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Schulstart erst um 9 – Was spricht dafür, was dagegen?

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Symbolbild: Pexels

Viele Studien belegen bereits, dass die frühen Schulzeiten gegen den Biorhythmus der Schüler arbeitet. Brauchen wir einen späteren Schulstart? Unsere Schüler-Reporterin Lycille hat sich umgehört.

Im Schulalter ist der Körper erst ab circa 9 Uhr voll leistungsfähig. Das große Problem: Die Schultage würden bei einem späteren Schulstart länger. Spricht man dann schon von fehlender Freizeit? Nein, nicht direkt, aber man bräuchte auf jeden Fall eine Mittagspause mit Mittagessen, wenn die Schule länger als 3 Uhr gehen würde.

„Ich persönlich würde mich eher für einen späteren Schulstart aussprechen, da ich denke, dass Schlaf in der Entwicklungsphase extrem wichtig ist und oft zu kurz kommt. Ich denke, der perfekte Schulbeginn wäre gegen 9 Uhr. In der Regel wären die Schüler dann gegen 14.30 Uhr mit dem Unterricht fertig. Es wäre noch genug Zeit, sich mit Freunden zu treffen und sein Hobby auszuüben. Auch würden Vorteile im Winter aufkommen, da die Schüler nicht im Dunkeln fahren müssten“, spricht sich eine Lehrerin für einen späteren Schulstart aus.

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Schüler brauchen Abwechslung

An vielen Schulen gibt es bereits ein 60 Minuten Modell, aber 45 Minuten Konzentration ist zum Beispiel im Gymnasium sehr gut möglich. Natürlich muss der Unterricht abwechslungsreich gestaltet sein. Zwischen den Stunden gibt es meist nur 5 Minuten Pause, gerade einmal genug Zeit, um den Klassenraum zu wechseln. Für die Lern- und Erholungsleistung wäre es sinnvoll konzentrationsreiche Fächer mit künstlerischen, sportlichen oder musischen abzuwechseln.

Auch Schüler halten viel davon, morgens etwas länger ausschlafen zu können und wacher in der Schule zu sitzen. Trotzdem bekommt man immer wieder zu hören, dass manche lieber früher zur Schule gehen würden, um mehr Freizeit zu haben und nicht der halbe Tag schon weg ist. Zumal für Klassenarbeiten meistens an Wochenenden gelernt wird. Doch auch bei Schülern gehen die Meinungen auseinander, denn es gibt auch welche, die sagen, sie hätten gerne mehr Pausen oder Freistunden zum Selbstarbeiten oder um sich einfach zu erholen, damit nicht alles gelernte direkt vergessen wird. 

Klassen besser motivieren

Eine gute Idee ist es, in der letzten Stunde Bewegungsmöglichkeiten einzuräumen und den Unterricht so zu gestalten, dass dieser möglichst spannend ist. Wie auch in der Jahrgangsstufe 5 gibt es Neigungsfächer, die immer in den letzten Stunden stattfinden.

Außerdem sollten Lehrkräfte Verständnis dafür haben, dass manche Schüler in der letzten Stunde ihre Schwierigkeiten haben. „Als Lehrerin merkt man es schon, dass vor allem die erste Stunde für Schüler in gewissen Altersklassen schwieriger sind. Ebenso denke ich, dass es normal und menschlich ist, dass man in der letzten Stunde schon an Zuhause denkt und müde vom Tag ist“, sagt eine Lehrerin. Trotzdem gehört es dazu, sich nach einem langen Tag zu konzentrieren. Daran muss sich jeder gewöhnen.

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