolgt vom Thema „Bahnhof Wulfen“ am 14. September 2025, der im Rahmen des Tags des Denkmals stattfindet. Die Reihe „Schulen in Wulfen“ wird am 27. September 2025 mit einem zweiten Teil fortgesetzt. Für den 21. März 2026 ist eine Veranstaltung zur Gebietsreform unter dem Titel „Wulfen wollte eigenständig bleiben“ geplant.

Bis auf dem letzten Platz voll. Foto: Alexander Fichtner

Die Veranstaltung endete mit dem gemeinsamen Wunsch, diese wertvollen Erinnerungen für nachfolgende Generationen zu bewahren und das lokale Geschichtsbewusstsein weiter zu stärken.

Foto: Alexander Fichtner

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