Am vergangenen Sonntag öffneten Dorstener Gärten ihre Pforten für Besucher. Unsere Schülerreporterin Lycille (15) war dabei und ging auch der Frage nach, ob Gärtnern ein Hobby für Jugendliche sein könnte.

Insgesamt elf Gärten wurden bei „Dorsten zeigt Gärten“ am 19. Juni von 11 bis 18 Uhr gezeigt. Familien konnten ihre schönen und idyllischen Gärten vorstellen und freuten sich auf viel Besuch. Mit Kaffee, Kuchen und Erfrischungsgetränken empfingen alle die Besucher und präsentierten stolz ihre Gärten, die aus jahrelanger Arbeit entstanden sind.
Klima- und Insektenschutz sind wichtige Themen
Es gibt vieles zu beachten bei der Gartenarbeit, wie etwa das fast tägliche Gießen und Pflegen der Blumen. Ein wichtiges Thema ist auch der Insektenschutz. Dazu hatte etwa eine Familie des Kleingärtnervereins ein Hummelhaus gebaut, da diese sehr wichtig sind für all die angepflanzten Blumen. Viele Vogelhäuser und Insektenhotels geben auch Tieren ein Zuhause. Auch wenn manche Insekten Pflanzen schädigen können, werden diese doch lebend entfernt und freigelassen. Im Garten kann man Insekten, Vögel oder Blumen sehen. Auch der Anbau von eigenen Lebensmitteln wie Tomaten, Salaten, Sträuchern, Obst und Gemüse ist möglich. Das Anpflanzen von Bäumen im Garten hat zudem einen guten Einfluss auf den Klimaschutz, da immer mehr Bäume gefällt werden.

Jugendliche können sich auch im Garten einbringen
Gartenarbeit klingt für manche Jugendliche beim ersten Hören eher langweilig. Tatsächlich ist sie aber sehr vielfältig. Die meisten Jugendlichen, die durch ihre Familie oder Freunde zur Gartenarbeit gekommen sind, haben sehr viel Spaß dabei. Auch von der Dorstener Taschengeldbörse gibt es viele Angebote, die die Gartenarbeit betreffen. Man kann zum Beispiel älteren Menschen in Schrebergärten helfen oder sich für Taschengeld am Rasenmähen beteiligen. Die meisten Jugendliche beteiligen sich bei der Gartenarbeit, da es von den Eltern vorgemacht wurde und sie es nicht anders kennen. Das Hobby Garten ist außerdem ein guter Ausgleich zum Alltag.
Auch Britta & Jürgen Jansen und Ulrike & Wolfgang Baldauf waren dabei
Ulrike und Wolfgang Baldauf sind schon von Anfang an dabei und haben sich mit der Stadt zusammengesetzt und „Dorsten zeigt Gärten“ auf die Beine gestellt. Anfangs waren erst sieben Gärten beteiligt und mittlerweile sind es elf, worauf sie sehr stolz sind. Wie Ulrike Baldauf sagt, richten die Teilnehmer ihre Gärten nicht extra für die Besucher her, sondern für sich selbst.
Britta und Jürgen Jansen haben vor zehn Jahren angefangen, an ihrem Garten zu arbeiten, und haben ihn seitdem ganz nach Ihrem Geschmack hergerichtet. Jedes Jahr gibt es ein neues Projekt für ihren Garten. Auf 1500 m² pflanzen sie Kräuter, Gemüse, Salate und Obst selbst an.
Beide Familien haben mit einem leeren Garten angefangen und schafften Gartenmöbel, Blumen und Deko an. Und bauten Tische selbst oder töpferten Figuren als Dekoration. Auch ein Teich und ein künstlicher Bachlauf wurde von der Familie Baldauf selbst angelegt.




























