15 Rinder der Rasse Blaue Belgier durchbrachen in der Nacht einen Weidezaun in Gahlen am Vennweg samt Gatter.
LANUV war vor Ort und suchte Rinderweide nach Spuren ab.
In der Nacht von Montag auf Dienstag gab es einen Vorfall auf einer Rinder- und einer benachbarten Pferdewiese in Gahlen. Neben den 15 Rindern war ein Pferd auf der Nachbarwiese in der Nacht ebenfalls auf der Flucht. Alle Tiere konnten am Morgen unversehrt wieder eingefangen werden.

Das BürgerForum geht davon aus, dass die Tiere durch einen Wolf/Wölfin aufgeschreckt wurden und deshalb Reißaus genommen haben. Jedoch gebe es zum Glück keine verletzten Tiere zu beklagen. Die Situation sei jedoch fatal und für Menschen gefährlich. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um einen erneuten Wolfsangriff handelt, sei laut BürgerforumGahlen jedoch groß.
In unmittelbarer Nachbarschaft wurde bereits am Freitag hier ein totes Rotwildkalb gefunden. Die lasse keinen anderen Entschluss zu, das es sich um hierbei wieder um einen erneuten Wolfsangriff handelt, so das BürgerForum Gahlen.
Die Risse seien auch vergleichbar mit denen in der vergangenen Woche am Heisterkamp. Auch hier durchbrachen Rinder einen Zaun und flohen vor etwas.
Warum die Rinderherde letztendlich auf der Flucht war, darüber gibt es derzeit keine genauen Erkenntnisse. Schlimm sei jedoch, so Vornbrock, dass in solchen Fällen kein Nachweis darüber geführt werden könne, dass es sich hierbei um einen Wolf gehandelt habe, der die Tiere in Panik versetzt und getrieben hat.
Wie uns jedoch der Landwirt mitteilte, stehen seit gut 50 Jahren seine Tiere auf dieser Weide.
Ausbruch zeugt von großer Panik
Einen solchen Vorfall habe es laut Landwirt in all den Jahren noch nie gegeben. Die Rinder seien immer ruhig und gelassen gewesen. Dieser Ausbruch zeuge von großer Panik, was sich alleine daran zeige, dass das Metallgatter, was eigentlich nach innen aufgeht, so verbogen sei, dass es sich nun nach außen öffnen lässt, so der Landwirt.
„Um das zu schaffen, muss eine enorme Kraft auf das Gatter ausgeübt worden sein. Das lässt sich nur dadurch erklären, dass sich alle 15 Tiere auf einmal in Panik gegen das Gatter gedrückt haben müssen, um die Weide fluchtartig verlassen zu können. Die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen die Verursacher sind, ist eher unwahrscheinlich“, so der Landwirt. Was in dieser Nacht passiert sei, habe der Landwirt in all den Jahren noch nie erlebt.
Die Aussage des Landwirts deckt sich mit der Aussage von Dr. Stefan Steinkühler, dem die Wiese gehört. „Eigentlich geht das Gatter nach innen auf, aber es wurde mit Gewalt nach außen gedrückt, was schon einen enormen Kraftaufwand bedarf, so Steinkühler.
LANUV untersuchte Wiese und Weide
Vor Ort waren heute ebenfalls Mitarbeiter vom Landes- und Umweltamt (LANUV). Sie suchten beide Wiesen, sowohl die Kuh- als auch die Pferdewiese, nach Spuren ab.
Wie Stefan Steinkühler aktuell berichtet, haben die LANUV-Mitarbeiter Trittspuren eines „Canien“ in einem Kuhfladen entdeckt, sowie Haare am Stacheldrahtzaun gefunden. Darüber hinaus wurde eine Losung zur weiteren Untersuchung eingesammelt und mitgenommen.




























