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Wulfener Wappenbaum Verein: Vorsitzender kündigt Rückzug an

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Die Vorfälle rund um den Tanz in den Mai in Wulfen haben nun personelle Folgen. Reiner Schulze-Tenberge hat angekündigt, sein Amt als erster Vorsitzender des Wulfener Wappenbaum Vereins zum 31. Dezember 2026 niederzulegen. Die Nachricht erreichte die Vorstandsmitglieder am Sonntagmorgen überraschend.

Entscheidung nach den Ereignissen beim Maifest

In einer Mitteilung an die Mitglieder bedankt sich Schulze-Tenberge zunächst für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Zugleich macht er deutlich, dass die Vorfälle beim jüngsten Tanz in den Mai für ihn eine Grenze überschritten haben.

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„Die Vorfälle beim letzten Tanz in den Mai kann und werde ich so nicht hinnehmen“, schreibt er in seiner Nachricht. Er verweist dabei nicht nur auf die Ausschreitungen im Umfeld der Veranstaltung, sondern auch auf Gewaltandrohungen gegen Gäste und gegen ihn selbst.

Rückzug zum Jahresende angekündigt

Trotz seiner Entscheidung will Schulze-Tenberge sein Amt nicht sofort niederlegen. Stattdessen kündigte er an, den Vorsitz noch bis zum 31. Dezember 2026 weiterzuführen. Zugleich bittet er die Mitglieder darum, sich bis zur nächsten Sitzung Gedanken über mögliche Nachfolger zu machen.

Damit gibt der Vorsitzende dem Verein Zeit, sich auf die personelle Veränderung vorzubereiten. Die Ankündigung markiert dennoch einen tiefen Einschnitt für den Wulfener Wappenbaum Verein, der seit Jahren das Maifest und weitere Aktionen im Ort mit großem ehrenamtlichem Einsatz organisiert.

Immer am Ball: Schulze-Tenberge beim Tanz in den Mai 2025. Foto: Borgwardt

Prägende Figur an der Spitze des Vereins

Mit Reiner Schulze-Tenberge verliert der Verein zum Jahresende eine prägende Persönlichkeit. Seit seinem Amtsantritt hat er den Wappenbaum Verein nicht nur verwaltet, sondern sichtbar weiterentwickelt. Unter seiner Mitwirkung wurden Projekte wie die Bergbauecke, die Aufwertung des Parks, die Renovierung und Beleuchtung des Wappenbaums sowie ein neuer Spieltisch vorangebracht.

Der Verein schuf damit Schritt für Schritt zusätzliche Aufenthaltsqualität rund um den Wappenbaum. Der Spieltisch etwa ergänzt heute das Ensemble aus Bergbauecke und Wetterhäuschen und steht sinnbildlich für den Anspruch, den Bereich als Treffpunkt für Jung und Alt weiter aufzuwerten.

Wulfener Wappenbaum Verein
Die Vorsitzenden Reiner Schulze-Tenberge (r.) und Thorsten Schadwinkel am Wulfener Wappenbaum. Foto: Borgwardt

Hinzu kamen zahlreiche praktische und familienfreundliche Ideen, die den Verein im Alltag sichtbarer machten. So gehen auf Schulze-Tenberge unter anderem die Oster- und Nikolausaktionen für Familien, die Gewinnung von Sponsoren, neue Ausrüstung für das Maifest sowie Angebote wie der Verleih von Grills und einer Popcornmaschine an Mitgliedsvereine zurück. Viele empfinden ihn zusammen mit seinem Stellvertreter Thorsten Schadwinkel als Gesicht des Vereins.

Die jährliche Nikolausaktion zieht Familien auch im Dezember in den Wappenbaum-Park in Wulfen. Foto: Borgwardt

Ausschreitungen abseits des Geländes

Erst vor wenigen Tagen hatte der Tanz in den Mai am Wulfener Wappenbaum bei bestem Frühlingswetter viele Besucher angelockt. Auf dem Veranstaltungsgelände selbst war die Stimmung friedlich geblieben. Der Familiencharakter des Festes, die traditionelle Eröffnung mit Blasmusik und das Miteinander von Jung und Alt prägten dort den Abend.

Abseits des Geländes kam es jedoch zu erheblichen Problemen. Große Gruppen Jugendlicher hatten sich in der Umgebung gesammelt. Es kam zu körperlichen Auseinandersetzungen, Sachbeschädigungen und einem größeren Polizeieinsatz. Nachbarn berichteten zudem von Schäden an Autos und Gartenzäunen sowie von Müll und Glasscherben.

Enttäuschung beim Verein sitzt tief

Schon kurz nach dem Fest hatte Schulze-Tenberge im Namen des Vereins seine große Enttäuschung über die Vorfälle zum Ausdruck gebracht. Der Wulfener Wappenbaum Verein arbeite jedes Jahr mit vielen Ehrenamtlichen daran, ein friedliches und familienfreundliches Fest für ganz Wulfen zu ermöglichen. Umso schwerer wiegen nun offenbar die Begleitumstände des diesjährigen Abends.

Zum Abschluss seiner Nachricht bedankt sich Schulze-Tenberge ausdrücklich für die kollegiale und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Verein. Den Mitgliedern und den beteiligten Vereinen wünscht er für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg.

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