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Initiative Zukunft Marienviertel sorgt für genügend Wasser für alte Eichen

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Bewässerungssäcke im Marienviertel sorgen für Wasser an alten Eichen. ©Johannes Wulf

Initiative Zukunft Marienviertel (IZM) kümmert sich seit geraumer Zeit mit „Dröppelsäcke“ um das Überleben der alten Eichen auf dem Areal der ehem. Gerhart-Hauptmann-Realschule.

Die Bäume leiden unter Trockenheit – Die Stadt Dorsten hat deshalb einen Aufruf gestartet, dass Bürgerinnen und Bürger den Bäumen vor der Haustür etwas Wasser zu spendieren. Darüber hinaus hat auch Bürgermeister Stockhoff den THW und die Freiwillige Feuerwehr um Hilfe gebeten.

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Mit dieser Bitte an die Bevölkerung steht die Stadt Dorsten nicht alleine da. Auch Großstädte wie Essen oder Berlin haben diesen Aufruf gestartet. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und andere Umweltschutz-Organisationen raten deshalb allen Bürgern, den Bäumen in ihrer Nähe – gerade an besonders heißen Tagen – mit Wasser zu helfen. Der Aufruf der Stadt Dorsten sorgte auf Facebook jedoch für einiges an Diskussionen.

Feuerwehr Dorsten Bewässerung Bäume
Auch die Feuerwehr hat in Vergangenheit mit Wasser im Marienviertel ausgeholfen. Durch die massive Verdichtung des Bodens jedoch verpufften die großen Gießaktionen weitgehend. Das Wasser fließt ab und kommt nicht zu den Wurzeln, da der Boden nur schlecht und nur langsam Wasser aufnehmen kann. Foto: Johannes Wulf

Marienviertel geht mit gutem Beispiel voraus

Für eine Selbstverständlichkeit, sich um die Bäume in ihrem Viertel zu kümmern, halten es die Bewohner des Marienviertel und gehen mit gutem Beispiel voraus.

Denn hier haben sich Aktive der Initiative Zukunft Marienvierte zusammengeschlossen und bereits 30.000 Liter Wasser für die 20 alten Eichen mit speziellen Wassersäcken auf dem Schulhof der ehem. Gerhart-Hauptmann-Realschule in diesem trockenen Sommer gespendet. Zielgerichtet und ressourcenschonend werden über „Dröppelsäcke“ Wasser an die Wurzeln dieser erhaltens- und schützenswerten Bäume gebracht.

1500 Liter pro Baum

Laut Johannes Wulf von der Initiative seien das etwa 1500 Liter pro Baum. Dies entspricht etwa 150 volle Wassereimer, die dosiert und tröpfchenweise an die Wurzeln bis jetzt zugeführt wurden.

Die Bewässerungssäcke – größtenteils eine Spende der Familie Udo Sender – geben das Wasser quasi tröpfchenweise ab und lassen es so nutzbringend in Richtung Wurzeln versickern. Bei den aktuellen Temperaturen werden sie etwa alle drei bis vier Tage in 2-stündigen Einsätzen wieder aufgefüllt. Die Zapfstelle wurde mit Mitteln des Bürgerfonds und (zum größeren Teil) durch Spenden von IZM-Aktiven finanziert.

Tipps

Haushalt können Sie an der einen oder anderen Stelle Wasser auffangen! Das bietet sich besonders für Menschen im Innenstadt-Bereich ohne Garten an.

Der BUND Aktion Bäume gibt dazu einige Tipps, wie gleichzeitig Wasser gespart und dennoch die Stadtbäume vor der eigenen Haustür mit Wasser versorgt werden können

1. Abgestandenes Wasser

Aufgrund der Bakterienbildung ist abgestandenes Wasser für uns Menschen gesundheitsbedenklich. Bäumen und Pflanzen macht das hingegen nichts aus: Wenn morgens das Wasser kurz läuft, bis frisches aus der Leitung kommt, kann das abgestandene zeitgleich mit einem Behälter aufgefangen werden.

2. Wassertränke

Statt das alte Wasser aus Hunde-, Katzen- und Vogeltränken wegzuschütten, sammeln und heben Sie es für Ihren Stadtbaum auf. 

3. Gemüsewaschen

Beim Gemüsewaschen verbrauchen wir großen Menschen Wasser. Mit einer Schüssel aufgefangen, kann es anschließend noch sinnvoll zum Wässern genutzt werden.

4. Altes Blumenwasser

Sei es das Wasser aus Vasen oder das überschüssige Gießwasser, das sich am Boden des Blumentopfs sammelt: Die Stadtbäume freuen sich über das alte Blumenwasser.

5. Kaltes Wasser beim Duschen

Häufig dauert es einen Moment, bis beim Duschen  oder Spülen das Wasser auf die richtige Temperatur erwärmt wurde. Bis das Warmwasser kommt, muss das kalte nicht verschwendet werden!

6. Kochwasser

Auch das Wasser vom Kochen kann in zwei Fällen für die Bewässerung von Pflanzen und Bäumen genutzt werden. Darunter fallen zum Beispiel Pellkartoffeln und gedünstetes Gemüse: Also alles, was ohne Salz und andere Würzmittel zubereitet wird.

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