ABI 19 for Future. Rund 200 Dorstener Schüler demonstrieren für den Klimaschutz

Dorsten. Die wollen doch nur Schule schwänzen? Von wegen!!!

Dass es ihnen wirklich und ernsthaft um ein Umdenken im Klimaschutz geht, zeigten gut 200 Schülerinnen und Schüler am Freitagnachmittag in eindrucksvoller Weise.

Rund 200 Dorstener Schüler demonstrieren für den Klimaschutz
Das Banner nimmt Gestalt an

Bei wirklich ungemütlichen Temperaturen und NACH Schulschluss waren sie dem Aufruf der Abiturienten des St. Ursula Gymnasiums gefolgt und demonstrierten lautstark und friedlich für ein Umdenken im Klimaschutz. „Wir wollten einfach diejenigen erreichen, die sich wirklich für den Umweltschutz interessieren!“ begründete Sünne Gürts, eine der Mitorganisatoren, den ungewöhnlichen Zeitpunkt der Demonstration.

ABI 19 for Future Rund 200 Dorstener Schüler
Isabella, Franziska, Svenja, Helen und Nadja: Zeugnis für Politiker

Man muss ja schließlich irgendetwas tun

Und es schien so, als sei das den jungen Demonstranten gerade Recht! Auf die Frage, warum sie nach Schulschluss demonstriere, anstatt Zuhause gemütlich den Ferienbeginn zu genießen, antwortete die 11-jährige Lillja: „Man muss ja schließlich irgendetwas tun!“

Sie hatte ein sehr ausdrucksstarkes Schild dabei, das sie bereits zur Unterstützung der Aktivisten im Hambacher Forst gestaltet hatte. Die junge umweltbewusste Schülerin schenkte es im Anschluss Bürgermeister Tobias Stockhoff.

ABI 19 for Future Rund 200 Dorstener Schüler

Ähnlich sahen es Isabella, Franziska, Svenja, Helen und Nadja. Die Schülerinnen des Ursula Gymnasiums hatten Zeugnisse für Politiker gestaltet, die sehr schlecht ausfielen. „Wir müssen jetzt etwas tun!“, waren sie sich einig.

Und Franziska brachte es auf den Punkt. „Wir brauchen doch auch noch ein Leben nachher!“ Mit ihren selbst gestalteten Plakaten und Schildern hatten sich die Jugendlichen am Platz der deutschen Einheit versammelt, um dann durch die Stadt zu ziehen. „Wir sind hier, wir sind laut, weil Ihr uns die Zukunft klaut!“ skandierten sie bei Ihrem Marsch durch die Dorstener City.

Banner für den Bürgermeister

Und viele Menschen schlossen sich an, um Ihre Solidarität und Ihre Sympathie auszudrücken. Auf dem Platz der deutschen Einheit wurde dann gemeinsam ein Banner gestaltet, das im Anschluss an Bürgermeister Tobias Stockhoff übergeben wurde.

ABI 19 for Future Rund 200 Dorstener Schüler

Der erste Bürger der Stadt zeigte sich tief beeindruckt vom Engagement der jungen Demonstranten. Es verdiene großen Applaus, dass sich die Abiturienten nach Ihrem letzten Schultag nicht zum Chillen zurückzögen, um sich dann auf den Abi-Stress vorzubereiten, sondern eine solche Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Aber auch allen Teilnehmern dankte Tobias Stockhoff für ihr Engagement.

Ein Zeichen gesetzt

Es sei ein Zeichen gesetzt worden, betonte er, weil man eben nach Schulschluss auf die Straße gegangen sei. Das zeige deutlich, wie wichtig all den Teilnehmern das Thema Umweltschutz sei. Und er führte weiter aus, wie wichtig es sei, bei sich selbst mit Umweltschutz zu beginnen. „Wer die Erde retten will, der muss hier vor Ort bei uns in Dorsten, der muss in der Familie damit anfangen!“

Alexander Winck spricht zum Publikum
Mitorganisator Alexander Winck

Es gäbe in Dorsten bereits viele Gruppen und Verbände, die den Klimaschutz unterstützen. Er würde sich freuen, wenn künftig viele der Demonstranten diese Vereine unterstützen könnten. Und er schlug vor, dass künftig Schulen mit dem örtliche Klimaschutzmanager miteinander ins Gespräch kommen könnten, um gemeinsam Ideen für den Klimaschutz zu bündeln.

Friday for future Dorsten

Drei Wochen Vorbereitungszeit

Nur drei Wochen Vorbereitungszeit hatten die jungen Organisatoren um Alexander Winck, um diese Demonstration auf die Beine zu stellen. Dass es nach so kurzer Vorlaufzeit eine so eindrucksvolle Veranstaltung geworden ist, macht klar, wie wichtig diese Thematik den jungen Menschen ist und machte unmissverständlich klar, dass man sie ernst nehmen müsse.

von Melanie Brömmelhaus

Wer die Erde retten will, der muss hier vor Ort bei uns in Dorsten Damit anfangen

Zitat: Tobias Stockhoff

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