StartDorstenPolitikSPD Dorsten: Offener Brief an Schulministerin Gebauer

SPD Dorsten: Offener Brief an Schulministerin Gebauer

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Nach dem gestrigen Chaos und die Diskussionen um Präsenz-, Wechsel- oder doch Distanzunterricht in Dorsten, wendet sich nun die Dorstener SPD in einem offenen Brief an die Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen Yvonne Gebauer. Sie fordert ausdrücklich die Fortsetzung des Distanzunterrichtes, da die Infektionslage derzeit aus dem Ruder laufe.

Es ist nicht nachvollziehbar, warum in NRW bei einer Inzidenz von knapp unter 200 ein Wechselunterrichtsmodell um jeden Preis durchgezogen werden soll. Die 7-Tages-Inzidenz liegt im Kreis Recklinghausen schon fast bei 200 und eine Überschreitung ist unmittelbar absehbar.
Sogar der CDU-Landrat des Kreises Recklinghausen und die zehn Bürgermeister des Kreises zeigen hier deutlich mehr Weitblick, da sie vorausschauend beim Distanzunterricht bleiben wollten. Leider fehlt der Landesregierung hier scheinbar der Durchblick, denn sie hat diesen Plan kurzfristig als rechtswidrig abgelehnt.
Aber das passt ins Bild: Bürgermeistern wurde in solchen Situationen von der Landesregierung stattdessen Ideenlosigkeit vorgeworfen, wie in Dortmund und Duisburg geschehen. Eher wird neuerdings die Gewöhnung an „etwas höhere“ Inzidenzzahlen empfohlen, wie von Herrn Laumann kürzlich in einem Interview geäußert. Wichtig ist sowohl für Eltern, Schüler und Lehrer als auch für Arbeitgeber eine zuverlässige Planbarkeit für Familie, Arbeit und Unterrichtsgeschehen.
Entscheidungen von Freitag auf Montag dürfen in der Zukunft nicht mehr vorkommen. Die Vorlaufzeiten müssen mit der Umsetzung in der Lebensrealität übereinstimmen. Dementsprechend sollte eine Inzidenz von 200 keine absolute Grenze sein, wenn wie im Fall des Kreises Recklinghausen eine Überschreitung dieser Grenze im Voraus absehbar ist.
Auch wir wünschen uns eine Rückkehr zu wieder mehr Unterrichtsleben in der Schule. Dieser kann und muss bei Verbesserung der Infektionslage wieder stattfinden, aber nur, wenn von der Testung über die Hygienemaßnahmen bis zu stabilen Videokonferenzen bei Wechselunterricht wenigstens verlässliche Grundlinien vorhanden sind. Die Testungen müssen in Präsenz und vor Beginn des Unterrichts für jeden Schüler verpflichtend stattfinden.
Allerdings warnt Herr Wieler vom RKI zurecht eindringlich, dass der Virus nicht weggetestet werden kann. Nur die Verbindung von Abstand, Maske, Testen und Impfung führen aus unserer Sicht zum Ziel.

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