Nicht nur das Gymnasium Petrinum steht derzeit im Fokus der AfD. Kinderlieder und die Teilnahme an „Fridays for Future“ werfen bei der AfD Fragen auf.

Dürfen Grundschulkinder solche Lieder singen? Nachdem das Gymnasium Petrinum von der AfD angegriffen wird, muss sich jetzt der Landtag mit einem weiteren Fall befassen.

Düsseldorf. In einer Anfrage vom 9.12. an den Landtag möchte der Abgeordnete der AfD Helmut Seifen wissen, ob ein Missbrauch von Grundschülern vorliege, wenn Viertklässler den Weltkindertag gemeinsam mit einer großen Klima-Demo auf dem Petri-Kirchplatz in Soest feiern?

Ebenso beschäftigt Seifen die Frage, ob überhaupt das Ministerium diese Demonstration legimitiert habe?

Akribisch führt der AfDler als Beweisführung die Kinderlieder der Grundschüler auf, die laut seiner Aussage während dieser Veranstaltung gesungen wurden: „Alle wollen leben“ von Detlev Jöcker und den Song „Pflanzen wachsen in der Erde, Pflanzen brauchen einen Ort. Pflanzen brauchen Wasser, Sonne, Pflanzen wachsen immerfort“, von August van Bebber“.

Weiter möchte Seifen wissen, wie die Landesregierung den Liedtext „Alle wollen leben“ bewerte und fordert eine Stellungnahme von der Landesregierung darüber, wie sie im Allgemeinen die Teilnahme bewerte, dass sich Grundschüler an „Fridays for Future“ Demonstrationen beteiligen. Auch beschuldigt Seifen den Schulleiter der Soester Grundschule, dass dieser angeblich die Eltern nicht über die Teilnahme ihrer Kinder an einer Demonstration informiert habe.

Hinweis zum Song „Alle wollen leben“.

Die Hymne „Alle wollen leben“, aus dem Album „Erde, ich beschütze dich“, hat eine außergewöhnliche Vorgeschichte: Das Lied war Aufhänger eines Flashmobs, den Jöcker vor zwei Jahren auf dem Rathausplatz seiner Geburtsstadt Münster initiierte. Mehr als 400 Kinder sangen, tanzten und demonstrierten für den Klimaschutz, sogar der Oberbürgermeister machte mit. (Quelle Youtube)

Petra Bosse

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