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Wulfener Markt erwacht nochmal

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Die Ladenpassage im Wulfener Markt wird die Woche noch einmal belebt. Foto: Alexander Fichtner

Der Wulfener Markt erwacht die kommende Woche aus seinem Dornröschenschlaf zur Sommerschule 2022. Interessierte aus ganz Deutschland beschäftigen sich mit der Geschichte und der Architektur des Einkaufszentrums.

Seit etwa zwei Jahren liegt der Wulfener Markt brach und ist den Elementen und den Tauben überlassen. Nachdem der Komplex von einem Abrissunternehmen in diesem Jahre entrümpelt wurde, wurde es danach erst mal wieder ruhig. Doch heute sind Architektur-Studenten angereist, die das Gebäude noch einmal beleben werden.

Drei Initiativen haben sich zusammen geschlossen, um die Sommerschule 2022 im Wulfener Markt zu ermöglichen. Die Ruhrmoderne Baukreisel und das Referat für Stadtverbesserung sind die Veranstalter, die zusammen mit der Montessorischule Dorsten zwei Workshops anbieten.

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Stimmen und Steine des Wulfener Markts

Am Eingang des Wulfener Marktes stellten sich die Teilnehmer der Sommerschule 2022 gegenseitig vor. Foto: Alexander Fichtner

Im Stimmen-Workshop werden Geschichten aus und vom Wulfener Markt gesucht und aufgearbeitet. Dabei wird auch versucht, Erkenntnisse für die Weiterentwicklung des Ortes abzuleiten.

Beim Steine-Workshop beschäftigen sich die Studierenden mit dem Material des Hauses. Was kann eventuell nach 40-jähriger Nutzung ausgebaut und wieder verwertet werden. Die Nachhaltigkeit spielt auch im Bauwesen eine immer größere Rolle.

Die Akteure des ersten Tages

Das Baukreisel Kollektiv sind junge Architekten, die sich dem wiederverwertenden Bauen beschäftigen. Sie begrüßten die Studierenden und stellten sich in einer Begrüßungsrunde vor.

Das Kollektiv Baukreisel und das Referat für Stadtverbesserung von links Linus Schulte, Jonnas Läufer, Barbara Gruber, Lisa Schröter, Johnatan Schmalöer, Conrad Risch und Max Steverding Foto: Alexander Fichtner

Yasemin Utku, die Stadtplanerin und Architektin, führt danach die Studierenden startend am Wulfener Markt durch den Stadtteil. Utku ist Mitglied im Verein der Ruhrmodernen und hat seit 2018 eine Professur an der Technischen Hochschule Köln. Sie erklärte während des zweistündigen Rundgangs durch Barkenberg wie der Stadtteil geplant und angelegt wurde. Besondere Stops der Begehung waren natürlich die beiden Finnstädte, das Habiflex und auch die evangelische Kirche im Ortsteil. Diese Gebäude sind noch immer spannend für angehende Architekten und Stadtplaner.

Yasemin Utku fürhr durch Barkenberg und erklärt die besonderheiten des Habiflex Gebäudes. Foto: Alexander Fichtner

Dr. Alexandra Apfelbaum führte die Studierenden zum Abschluss des Tages durch den Wulfener Markt. Die Vorstandsvorsitzende der Ruhrmoderne führte durch das Gebäude von Architekt Josef Paul Kleinhues. Der auch den Rundbau am Marktplatz entworfen hat. Apfelbaum hat im November 2019 zusammen mit Silke Haps und Wolfgang Sonne das Buch JPK NRW veröffentlicht. Das sich mit dem Wirken von Kleinhues in NRW beschäftigt. Besonders die Diskussionen mit den Teilnehmern während der Führung zum Scheitern des Wulfener Marktes machten die Geschichte des Gebäudes besonders lebendig.

Dr. Alexandra Apfelbaum und die weiteren Teilnehmer bei der Begehung des Wulfener Marktes. Foto: Alexander Fichtner

Die kommende Woche finden viele weitere spannende Aktionen rund um den Wulfener Markt statt. Weitere Informationen findet ihr täglich hier aus unserer Seite.

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