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Schmierereien: Stadt zahlt 1000 Euro für Hinweise

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An der Hochstadenbrücke und am neuen Treffpunkt Altstadt waren schon nach kurzer Zeit Schmierereien auf der frischen Farbe aufgetaucht. Die Stadt Dorsten versucht jetzt mit Belohnungen für Hinweisgeber gegen illegale Graffiti vorzugehen.

Illegale Schmierereien sind ein ständiges Ärgernis in fast allen Gemeinden. (Symbolbild)

„Leider war damit zu rechnen, dass eine solche Fläche nicht lange unberührt bleibt und es gibt leider auch kaum Möglichkeiten, solche Schmierereien wirksam zu verhindern“, heißt es von Seiten der Stadt Dorsten. In der Regel achteten die Täter auf mögliche Beobachtung und verrichteten ihre Arbeit im Dunkeln. Anders als bei den meist kunstvollen legalen Graffiti, die oft in langer und detailverliebter Arbeit entstehen, sind die illegalen Schmierereien dabei meist nur eilig angebrachte Zeichen, um einer Entdeckung zu entgehen. „Der Überwachung mit Kameras sind im öffentlichen Raum aus Datenschutzgründen extrem enge Grenzen gesetzt“, räumt die Stadt dabei ein.

Nach den jüngsten Schmierereien am Treffpunkt Altstadt fürchtet die Stadt, dass auch andere Objekte aus dem Erneuerungsprogramm „Wir machen MITte“ heimgesucht werden könnten. So wären etwa der neue Bürgerbahnhof und der Bahnhofsvorplatz, der Sportpark Petrinum und der Bürgerpark Maria Lindenhof mögliche Ziele. Gerade frisch hergestellt, wären hier Schmierereien natürlich besonders ärgerlich.

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Bei Verurteilung wird die Belohnung ausgezahlt

Daher setzt die Stadt nun auf Abschreckung durch soziale Kontrolle. 1000 Euro Belohnung zahlt Dorsten nun für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung von Menschen führen, die städtische Gebäude beschädigen. Dazu zählen nicht nur illegale Graffiti, sondern auch Vandalismus, Zerstörung von Scheiben oder vergleichbare Sachbeschädigungen.

Wenn ein Täter durch einen Hinweis eine rechtskräftige Verurteilung wegen Sachbeschädigung oder vergleichbarer Delikte erhält, bekommt der Hinweisgeber die ausgelobte Belohnung. Für sachdienliche Mitteilungen wird kurzfristig schon jetzt die E-Mail-Adresse [email protected] eingerichtet.

Auf rechtskräftig verurteilte Schmierfinken wartet übrigens noch eine weitere unangenehme Überraschung. So wird die Stadt Dorsten konsequent die Reinigungskosten geltend machen für alle Schmierereien, die zugeordnet werden können. „Dabei können schnell fünfstellige Beträge fällig werden“, warnt die Stadtverwaltung.

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