Auf der bestens besuchten Feier anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Vereins, konnten die Mitglieder stolz auf ihre geleistete, ehrenamtliche Arbeit zurückblicken. Auf Initiative von Alfred Sartori gründeten 2006 sieben engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer den Verein „Sag Ja! zu Dorsten“ mit dem Ziel, Dorsten nach vorne zu bringen.
Mit der Eröffnung großer Einkaufszentren wie dem CentrO in Oberhausen stand die Innenstadt damals vor der Herausforderung, Kaufkraft und auch Kundinnen und Kunden in der Stadt zu halten. Die Mitglieder des Vereins „Sag Ja! zu Dorsten“ hatten schnell praktische Ideen im Kopf, wie sie die City attraktiver machen, das Angebot beleben und den Mix aus Handel, Gastronomie und Kultur stärken wollten. „Schnell wurde uns klar, dass die Dorstener Wirtschaftsförderung (WINDOR) dafür allein nicht ausreicht“, berichtet Raimund Enning, einer der Gründungsmitglieder. „Wir brauchten Ideen und Aktionen, die im Kopf bleiben, und natürlich auch Menschen, die anpacken.“
„Kein Kind ohne Mahlzeit“ oder Besentage: Sag Ja! zu Dorsten ist dabei
Und genau das setzen sie auch heutzutage noch um. Von „Kein Kind ohne Mahlzeit“ über das Befüllen von Schultüten oder Nikolausstiefeln in der Altstadt hin zu den Besentagen, die der Verein mehr oder weniger ins Leben gerufen hat, tragen diese Aktionen die Handschrift des Vereins. Die enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung, der Stadtverwaltung und Akteuren wie Hans Schuster ist ebenso selbstverständlich.
Die 150 Mitglieder, Unternehmerinnen und Unternehmer aus Handwerk, Handel, Dienstleistung und auch Kultur aus allen elf Stadtteilen, arbeiten daran, Kontakte zu knüpfen, um Projekte anzustoßen und Veranstaltungen mitzugestalten. Die Unternehmerinnen-Lounge, vom Verein ins Leben gerufen, um speziell Frauen, oft Einzelunternehmerinnen, die Scheu zu nehmen, sich mit Vorständen großer Firmen an einen Tisch zu setzen, dient ebenfalls diesem Zweck. Denn auch aus diesen persönlichen Verbindungen wachsen Ideen für die Stadt. „Daher ist es natürlich gerne gesehen, wenn unsere Mitglieder zu unternehmensrelevanten Vorträgen oder zu Unternehmerfrühstücken oder Firmenführungen zahlreich erscheinen“, betont Björn Wesler. Bis Ende April ist er noch der erste Vorsitzende, steht dann jedoch nicht mehr zur Wahl.

Starkes Ehrenamt im Verein
Was „Sag Ja! Zu Dorsten“ besonders macht, ist die Freiwilligkeit, denn alle Aktionen werden ehrenamtlich getragen. Somit ist auch die Gala des Ehrenamts, die der Verein finanziert, ein weiteres sichtbares Zeichen der Anerkennung für die vielen Freiwilligen in unserer Stadt. Durch die zahlreichen Veranstaltungen ist die Akzeptanz in der Bevölkerung gewachsen, der Verein ist sichtbarer geworden und hat sich über die Jahre als verlässlicher Partner etabliert. Es geht bei den regelmäßigen Treffen natürlich auch gesellig zu. „Hemdsärmlig“, wie Björn schmunzelt. „Bei Bier und Grillwürstchen in lockerer Atmosphäre entstehen oft gute Ideen und perfekte Vernetzungen.“
Blick nach vorne
Zum Jubiläum gehört jedoch auch ein Blick nach vorn. Neue Ideen und Mitstreiterinnen und Mitstreiter sind willkommen, und so fährt er fort: „Auch wenn ‚Sag Ja! zu Dorsten‘ ein Zusammenschluss von Unternehmerinnen und Unternehmern ist, so sind wir doch kein elitärer Kreis“, und Raimund fügt noch hinzu: „Jeder, der sich angesprochen fühlt, ist herzlich eingeladen, zu unseren Stammtischen oder zu weiteren ungezwungenen Treffen zu kommen, sich wohlzufühlen und gerne auch Mitglied zu werden.“ Und so beschreibt Björns letzter Satz „Es ist schön, etwas an die Stadt zurückzugeben, in der ich lebe“, sein Motiv, dem Verein anzugehören und dem kann sich Raimund voll und ganz anschließen.




























