Schwitzende Stirnen, zitternde Arme und lautes Anfeuern, beim Oktoberfest des Spielmannszuges Holsterhausen Dorf zeigte sich, wer echte Standfestigkeit beweist. Hier half kein Schönlächeln und kein Schummeln, denn beim Maßkrugstemmen konnte es nur einen Sieger geben. Fotostrecke und Video am Ende des Artikels.

Tradition mit Muskelkater-Garantie
Das beliebte Oktoberfest im Pfarrheim St. Antonius fand bereits zum 33. Mal statt und lockte am Samstagabend wieder zahlreiche Besucher an. Der Spielmannszug Holsterhausen-Dorf hatte das Pfarrheim von St. Antonius an der Hauptstraße in eine zünftige Festmeile verwandelt, in der Lederkracht die Männer und fesche Dirndl die Frauen schmückten. Die Gäste feierten ausgelassen und genossen die fröhliche Atmosphäre.

Die Königsdisziplin: Maßkrugstemmen
Beim legendären Maßkrugstemmen traten traditionell die Könige der örtlichen und befreundeten Schützenvereine, darunter auch die Kiliangilde Altschermbeck und Schützen aus Kirchhellen, gegeneinander an. Schon beim Antreten lag eine ordentliche Portion Testosteron in der Luft. Jeder musste einen mit Sand gefüllten Maßkrug mit ausgestrecktem Arm so lange wie möglich halten. Rund fünf Kilogramm Gewicht machten die Übung zu einem kleinen Kraftakt, bei dem selbst trainierte Arme schnell weich wurden.

Wer eine oder gar zwei Minuten schaffte, galt bereits als Ausdauerwunder. Schon nach kurzer Zeit wackelten die Krüge, die Gesichter verzogen sich und das Publikum feuerte lautstark an. Hier ging es nicht um Schönheit, sondern um pure Muskelkraft.
Ein spannendes Finale
Im Finale standen König Carsten Bewer aus Dorf Hervest, König Marcus Berger aus Holsterhausen 53 und Max Hagemann aus Gladbeck Rentfort. Nach einem nervenaufreibenden Duell entschied schließlich Hagemann den Wettkampf für sich. Das Siegerfässchen Bier musste damit über die Stadtgrenzen von Dorsten hinaus, was das Publikum mit einem Augenzwinkern kommentierte.

Neue Ideen und bewährte Musik
Neben dem sportlichen Wettstreit sorgten einige Neuerungen für Gesprächsstoff. Erstmals gab es eine Fotobox, in der die Gäste Erinnerungsbilder festhalten konnten. Auch die bisherige Weinstube bekam ein Update und heißt nun Sprizzbar.

Für die musikalische Stimmung sorgte wieder die Band Weekend, die mit bekannten Partyklassikern und bayerischem Schwung das Publikum bis spät in die Nacht zum Feiern brachte.
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