Die Wände des Kulturraums “franz” in der Dorstener Innenstadt sind heiß begehrt. Viele Künstler in und um Dorsten müssen schon viele Monate im voraus anfragen, um ihre Werke in der gemütlichen Location mit Kunstinteressierten teilen zu können.
Der Foto-Treff Dorsten hat nach fast einem Jahr Wartezeit endlich die Möglichkeit, ihre Bilder ausstellen zu können.

Das Besondere: Die Ausstellung hat kein übergeordnetes Thema. Jeder Fotograf hatte seine eigene kleine Galerie an Bildern mitgebracht. Dabei konnte sich jeder auf seinen eigenen Stil konzentrieren. So hat der eine eine Vielzahl an Schwarz-Weiß Bildern geschossen, der andere Nahaufnahmen von Blumen und Insekten. Insgesamt sieben Fotografen haben sich an der Ausstellung beteiligt.
Für den Hobby-Fotografen Erik Karger stellt das Fotografieren eine entspannende Abwechslung zu seiner alltäglichen Arbeit dar: “Ich saß auf der Arbeit viel vor dem Rechner, da habe ich einen Ausgleich gesucht, der mich nach draußen bringt. So kam ich zum Fotografieren. Wenn man mit einer Kamera im Wald herumläuft, kann man locker mehrere Stunden verbringen, ohne dass dir langweilig wird”.

Das Fotografieren, was vergänglich ist
Es gibt kein übergeordnetes Thema für die gesamte Ausstellung, jeder Künstler hat seinen eigenen roten Faden. Fotograf Werner Schuffenhauser hat sich bei seiner Fotogalerie vor allem auf urbane Stadt-Fotografie, die Natur und Industriekultur fokussiert. „Ich fotografie viel spontan, zum Beispiel wenn ich über den Markt gehe. Ich mag es Szenen aus dem Alltag zu dokumentieren“.
Besonders interessiert den gebürtigen Bayer Veränderungen, zum Beispiel an Gebäuden: “Wenn etwas abgerissen, versuche ich vorher nochmal schnell reinzugehen, um den Wandel festzuhalten. Die Fotos haben dann einen ganz anderen Aspekt an sich. Sie dokumentieren etwas aus vergangener Zeit”.

Jeder kann mitmachen, gibt kein Ausschlusskriterium
Der Fototreff kommt alle drei Wochen zusammen, um ihre Bilder zu teilen und sich Feedback einzuholen. In der Hallen des Hervester Kultur Begegnungszentrums werden nicht nur professionelle Bilder ausgetauscht, sondern auch Anfängern unter die Arme gegriffen. Das ist für die Truppe besonders wichtig: “Vom Foto-Neuling bis zum Profi ist bei uns alles dabei. Es ist egal, wie man bei uns fotografiert, hauptsache man hat Spaß an der Sache”.

Bis zum Ende des Monats kann man die Ausstellung noch in der Innenstadt besuchen. Wer sich darüber hinaus noch mit dem Dorstener-Fototreff beschäftigen möchte, kann gerne ihre Website besuchen: fototreff-dorsten.de
































